Radiologie 2018-11-15T15:02:02+00:00

Klinik für Radiologie

Herzlich Willkommen auf der Internetseite unserer Klinik!

Für die präzise Einschätzung vieler Krankheitsprozesse ist die bildgebende Diagnostik unverzichtbar, um die nachfolgenden Therapien effizient zu gestalten. Die moderne Radiologie bedeutet heute viel mehr als das bewährte Röntgen, welches natürlich weiterhin eine der wichtigsten Untersuchungsmethoden ist. Durch die digitale Technik werden hochauflösende Bilder mit deutlich geringerer Strahlenbelastung als früher erzeugt.

Mit der technischen Weiterentwicklung der Computertomographie (CT) und Magnetresonanztomographie (MRT) haben sich faszinierende Möglichkeiten in der Schnittbilddiagnostik ergeben. So können für alle Fachbereiche des Klinikums an beiden Standorten in Naumburg und Zeitz durch die geeignete Wahl der Untersuchungsmethode wesentliche Erkenntnisse gewonnen werden.

Alle Untersuchungen werden vollständig digital (filmlos) durchgeführt und über ein Bildarchivierungs- und Kommunikationssystem (PACS) dokumentiert. Die fachärztliche Befundung in die digitale Patientenakte erfolgt während der Regelarbeitszeit taggleich und für Schnittbilddiagnostik auch im Bereitschaftsdienst rund um die Uhr unverzüglich. Durch mehrere tägliche Demonstrationen der erbrachten Untersuchungen pflegen wir eine enge Kooperation mit den Kollegen der Kliniken und Fachambulanzen, in denen die Patienten betreut werden.

Die Röntgendiagnostik und Computertomographie in den Krankenhäusern wird von uns rund um die Uhr abgesichert. Somit sind wir ein unverzichtbarer Partner auch im Rahmen des Traumanetzwerkes zur Versorgung bei Verletzungen, der zertifizierten Stroke-Unik zur Behandlung von Schlaganfällen und des Prothesenzentrums.

Darüber hinaus bietet die Radiologie auch ein breites Spektrum an Behandlungsmöglichkeiten unter Bildkontrolle an. Es werden in Zusammenarbeit mit der Klinik für Gefäßchirurgie gefäßerweiternde Eingriffe der Venen und Arterien bis hin zu endovaskulären Aneurysmareparaturen der Bauchaorta (EVAR) durchgeführt. Die Radiologie ist somit wichtiger Bestandteil des Gefäßzentrums Naumburg.

Ebenfalls als minimal-invasives Verfahren werden Schmerztherapien bei Wirbelsäulenerkrankungen durch Injektion von schmerz- und entzündungshemmenden Substanzen direkt an den Entstehungsort angeboten.

Im Team der Radiologie besitzt die Chefärztin die Weiterbildungsermächtigung über 48 Monate zum Facharzt für Radiologie und die Ausbildungsermächtigung der Deutschen Gesellschaft für Interventionelle Radiologie und minimal-invasive Therapie (DeGIR). Der leitende Oberarzt ist subspezialisiert als Neuroradiologe und rundet damit das Leistungsspektrum der Klinik für Neurologie im Rahmen der Schlaganfalldiagnostik bzw. der Betreuung der Patienten mit chronisch entzündlichen ZNS-Erkrankungen ab.

Die Klinik für Radiologie in Naumburg befindet sich im Erdgeschoss des Neubaus direkt neben der Notaufnahme und wurde 2010 vollständig neu ausgestattet. Die Klinik in Zeitz ist ebenfalls direkt neben der Rettungsstelle lokalisiert. Beide Standorte der Radiologie sind digital vollständig miteinander verbunden. Die Ärzte unterstützen sich an beiden Standorten und vertreten sich gegenseitig. Unsere freundlichen und kompetenten MTRAs (medizinisch-technische Radiologie Assistenten) koordinieren die Untersuchungen und fertigen die geeigneten Aufnahmen an. Dabei wird auch beachtet, dass unnötige Wartezeiten für Sie als Patient vermieden werden.

Gleichzeitig ist die Radiologie über gesicherte Datenleitungen mit der Universitätsklinik Jena, der Universitätsklinik Halle, dem BG Klinikum Halle, dem Waldkrankenhaus in Gera und der Zentralklinik in Bad Berka verbunden. Dies ermöglicht einen unkomplizierten Bildaustausch der behandelnden Ärzte und damit eine effiziente und angemessene Behandlung unserer Patienten.

Chefärztin
Dr. med. Linda Götz
Fachärztin für Radiologie
Telefon Naumburg (0 34 45) 72 17 00

Leitender Oberarzt
Dr. med. Hendrik Bergert
Facharzt für Radiologie/Neuroradiologe
Telefon Naumburg (0 34 45) 72 17 06

Oberärztin
Dipl.-Med. Silke Rudolph
Fachärztin für Radiologie
Telefon Zeitz (0 34 41) 740415

Fachärztinnen:
Dr. med. Christina Mory und Ulrike Thommessen

Assistenzarzt:
Die Stelle ist zurzeit nicht besetzt

Leitende MTRA Naumburg
Katrin Diebner
Telefon: (0 34 45) 72 17 19

Leitende MTRA Zeitz
Kerstin Böttger
Telefon: (0 34 41) 740414

Anmeldung Radiologie Naumburg
Telefon: (0 34 45) 72 17 10
Telefax (0 34 45) 72 17 02

Anmeldung Radiologie Zeitz
Telefon: (0 34 41) 740404
Telefax (0 34 41) 740413

LEISTUNGEN

Die Haupteinsatzgebiete der Röntgendiagnostik liegen heute in der Erkennung von krankhaften Veränderungen in der Lunge (z. B. Lungenentzündungen), der Beurteilung einer Herzinsuffizienz sowie in der Erkennung von Erkrankungen des Skelettsystems (z. B. Knochenbrüche).

Röntgenbilder eignen sich weiterhin zur Diagnostik des Magen-Darm-Traktes und der Venen (Phlebographie unter Durchleuchtungskontrolle).

Die entstehenden Bilder sind digital gespeichert und können von den mitbehandelnden Ärzten an jedem Computer des Klinikums eingesehen werden.

In der Rubrik Informationen ist der Untersuchungsablauf ausführlich dargestellt.

Die Computertomographie basiert auf dem Prinzip einer um den Patienten kreisenden Röntgenröhre, während sich der Untersuchungstisch langsam weiterbewegt.

Von Detektoren auf der Gegenseite werden die vom Gewebe des Patienten mehr oder weniger abgeschwächten Röntgenstrahlen erfasst und an einen Computer zur weiteren Bearbeitung weitergeleitet. Aus den Bilddaten können zusätzlich zu den Querschnittsbildern z. B. auch Aufsichtsbilder und 3-D-Bilder rekonstruiert werden.

Oft ist es notwendig, 50 bis 150 ml Kontrastmittel über eine Vene in das Blutgefäßsystem zu spritzen, um deutlichere Bilder zu erhalten oder um Blutgefäße, Entzündungen oder Tumore abgrenzen zu können. Einige Untersuchungen setzen die Gabe von Kontrastmittel voraus.

Jede Körperregion kann mit der Computertomographie untersucht werden.

Häufige Indikationen für eine Computertomographie sind:

  • Kopf: Diagnostik von Hirnblutungen und Schlaganfällen, Schädel-Hirn-Verletzungen, Hirntumore, degenerativen Veränderungen der Hirnsubstanz
  • Hals: Lokalisation und Ausdehnung von Tumoren, Verletzungen oder degenerativen Veränderungen der Halswirbelsäule, Darstellung von Gefäßen (z. B. Halsschlagader), Prozesse in den Nebenhöhlen
  • Brustkorb: Lokalisation und Ausdehnung von Lungentumoren, Darstellung der Lungenarterien (Lungenembolie), akute und chronische Entzündungen, Entfaltung der Lunge, Emphysem, Lungenfibrose, Darstellung der Hauptschlagader (Aorta), Traumata des Brustkorbs, Traumata oder degenerative Veränderungen der Brustwirbelsäule
  • Bauch: Erkrankungen der Oberbauchorgane, insbesondere von Leber, Bauchspeicheldrüse und Gallenwegen (z. B. Entzündungen, Tumore), Verletzungen der abdominellen Organe, Diagnostik des Magen-Darm-Trakts, Darstellung der großen Bauchgefäße, Verletzungen oder degenerative Veränderungen der Lendenwirbelsäule und des Beckens
  • Skelett: Verletzungen und degenerative Veränderungen des Skeletts einschließlich der Wirbelsäule

In der Rubrik Informationen ist der Untersuchungsablauf ausführlich dargestellt.

Für die Gefäßdiagnostik sind wir ein bedeutender Partner innerhalb des interdisziplinären Gefäßzentrums.

Es werden vor allem die Arterien des Bauches, der Beine und die Halsschlagadern sowie die Arterien der Arme und Dialyseshunts dargestellt.

In Zusammenschau mit der Gesamtsituation und den Beschwerden wird die bestmögliche Behandlungsstrategie festgelegt. Die enge Zusammenarbeit zwischen der Radiologie, der gefäßchirurgischen, inneren und neurologischen Abteilung gibt diagnostische und therapeutische Sicherheit.

In der DSA-Angiographie können durch Injektion von jodhaltigem Kontrastmittel die Gefäße des Körpers dargestellt werden.

Mit einer Röntgenröhre, die mehrere Bilder pro Sekunde aufnehmen kann, werden jeweils vor und während der Kontrastmittelgabe Aufnahmen angefertigt. Dabei werden die Bildinformationen in einem Computer abgespeichert und verarbeitet. Diese Bilder werden von einander abgezogen, so dass ein Subtraktionsbild entsteht, in dem die Gefäße ohne störenden Hintergrund abgrenzbar sind. Diese Technik heißt Digitale Substraktions Angiographie.

Aus dem Erscheinen des Kontrastmittels sowie der Art der Gefäßanfärbung lassen sich Stenosen (Einengungen) und Verschlüsse, krankhafte Gefäßerweiterungen sowie Thrombosen und austretendes Blut diagnostizieren.

Viele Gefäßerkrankungen können in Kathetertechnik durch Ballondehnung (PTA) und Gefäßstützen (Stents) mit gutem Erfolg therapiert werden.

Zum Behandlungsspektrum in diesem Spezialbereich zählen ebenso Thrombolysen (Auflösung von Gefäßverschlüssen) in verschlossenen Arterien und Bypässen.

Auch die Versorgung von aneurysmatisch erweiterten Schlagadern mit ummantelten Stents (EVAR) gehört zum Behandlungsspektrum unseres Teams.

In der Rubrik Informationen ist der Untersuchungsablauf ausführlich dargestellt.

In der Radiologie werden auch Eingriffe und Behandlungen unter Röntgenkontrolle durchgeführt. Der Schwerpunkt liegt hier bei der Gefäßdiagnostik mit den Möglichkeiten der Ballondehnung (PTA), Stents, Thrombolysen von Gefäßverschlüssen und der Versorgung von Erweiterungen der Bauchschlagader (EVAR).

Weitere interventionsradiologische Eingriffe erfolgen ebenfalls mit radiologischer Lagekontrolle, z. B.:

  • Peri-radikuläre Therapie PRT (gezielte Injektion direkt an die Nervenwurzeln zur Behandlung von Nervenkompressionsbeschwerden der Lendenwirbelsäule)
  • Infiltration der Facettengelenke bei degenerativen Erkrankungen der Lendenwirbelsäule zur Schmerztherapie
  • Herdbiopsien (Entnahme von Gewebeproben) in verschiedenen Organbereichen
  • Chemische Sympathikolysen und Ganglienblockaden bei schweren Durchblutungsstörungen der Beine
  • Abszessdrainagen und Fistelsondierungen
  • Präoperative Herdmarkierungen

Die Magnetresonanztomographie (MRT) – auch Kernspintomographie genannt – ist eine Untersuchungsmethode, die eine sehr genaue und differenzierte Darstellung aller Körperorgane und -gewebe liefert. Schon geringfügige Veränderungen im Körper, beispielsweise kleine Entzündungen, können auf diese Weise entdeckt werden.

Im Gegensatz zum Röntgenprinzip arbeitet die MRT nicht mit Röntgenstrahlen, sondern mit Magnetfeldern und Radiowellen. Die Elektromagneten werden in flüssigem Helium auf -270 Grad gekühlt für Stromfluss ohne Widerstand. Der Stromfluss in diesem „Supraleiter“ erzeugt Magnetfelder.

Starke wechselnde Magnetfelder richten Atomteilchen im Körper aus. Beim Zurückgleiten in den „freiwilligen“ Zustand senden die Teilchen Radiowellen, die mit Empfängerspulen gemessen werden.

Daraus berechnet ein Computer zahlreiche Schnittbilder durch den Körper des Patienten.


Hinweise zur Röntgenuntersuchung

Eine spezielle Vorbereitung der Untersuchung ist in der Regel nicht notwendig.
Vor der Untersuchung wird das zu untersuchende Körperteil entkleidet und es werden alle äußerlichen Gegenstände entfernt (z. B. BH-Bügel, Schmuckstücke usw.), um eine Überlagerung zu vermeiden. Hierbei helfen Ihnen gerne unsere Medizinisch-Technische Röntgenassistenten bzw. Assistentinnen (MTRA).

Die Untersuchungen werden im Stehen, Sitzen oder Liegen durchgeführt.
Die zu untersuchende Körperregion wird von dem bzw. der MTRA gelagert und positioniert.
Mittels einer Röntgenröhre werden Röntgenstrahlen erzeugt. Diese werden anschließend über Blendensysteme auf die zu untersuchende Körperregion eingegrenzt, so dass die übrigen Körperteile nicht dem Strahlenfeld ausgesetzt sind.
Zusätzlich werden die Eierstöcke und Hoden durch Bleischürzen abgedeckt, sofern dies möglich ist. Nach Eindringen der Strahlen in den Körper werden sie durch die verschiedenen Dichten des Gewebes mehr oder weniger stark abgeschwächt. Kompaktes Gewebe wie Knochen oder Fremdmaterialien wie Prothesen weisen eine sehr hohe Dichte auf und absorbieren einen hohen Strahlenanteil, während beispielsweise Lungengewebe auf Grund seines hohen Luftanteils nur eine geringe Absorption zeigt. Auf der gegenüberliegenden Seite verlassen die Strahlen den Körper und werden unterschiedlich abgeschwächt von einem Detektor erfasst, der die früher üblichen Filme ersetzt.  Es ist häufig nötig, weitere Aufnahmen in einer oder mehreren anderen Ebenen zu erstellen. So können Strukturen räumlich zugeordnet werden.


Hinweise zur Computertomographie

Die Computertomographie ist mit einer höheren Strahlenbelastung als Röntgenbilder verbunden. Daher muss ein fachkundiger Radiologie die Notwendigkeit der Untersuchung bestätigen und die Art der Durchführung festlegen, um je nach Fragestellung die sicherste Aussage bei gleichzeitig möglichst niedriger Strahlenbelastung zu erhalten.

Besonders bei Kindern und Schwangeren ist die Veranlassung einer Computertomographie gründlich zu überdenken und wird in einem dokumentierten Aufklärungsgespräch begründet. Ansonsten ist keine dokumentierte Aufklärung vor Röntgen- und Computertomographieuntersuchungen ohne Kontrastmittel notwendig.

Bei vielen Computertomographien kommt jodhaltiges Kontrastmittel zum Einsatz, welches über eine Vene eingebracht wird. Im Vorfeld und im Aufklärungsgespräch sollen vor allem folgende Fragen geklärt werden:

  • Liegt eine normale Nierenfunktion vor?
    Da der größte Teil des Kontrastmittels über die Nieren ausgeschieden wird, sollte ein aktueller Blutwert zur Abschätzung der Nierenfunktion vorliegen. Gegebenenfalls muss vor der Untersuchung die Nierenfunktion mittels Infusionen verbessert werden, um der Gefahr einer bleibenden Schädigung entgegenzuwirken. Auch ein Verzicht auf die Kontrastmittelgabe kann notwendig sein.
  • Liegt eine Schilddrüsenüberfunktion vor?
    Da das Kontrastmittel jodhaltig ist, könnte eine Schilddrüsenüberfunktion verstärkt werden. Bei bekannter Funktionsstörung der Schilddrüse sollten im Vorfeld aktuelle Schilddrüsenparameter bestimmt worden sein.
    Gegebenenfalls ist ein Verzicht auf das Kontrastmittel oder eine Blockung der Schilddrüsenfunktion erforderlich.
  • Besteht eine bekannte Allergie gegen jodhaltiges Kontrastmittel?
    Bei bekannten allergischen Reaktionen auf Kontrastmittel muss ebenfalls im Vorfeld eine gründliche Risikoabschätzung erfolgen. Gelegentlich ist eine Gabe von antiallergischen Medikamenten notwendig oder es muss auf das Kontrastmittel verzichtet werden.
  • Bei Kindern:
    Existiert eine Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten?
  • Bei Frauen:
    Besteht eine Schwangerschaft?
    Eine Untersuchung ist auch dann bei dringlicher Fragestellung möglich. Auf eine Minimierung der Belastung des ungeborenen Kindes wird geachtet. Im Fall einer Kontrastmittelgabe muss aber nach der Geburt die kindliche Schilddrüsenfuntkion kontrolliert werden.
  • Bei Diabetikern:
    Nehmen Sie Zuckertabletten mit Metformin ein?
    Wenn die Nierenfunktion normal oder leicht verringert ist, gibt es keine Einschränkungen. Ist die Nierenfunktion deutlich reduziert, muss das Metformin 2 Tage vor bis 2 Tage nach der Unterschung pausiert werden und eine Laborkontrolle erfolgen.

Sie sollten daher unbedingt vor der Untersuchung Ihrem behandelten Arzt oder dem aufklärenden Radiologen bekannte Vorerkrankungen mitteilen, um gegebenenfalls entsprechende Maßnahmen einzuleiten.

Untersuchungen des Kopfes, der Bandscheiben und Skelettanteile bedürfen keiner besonderen Vorbereitung.

Außer für spezielle Magenuntersuchungen brauchen Sie nicht nüchtern zu kommen. Eine leichte Kost und gute Versorgung mit Flüssigkeit ist sogar empfehlenswert.

Bei manchen Untersuchungen des Dickdarms ist es für die genauere Diagnostik sinnvoll, verdünntes Kontrastmittel als Einlauf zu geben. Dieser wird direkt auf der Untersuchungsliege durchgeführt und direkt nachher wieder abgelassen. Für andere Fragestellungen zum Magen-Darm-Traktes ist es gelegentlich notwendig, vor der Untersuchung über 2 Stunden verteilt 1 bis 1,5 Liter Flüssigkeit mit Kontrastmittel zu trinken, um die Strukturen des Magen-Darm-Traktes darzustellen. Der Geschmack wird gelegentlich als unangenehm empfunden. Sie dürfen aber auch zusätzlich andere Getränke zu sich nehmen.

Während der Untersuchung liegen Sie meist in Rückenlage, seltener in Bauchlage auf einer schmalen Liege, die sich langsam in die ringförmige Öffnung (Gantry) des Gerätes hineinbewegt. Die Gantry ist mit ca. 70 cm relativ weit und ringförmig (keine „Röhre“), weshalb Sie sich nicht eingeengt fühlen und keine Platzangst haben müssen. Während der Untersuchung können Sie über eine Wechselsprechanlage jederzeit mit dem Arzt bzw. der Röntgenassistentin sprechen, falls Probleme auftreten.

Die Untersuchung selbst ist völlig schmerzfrei und dauert je nach Aufwand 2 bis 10 Minuten. Sie sollten während der Untersuchung so entspannt und ruhig wie möglich liegen. Bei verschiedenen Untersuchungsprotokollen wird Ihnen eine automatische Stimme genaue Anweisungen für die Atmung geben. Bitte halten Sie sich daran, denn bei jeder Atmung können sich die inneren Organe anders darstellen. Insbesondere bei Untersuchungen des Halses sollte das Schlucken während der Aufnahme unterbleiben.

Während einer Kontrastmittelinjektion verspüren viele Patienten ein innerliches Wärmegefühl und es kann ein seltsamer metallischer Geschmack im Mund auftreten. Beides ist völlig harmlos und klingt nach kurzer Zeit wieder ab.


Hinweise zur Gefäßdiagnostik (Angiographie)

Sie werden auf Station in der Leiste rasiert, bekommen ein Krankenhausnachthemd und werden im Bett in die Radiologie gebracht. In eine Arm- oder Handvene wird eine Verweilkanüle gelegt, um notfalls Infusionen oder Medikamente einbringen zu können. Die Leisten werden rund um die Einstichstelle desinfiziert. Dann werden Sie mit sterilen Tüchern abgedeckt. Nach örtlicher Betäubung wird die Leistenarterie mit einer dünnen Nadel punktiert. Es kann aber auch eine Arterie am Arm punktiert werden. Über diese Nadel werden im nächsten Schritt ein Führungsdraht sowie nach Entfernung der Nadel über den Draht eine dünne Einführschleuse eingeführt. Über diese werden dann innerhalb der Gefäße verschiedene Drähte und Katheter bis in die Höhe des zu untersuchenden Gefäßes vorgeschoben. Dieses Vorschieben ist nicht schmerzhaft, da Blutgefäße in ihrem Inneren keine Schmerzempfindungszellen haben. Nach Entfernen des Führungsdrahtes kann dann durch schnelle Injektion eines jodhaltigen Kontrastmittels durch den Katheter das gewünschte Gefäßsystem dargestellt werden. Während der Aufnahme verspüren Sie ein kurzzeitiges Wärmegefühl. Sie sollten trotzdem absolut ruhig liegen bleiben und auf Aufforderung kurzzeitig die Luft anhalten. Nach der Untersuchung wird die Einstichstelle erst vom Arzt komprimiert, dann wird ein Druckverband angelegt, der mehrere Stunden belassen wird. Sie werden im Bett auf die Station transportiert und sollten nach Punktionen in der Leiste Bettruhe einhalten.

Im Rahmen einer Angiographie können aber auch Eingriffe – Interventionen – durchgeführt werden, um die Durchblutungssituation zu verbessern. Engstellen oder kurze Verschlüsse können mit Ballons geweitet werden. Dies heißt PTA (percutane transluminale Angioplastie). Dabei können auch .Ballons zum Einsatz kommen, die mit einem entzündungshemmenden und gegen Zellneubildung gerichteten Wirkstoff beschichtet sind (DEB= drug eluting balloons).

Es werden oft Stents eingebracht, die als festes oder flexibles Gittergeflecht das Gefäß weiten. Sie bleiben dauerhaft im Körper. Voraussetzung ist jeweils, dass es gelingt, mit einem Draht als Führungsschiene den erkrankten Gefäßabschnitt zu passieren.
Die Festlegung, bei welcher Gefäßsituation das jeweilige Verfahren zur Anwendung kommt, richtet sich nach den aktuellen Empfehlungen der Fachgesellschaften und wird gemeinsam mit den Gefäßchirurgen getroffen.

Die häufigste Komplikation ist ein Bluterguss an der Einstichstelle in die Arterie. Meist bildet dieser sich bald von alleine zurück. In seltenen schweren Fällen kann er sich aber auch entzünden oder so groß werden, dass eine Operation der Einstichstelle notwendig wird. Nervenverletzungen an der Einstichstelle sind ebenfalls sehr selten. Weitere die Risiken sind mit der Kontrastmittelgabe verbunden. Das Kontrastmittel ist das Gleiche, das bei der Computertomographie verwendet wird.

Die Risiken einer Nierenschädigung, einer Schilddrüsenüberfunktion und einer Allergie sind auf der Seite zur Computertomographie vermerkt. Bei Interventionen ergeben sich weitere Risiken, die im Aufklärungsgespräch ausführlich mit Ihnen besprochen werden. Um die Entscheidung zur Einwilligung ausreichend überdenken zu können, findet die Aufklärung in der Regel am Vortag oder bei der vorstationären Vorstellung statt.


Hinweise zur MRT (Kernspin, Magnetresonanztomographie)

In einem Aufklärungsgespräch wird Ihnen die Untersuchung geschildert. Vor allem muss abgeklärt werden, welche Metalle Sie am oder im Körper tragen. Magnetisches Material wie z. B. ein Metallsplitter kann sich im Magnetfeld verlagern oder erhitzen und so schwere Schäden verursachen.

Verboten sind:

  • fast alle Herzschrittmacher und Defibrillatoren
  • Insulinpumpen
  • Cochlearimplantate
  • lose Zahnprothesen
  • Medikamentenpflaster
  • Metallsplitter (kleine und vom untersuchten Körperteil weit entfernte sind unter Umständen möglich)
  • Glasaugen mit Magnet
  • Blasen-Dauerkatheter mit Temperatursonde
  • Penisimplantate/Penisprothesen
  • Fixateur externe

Auch nicht in den MRT-Raum gelangen dürfen natürlich Betten, Feuerlöschgeräte, Rollstühle, Werkzeug, Schlüssel, Geld, Handys, Haarspangen, normale Monitore und Beatmungsgeräte.

Potentiell gefährlich, aber nach entsprechender Aufklärung über Wärmeentwicklung mit Abbruch der Untersuchung erlaubt sind:

  • sehr alte orthopädische Implantate
  • große Tätowierungen
  • Permanent-Make-up
  • Mamma-Expander
  • Piercings mit unreinem Metall

Unterschiedlich im Verhalten und daher im Einzelfall zu recherchieren sind:

  • alte Aneurysma-Clips intracerebral
  • manche Herzklappen
  • manche Stapesplastiken
  • manche Ventrikulo-peritonealen Shunts (nachher Rö-Kontrolle und ggf. wieder einstellen lassen vom Neurochirurgen)
  • Diaphragma

Erlaubt sind:

  • Alle orthopädischen und fast alle neurochirurgischen Implantate (künstliche Hüften, Bandscheiben-OP), Gefäßclips, Hautklammern, Stents
  • Flexülen, normale Blasenkatheter
  • Ports
  • feste Zahnimplantate
  • reiner nicht magnetischer Edelstahl
  • Brustimplantate
  • Intrauterinpessar
  • Tympanoplastik
  • Event-Rekorder (z.B. Reveal DX Medtronic)
  • fast alle Herzklappen
  • Eine Schwangerschaft ist keine Kontraindikation. Komplikationen wurden bislang nicht beschrieben. Aus prinzipiellen Gründen soll die Untersuchung im ersten Schwangerschaftsdrittel besonders gut begründet sein.

Die Röhre ist eng. Wenn Sie unter „Platzangst“ leiden, teilen Sie dies bitte im Vorfeld mit, damit Sie sich den Raum erstmal probeweise ansehen und im Bedarfsfall beruhigende Medikamente erhalten können. Während der Untersuchung halten Sie eine Klingel in der Hand. Diese können Sie drücken, wenn Se die Untersuchung abbrechen wollen.

In der Kabine legen Sie alle Metallteile ab. Bei Bedarf erhalten Sie ein Krankenhaushemd von uns.

Sie werden auf der Untersuchungsliege gelagert, wobei häufig Empfängerspulen nahe am Körper angebracht werden. Bei Kopf- und Halsdarstellungen liegt der Kopf in einer Art Helm. Mit Hilfe eines Spiegels können Sie aber nach draußen schauen. Wichtig ist, dass Sie ruhig und stabil liegen können.

Für die Untersuchungsplanung müssen wir Ihr Gewicht eintragen.

Die Untersuchung ist sehr laut. Wir bieten Ihnen Ohrstöpsel an oder Kopfhörer.

Nach der Lagerung sind Sie allein im Raum, werden aber durch eine Glasscheibe beobachtet. Die Untersuchung dauert etwa 15 – 60 Minuten, je nach Fragestellung. Es wechseln sich laute Abschnitte mit ruhigeren Abschnitten ab. Bei manchen Untersuchungen bewegt sich auch die Liege längs durch das Gerät oder Sie erhalten Atemkommandos.

Die Magnetfelder sind energiereich. Besonders bei Wirbelsäulenuntersuchungen empfinden viele ein Wärmegefühl.

Bei einigen Fragestellungen erhalten Sie auch ein spezielles Kontrastmittel in eine Vene.


Häufig gestellte Fragen

Mit „Röntgen“ bezeichnet man gemeinhin den Einsatz von ionisierenden Strahlen für die Diagnosefindung in der Medizin. Dazu wird von einer Strahlenquelle aus (in der Regel ist das die Röntgenröhre) unter bestimmten Bedingungen eine kurze, momentane Strahlung ausgesendet, die im Bereich von Millisekunden liegt. Die Strahlen treten durch den Körper hindurch, treten auf der Gegenseite des Objektes aus und führen zu einer Abbildung des Objektes auf einem Film. Nach der ursprünglichen Methode wird der Film durch die auftreffenden Röntgenstrahlen in seinen chemischen Eigenschaften so verändert, dass nach einer speziellen Entwicklung des belichteten Röntgenfilmes ein Bild entsteht, ein „Röntgenbild“. Heute wird die vom Körper abgeschwächte Strahlung mit digitalen Folien oder direkt digital erfasst und zu Bildern weiterverarbeitet, die als Datensatz gespeichert werden können.

Falls Sie allergisch auf Kontrastmittel reagieren, kann es zu Reaktionen kommen. Zu nennen sind unter anderem: Brechreiz, Juckreiz, Hautausschlag und ähnliche leichte Reaktionen. Sie klingen in den meisten Fällen von selbst ab und bedürfen keiner weiteren Behandlung.

Extrem selten sind schwere allergische Schockreaktionen. Sie erfordern eine Behandlung im Krankenhaus und können zu bleibenden Schäden (z. B. Nierenversagen, Nervenlähmung) führen. Teilen Sie vor der Untersuchung bitte unbedingt mit, wenn bei Ihnen Kontrastmittel-Unverträglichkeiten, Asthma oder Heuschnupfen bekannt sind. Durch geeignete Medikamente kann einer allergischen Reaktion vorgebeugt werden.

Melden Sie bitte, wenn Sie während der Untersuchung etwas Außergewöhnliches an sich bemerken wie z. B. einen plötzlichen Niesreiz, Schwindel, Kopfschmerzen oder Übelkeit. Ein plötzliches Wärmegefühl und ein merkwürdiger Geschmack auf der Zunge sind normal und nicht als Allergie zu werten.

Das Kontrastmittel wird über die Nieren ausgeschieden und kann die Funktion vorgeschädigter Nieren vor allem bei Diabetespatienten weiter verschlechtern, im Extremfall bis zum vollständigen Ausfall der Nierenfunktion. Daher wird im Vorfeld die Nierenfunktion durch einen Blutwert (Kreatinin) abgeschätzt. Gegebenenfalls muss vor der Untersuchung die Nierenfunktion mittels Infusionen und Medikamenten verbessert werden, um der Gefahr einer bleibenden Schädigung entgegenzuwirken. Auch ein Verzicht auf die Kontrastmittelgabe kann notwendig sein.

Vor und nach einer Untersuchung mit Kontrastmittel ist es ratsam, viel zu trinken. Dadurch wird die Ausscheidung des Kontrastmittels beschleunigt. Ältere Patienten und solche mit Herz- und Kreislauferkrankungen sollten dies aber nur zurückhaltend betreiben und gegebenenfalls den Arzt fragen.

Das Kontrastmittel, das in Naumburg und Zeitz im MRT eingesetzt wird, ist auch bei schwer eingeschränkter Nierenfunktion und in jedem Alter zugelassen. Wie auf jedes Medikament kann man allergisch reagieren, dies ist aber extrem selten. In der Schwangerschaft ist es in Ausnahmefällen zugelassen. In der Stillzeit soll sicherheitshalber 2 Tage abgepumpt werden, da keine ausreichenden Erfahrungen vorliegen.

Röntgenstrahlen werden nicht gespeichert. Sie treten durch ein Objekt hindurch und werden von ihm abgelenkt oder geschwächt, sie verbleiben jedoch nicht in dem entsprechenden Objekt. Der Körper wird durch eine Röntgenaufnahme auch nicht selbst radioaktiv. Es entstehen keine schädigenden Wirkungen auf Kontaktpersonen.

Alle diagnostischen konventionellen Röntgenuntersuchungen liegen unabhängig von der Körperregion in einem unbedenklichen Dosisbereich. Auch mehrfache Untersuchungen über das Jahr verteilt gelten als unbedenklich. Bei starker Häufung (z. B. über Jahre hinweg mehrere Male pro Monat) muss das Risiko meist individuell eingeschätzt werden. Es ist abhängig von der untersuchten Region und der medizinischen Notwendigkeit.

Körperliche Schäden durch ionisierende Strahlung können auf zweierlei Art und Weise entstehen. Die sogenannte „deterministische Strahlenwirkung“ führt zum Absterben und Inaktivieren von Zellen. Sie entstehen nur bei einer sehr hohen Strahlendosis. Solche hohen Dosiswerte kommen in der Medizin nur bei einer Strahlentherapie von Tumoren zustande und sind dort beabsichtigt. In der Röntgendiagnostik werden solche Werte bei Weitem nicht erreicht. Sie liegen weit darunter und meistens sogar niedriger, als die Werte für die jährliche natürliche Strahlenexposition durch Strahlung von der Erde oder aus dem All. Eine Aufnahme der Arme oder Beine entspricht etwa der natürlichen Strahlenbelastung von 1,5 Tagen und eine Aufnahme der Lunge 3 Tagen „an der frischen Luft“. Eine Computertomographie kann aber – je nach Untersuchungsumfang –der natürlichen Belastung von Monaten bis 5 Jahren entsprechen.

Die „stochastische Strahlenwirkung“ besteht darin, dass ionisierende Strahlen zu einer Veränderung im Erbgut führen können. Der Körper kann solche Veränderungen im Erbgut zum Teil beheben und reparieren. Diese stochastischen Schäden sind jedoch nicht von einer bestimmten Dosis abhängig und können nicht vermieden werden. Sie können bei jeder Form von ionisierender Strahlung entstehen, auch durch die natürliche Strahlenexposition durch Erdstrahlung (sog. terrestrische Strahlung) oder kosmische Strahlung.

In unserem Körper gibt es Organe und Gewebe, die besonders strahlenempfindlich sind. Das sind vor allem solche Organe, die eine hohe Zellteilungsrate haben. Dazu gehören das blutbildende Knochenmark, die Keimdrüsen (Eierstock und Hoden), die Schilddrüse, die Brustdrüse und die Augenlinse. Vor allem die Keimdrüsen müssen nach Möglichkeit bei jeder konventionellen Röntgenaufnahme geschützt werden. Dazu wird vor der Röntgenaufnahme ein Bleiumhang als Schutz angelegt. Man kann sagen, dass die Strahlenbelastung durch eine konventionelle Röntgenuntersuchung abhängig von der Körperregion in den meisten Fällen vernachlässigbar gering ist.

Bei einer bestehenden Schwangerschaft sollte man grundsätzlich überdenken, ob eine Röntgenaufnahme notwendig ist. Die Entscheidung trifft der Arzt zusammen mit der Patientin, die nach einer ausführlichen Information und Aufklärung auch mit einer Unterschrift zustimmen soll. Für die Entscheidung ist vor allem der Zeitpunkt der Schwangerschaft und die Art der Röntgenuntersuchung (also welche Körperregion untersucht werden soll) ausschlaggebend. Vor allem in der 2. bis 15. Schwangerschaftswoche, in der Organe und das zentrale Nervensystem geformt werden, ist der Embryo besonders verletzlich. Zu einem späteren Zeitpunkt sind Schädigungen unwahrscheinlich. Missbildungen sind durch Röntgenuntersuchungen nicht hervorzurufen, wohl aber ein erhöhtes Leukämierisiko für das ungeborene Kind bei hoher Strahlenbelastung. Grundsätzlich wird – wie immer bei Röntgenaufnahmen – ein besonderer Bleischutz um Bauch und Becken der Patientin angelegt. Bei Aufnahmen der Hand, der Arme, des Fußes, der Sprunggelenke oder des Knies ist die Strahlenbelastung besonders gering, da auch das Körperteil in der Regel relativ schlank ist. Hier kann eine Aufnahme trotz bestehender Schwangerschaft unter Berücksichtigung des Obengenannten als unbedenklich gelten. Bei Aufnahmen der Brust, des Bauches oder der Wirbelsäule (vor allem der Lendenwirbelsäule) und des Beckens kommt es auf die Art der Erkrankung der Patientin an, um zu entscheiden, ob eine Röntgenuntersuchung notwendig ist oder eine alternative Methode zur Diagnosefindung zur Verfügung steht.

Die Strahlenbelastung der Computertomographie liegt allgemein deutlich überderjenigen der Röntgenaufnahmen. Besonders Untersuchungen des Bauches und der Lendenwirbelsäule sollten daher in der Schwangerschaft nur im Notfall durchgeführt werden. Die Strahlenbelastung des Kindes bei einer Schädeluntersuchung im CT ist sehr gering. Dennoch muss hier im Fall einer Schwangerschaft die Notwendigkeit der Untersuchung besonders gut begründet sein.

Manchmal kann die notwendige Diagnose auch mit Untersuchungsverfahren, die keine Röntgenstrahlen anwenden, geklärt werden wie zum Beispiel mit Ultraschall oder der Kernspintomographie (= Magnetresonanztomographie oder MRT). Besteht eine besondere Gefahr für Leib und Leben der Mutter, so sind Röntgenaufnahmen zur schnellen Sicherung einer Diagnose immer gerechtfertigt, um schnell eine geeignete Therapie einleiten zu können.

Das individuelle Risiko muss jeweils der Arzt in der speziellen Situation abschätzen. Ein Schwangerschaftsabbruch nach einer Röntgenuntersuchung ist nicht gerechtfertigt.

WEITERE INFORMATIONEN

Die Untersuchungen der Klinik für Radiologie erfolgen für alle stationären Fachabteilungen, die Krankenhausambulanzen und ambulante Selbstzahler sowie Privatversicherte.

Ambulante Arbeitsunfälle können auch nach Anweisung durch die behandelnden Fachkollegen ein CT oder MRT erhalten. Ambulante MRT-Untersuchungen für gesetzlich Krankenversicherte sind nicht möglich. Wenden Sie sich hierfür bitte an die Kollegen der Radiologischen Gemeinschaftspraxis oder andere niedergelassene Radiologen.

Die Ärzte des MVZ nutzen als Teilradiologen die Röntgentechnik der Abteilung.

Chefärztin
Dr. med. Linda Götz
Fachärztin für Radiologie
Telefon Naumburg (0 34 45) 72 17 00

Leitender Oberarzt
Dr. med. Hendrik Bergert
Facharzt für Radiologie/Neuroradiologe
Telefon Naumburg (0 34 45) 72 17 06

Oberärztin
Dipl.-Med. Silke Rudolph
Fachärztin für Radiologie
Telefon Zeitz (0 34 41) 740415

Fachärztinnen:
Dr. med. Christina Mory und Ulrike Thommessen

Assistenzarzt:
Die Stelle ist zurzeit nicht besetzt

Leitende MTRA Naumburg
Katrin Diebner
Telefon: (0 34 45) 72 17 19

Leitende MTRA Zeitz
Kerstin Böttger
Telefon: (0 34 41) 740414

Anmeldung Radiologie Naumburg
Telefon: (0 34 45) 72 17 10
Telefax (0 34 45) 72 17 02

Anmeldung Radiologie Zeitz
Telefon: (0 34 41) 740404
Telefax (0 34 41) 740413

LEISTUNGEN

Die Haupteinsatzgebiete der Röntgendiagnostik liegen heute in der Erkennung von krankhaften Veränderungen in der Lunge (z. B. Lungenentzündungen), der Beurteilung einer Herzinsuffizienz sowie in der Erkennung von Erkrankungen des Skelettsystems (z. B. Knochenbrüche).

Röntgenbilder eignen sich weiterhin zur Diagnostik des Magen-Darm-Traktes und der Venen (Phlebographie unter Durchleuchtungskontrolle).

Die entstehenden Bilder sind digital gespeichert und können von den mitbehandelnden Ärzten an jedem Computer des Klinikums eingesehen werden.

Unter ‚Weitere Informationen‘ ist der Untersuchungsablauf ausführlich dargestellt.

Die Computertomographie basiert auf dem Prinzip einer um den Patienten kreisenden Röntgenröhre, während sich der Untersuchungstisch langsam weiterbewegt.

Von Detektoren auf der Gegenseite werden die vom Gewebe des Patienten mehr oder weniger abgeschwächten Röntgenstrahlen erfasst und an einen Computer zur weiteren Bearbeitung weitergeleitet. Aus den Bilddaten können zusätzlich zu den Querschnittsbildern z. B. auch Aufsichtsbilder und 3-D-Bilder rekonstruiert werden.

Oft ist es notwendig, 50 bis 150 ml Kontrastmittel über eine Vene in das Blutgefäßsystem zu spritzen, um deutlichere Bilder zu erhalten oder um Blutgefäße, Entzündungen oder Tumore abgrenzen zu können. Einige Untersuchungen setzen die Gabe von Kontrastmittel voraus.

Jede Körperregion kann mit der Computertomographie untersucht werden.

Häufige Indikationen für eine Computertomographie sind:

  • Kopf: Diagnostik von Hirnblutungen und Schlaganfällen, Schädel-Hirn-Verletzungen, Hirntumore, degenerativen Veränderungen der Hirnsubstanz
  • Hals: Lokalisation und Ausdehnung von Tumoren, Verletzungen oder degenerativen Veränderungen der Halswirbelsäule, Darstellung von Gefäßen (z. B. Halsschlagader), Prozesse in den Nebenhöhlen
  • Brustkorb: Lokalisation und Ausdehnung von Lungentumoren, Darstellung der Lungenarterien (Lungenembolie), akute und chronische Entzündungen, Entfaltung der Lunge, Emphysem, Lungenfibrose, Darstellung der Hauptschlagader (Aorta), Traumata des Brustkorbs, Traumata oder degenerative Veränderungen der Brustwirbelsäule
  • Bauch: Erkrankungen der Oberbauchorgane, insbesondere von Leber, Bauchspeicheldrüse und Gallenwegen (z. B. Entzündungen, Tumore), Verletzungen der abdominellen Organe, Diagnostik des Magen-Darm-Trakts, Darstellung der großen Bauchgefäße, Verletzungen oder degenerative Veränderungen der Lendenwirbelsäule und des Beckens
  • Skelett: Verletzungen und degenerative Veränderungen des Skeletts einschließlich der Wirbelsäule

Unter ‚Weitere Informationen‘ ist der Untersuchungsablauf ausführlich dargestellt.

Für die Gefäßdiagnostik sind wir ein bedeutender Partner innerhalb des interdisziplinären Gefäßzentrums.

Es werden vor allem die Arterien des Bauches, der Beine und die Halsschlagadern sowie die Arterien der Arme und Dialyseshunts dargestellt.

In Zusammenschau mit der Gesamtsituation und den Beschwerden wird die bestmögliche Behandlungsstrategie festgelegt. Die enge Zusammenarbeit zwischen der Radiologie, der gefäßchirurgischen, inneren und neurologischen Abteilung gibt diagnostische und therapeutische Sicherheit.

In der DSA-Angiographie können durch Injektion von jodhaltigem Kontrastmittel die Gefäße des Körpers dargestellt werden.

Mit einer Röntgenröhre, die mehrere Bilder pro Sekunde aufnehmen kann, werden jeweils vor und während der Kontrastmittelgabe Aufnahmen angefertigt. Dabei werden die Bildinformationen in einem Computer abgespeichert und verarbeitet. Diese Bilder werden von einander abgezogen, so dass ein Subtraktionsbild entsteht, in dem die Gefäße ohne störenden Hintergrund abgrenzbar sind. Diese Technik heißt Digitale Substraktions Angiographie.

Aus dem Erscheinen des Kontrastmittels sowie der Art der Gefäßanfärbung lassen sich Stenosen (Einengungen) und Verschlüsse, krankhafte Gefäßerweiterungen sowie Thrombosen und austretendes Blut diagnostizieren.

Viele Gefäßerkrankungen können in Kathetertechnik durch Ballondehnung (PTA) und Gefäßstützen (Stents) mit gutem Erfolg therapiert werden.

Zum Behandlungsspektrum in diesem Spezialbereich zählen ebenso Thrombolysen (Auflösung von Gefäßverschlüssen) in verschlossenen Arterien und Bypässen.

Auch die Versorgung von aneurysmatisch erweiterten Schlagadern mit ummantelten Stents (EVAR) gehört zum Behandlungsspektrum unseres Teams.

Unter ‚Weitere Informationen‘ ist der Untersuchungsablauf ausführlich dargestellt.

In der Radiologie werden auch Eingriffe und Behandlungen unter Röntgenkontrolle durchgeführt. Der Schwerpunkt liegt hier bei der Gefäßdiagnostik mit den Möglichkeiten der Ballondehnung (PTA), Stents, Thrombolysen von Gefäßverschlüssen und der Versorgung von Erweiterungen der Bauchschlagader (EVAR).

Weitere interventionsradiologische Eingriffe erfolgen ebenfalls mit radiologischer Lagekontrolle, z. B.:

  • Peri-radikuläre Therapie PRT (gezielte Injektion direkt an die Nervenwurzeln zur Behandlung von Nervenkompressionsbeschwerden der Lendenwirbelsäule)
  • Infiltration der Facettengelenke bei degenerativen Erkrankungen der Lendenwirbelsäule zur Schmerztherapie
  • Herdbiopsien (Entnahme von Gewebeproben) in verschiedenen Organbereichen
  • Chemische Sympathikolysen und Ganglienblockaden bei schweren Durchblutungsstörungen der Beine
  • Abszessdrainagen und Fistelsondierungen
  • Präoperative Herdmarkierungen

Die Magnetresonanztomographie (MRT) – auch Kernspintomographie genannt – ist eine Untersuchungsmethode, die eine sehr genaue und differenzierte Darstellung aller Körperorgane und -gewebe liefert. Schon geringfügige Veränderungen im Körper, beispielsweise kleine Entzündungen, können auf diese Weise entdeckt werden.

Im Gegensatz zum Röntgenprinzip arbeitet die MRT nicht mit Röntgenstrahlen, sondern mit Magnetfeldern und Radiowellen. Die Elektromagneten werden in flüssigem Helium auf -270 Grad gekühlt für Stromfluss ohne Widerstand. Der Stromfluss in diesem „Supraleiter“ erzeugt Magnetfelder.

Starke wechselnde Magnetfelder richten Atomteilchen im Körper aus. Beim Zurückgleiten in den „freiwilligen“ Zustand senden die Teilchen Radiowellen, die mit Empfängerspulen gemessen werden.

Daraus berechnet ein Computer zahlreiche Schnittbilder durch den Körper des Patienten.


Hinweise zur Röntgenuntersuchung

Eine spezielle Vorbereitung der Untersuchung ist in der Regel nicht notwendig.
Vor der Untersuchung wird das zu untersuchende Körperteil entkleidet und es werden alle äußerlichen Gegenstände entfernt (z. B. BH-Bügel, Schmuckstücke usw.), um eine Überlagerung zu vermeiden. Hierbei helfen Ihnen gerne unsere Medizinisch-Technische Röntgenassistenten bzw. Assistentinnen (MTRA).

Die Untersuchungen werden im Stehen, Sitzen oder Liegen durchgeführt.
Die zu untersuchende Körperregion wird von dem bzw. der MTRA gelagert und positioniert.
Mittels einer Röntgenröhre werden Röntgenstrahlen erzeugt. Diese werden anschließend über Blendensysteme auf die zu untersuchende Körperregion eingegrenzt, so dass die übrigen Körperteile nicht dem Strahlenfeld ausgesetzt sind.
Zusätzlich werden die Eierstöcke und Hoden durch Bleischürzen abgedeckt, sofern dies möglich ist. Nach Eindringen der Strahlen in den Körper werden sie durch die verschiedenen Dichten des Gewebes mehr oder weniger stark abgeschwächt. Kompaktes Gewebe wie Knochen oder Fremdmaterialien wie Prothesen weisen eine sehr hohe Dichte auf und absorbieren einen hohen Strahlenanteil, während beispielsweise Lungengewebe auf Grund seines hohen Luftanteils nur eine geringe Absorption zeigt. Auf der gegenüberliegenden Seite verlassen die Strahlen den Körper und werden unterschiedlich abgeschwächt von einem Detektor erfasst, der die früher üblichen Filme ersetzt.  Es ist häufig nötig, weitere Aufnahmen in einer oder mehreren anderen Ebenen zu erstellen. So können Strukturen räumlich zugeordnet werden.


Hinweise zur Computertomographie

Die Computertomographie ist mit einer höheren Strahlenbelastung als Röntgenbilder verbunden. Daher muss ein fachkundiger Radiologie die Notwendigkeit der Untersuchung bestätigen und die Art der Durchführung festlegen, um je nach Fragestellung die sicherste Aussage bei gleichzeitig möglichst niedriger Strahlenbelastung zu erhalten.

Besonders bei Kindern und Schwangeren ist die Veranlassung einer Computertomographie gründlich zu überdenken und wird in einem dokumentierten Aufklärungsgespräch begründet. Ansonsten ist keine dokumentierte Aufklärung vor Röntgen- und Computertomographieuntersuchungen ohne Kontrastmittel notwendig.

Bei vielen Computertomographien kommt jodhaltiges Kontrastmittel zum Einsatz, welches über eine Vene eingebracht wird. Im Vorfeld und im Aufklärungsgespräch sollen vor allem folgende Fragen geklärt werden:

  • Liegt eine normale Nierenfunktion vor?
    Da der größte Teil des Kontrastmittels über die Nieren ausgeschieden wird, sollte ein aktueller Blutwert zur Abschätzung der Nierenfunktion vorliegen. Gegebenenfalls muss vor der Untersuchung die Nierenfunktion mittels Infusionen verbessert werden, um der Gefahr einer bleibenden Schädigung entgegenzuwirken. Auch ein Verzicht auf die Kontrastmittelgabe kann notwendig sein.
  • Liegt eine Schilddrüsenüberfunktion vor?
    Da das Kontrastmittel jodhaltig ist, könnte eine Schilddrüsenüberfunktion verstärkt werden. Bei bekannter Funktionsstörung der Schilddrüse sollten im Vorfeld aktuelle Schilddrüsenparameter bestimmt worden sein.
    Gegebenenfalls ist ein Verzicht auf das Kontrastmittel oder eine Blockung der Schilddrüsenfunktion erforderlich.
  • Besteht eine bekannte Allergie gegen jodhaltiges Kontrastmittel?
    Bei bekannten allergischen Reaktionen auf Kontrastmittel muss ebenfalls im Vorfeld eine gründliche Risikoabschätzung erfolgen. Gelegentlich ist eine Gabe von antiallergischen Medikamenten notwendig oder es muss auf das Kontrastmittel verzichtet werden.
  • Bei Kindern:
    Existiert eine Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten?
  • Bei Frauen:
    Besteht eine Schwangerschaft?
    Eine Untersuchung ist auch dann bei dringlicher Fragestellung möglich. Auf eine Minimierung der Belastung des ungeborenen Kindes wird geachtet. Im Fall einer Kontrastmittelgabe muss aber nach der Geburt die kindliche Schilddrüsenfuntkion kontrolliert werden.
  • Bei Diabetikern:
    Nehmen Sie Zuckertabletten mit Metformin ein?
    Wenn die Nierenfunktion normal oder leicht verringert ist, gibt es keine Einschränkungen. Ist die Nierenfunktion deutlich reduziert, muss das Metformin 2 Tage vor bis 2 Tage nach der Unterschung pausiert werden und eine Laborkontrolle erfolgen.

Sie sollten daher unbedingt vor der Untersuchung Ihrem behandelnden Arzt oder dem aufklärenden Radiologen bekannte Vorerkrankungen mitteilen, um gegebenenfalls entsprechende Maßnahmen einzuleiten.

Untersuchungen des Kopfes, der Bandscheiben und Skelettanteile bedürfen keiner besonderen Vorbereitung.

Außer für spezielle Magenuntersuchungen brauchen Sie nicht nüchtern zu kommen. Eine leichte Kost und gute Versorgung mit Flüssigkeit ist sogar empfehlenswert.

Bei manchen Untersuchungen des Dickdarms ist es für die genauere Diagnostik sinnvoll, verdünntes Kontrastmittel als Einlauf zu geben. Dieser wird direkt auf der Untersuchungsliege durchgeführt und direkt nachher wieder abgelassen. Für andere Fragestellungen zum Magen-Darm-Traktes ist es gelegentlich notwendig, vor der Untersuchung über 2 Stunden verteilt 1 bis 1,5 Liter Flüssigkeit mit Kontrastmittel zu trinken, um die Strukturen des Magen-Darm-Traktes darzustellen. Der Geschmack wird gelegentlich als unangenehm empfunden. Sie dürfen aber auch zusätzlich andere Getränke zu sich nehmen.

Während der Untersuchung liegen Sie meist in Rückenlage, seltener in Bauchlage auf einer schmalen Liege, die sich langsam in die ringförmige Öffnung (Gantry) des Gerätes hineinbewegt. Die Gantry ist mit ca. 70 cm relativ weit und ringförmig (keine „Röhre“), weshalb Sie sich nicht eingeengt fühlen und keine Platzangst haben müssen. Während der Untersuchung können Sie über eine Wechselsprechanlage jederzeit mit dem Arzt bzw. der Röntgenassistentin sprechen, falls Probleme auftreten.

Die Untersuchung selbst ist völlig schmerzfrei und dauert je nach Aufwand 2 bis 10 Minuten. Sie sollten während der Untersuchung so entspannt und ruhig wie möglich liegen. Bei verschiedenen Untersuchungsprotokollen wird Ihnen eine automatische Stimme genaue Anweisungen für die Atmung geben. Bitte halten Sie sich daran, denn bei jeder Atmung können sich die inneren Organe anders darstellen. Insbesondere bei Untersuchungen des Halses sollte das Schlucken während der Aufnahme unterbleiben.

Während einer Kontrastmittelinjektion verspüren viele Patienten ein innerliches Wärmegefühl und es kann ein seltsamer metallischer Geschmack im Mund auftreten. Beides ist völlig harmlos und klingt nach kurzer Zeit wieder ab.


Hinweise zur Gefäßdiagnostik (Angiographie)

Sie werden auf Station in der Leiste rasiert, bekommen ein Krankenhausnachthemd und werden im Bett in die Radiologie gebracht. In eine Arm- oder Handvene wird eine Verweilkanüle gelegt, um notfalls Infusionen oder Medikamente einbringen zu können. Die Leisten werden rund um die Einstichstelle desinfiziert. Dann werden Sie mit sterilen Tüchern abgedeckt. Nach örtlicher Betäubung wird die Leistenarterie mit einer dünnen Nadel punktiert. Es kann aber auch eine Arterie am Arm punktiert werden. Über diese Nadel werden im nächsten Schritt ein Führungsdraht sowie nach Entfernung der Nadel über den Draht eine dünne Einführschleuse eingeführt. Über diese werden dann innerhalb der Gefäße verschiedene Drähte und Katheter bis in die Höhe des zu untersuchenden Gefäßes vorgeschoben. Dieses Vorschieben ist nicht schmerzhaft, da Blutgefäße in ihrem Inneren keine Schmerzempfindungszellen haben. Nach Entfernen des Führungsdrahtes kann dann durch schnelle Injektion eines jodhaltigen Kontrastmittels durch den Katheter das gewünschte Gefäßsystem dargestellt werden. Während der Aufnahme verspüren Sie ein kurzzeitiges Wärmegefühl. Sie sollten trotzdem absolut ruhig liegen bleiben und auf Aufforderung kurzzeitig die Luft anhalten. Nach der Untersuchung wird die Einstichstelle erst vom Arzt komprimiert, dann wird ein Druckverband angelegt, der mehrere Stunden belassen wird. Sie werden im Bett auf die Station transportiert und sollten nach Punktionen in der Leiste Bettruhe einhalten.

Im Rahmen einer Angiographie können aber auch Eingriffe – Interventionen – durchgeführt werden, um die Durchblutungssituation zu verbessern. Engstellen oder kurze Verschlüsse können mit Ballons geweitet werden. Dies heißt PTA (percutane transluminale Angioplastie). Dabei können auch .Ballons zum Einsatz kommen, die mit einem entzündungshemmenden und gegen Zellneubildung gerichteten Wirkstoff beschichtet sind (DEB= drug eluting balloons).

Es werden oft Stents eingebracht, die als festes oder flexibles Gittergeflecht das Gefäß weiten. Sie bleiben dauerhaft im Körper. Voraussetzung ist jeweils, dass es gelingt, mit einem Draht als Führungsschiene den erkrankten Gefäßabschnitt zu passieren.
Die Festlegung, bei welcher Gefäßsituation das jeweilige Verfahren zur Anwendung kommt, richtet sich nach den aktuellen Empfehlungen der Fachgesellschaften und wird gemeinsam mit den Gefäßchirurgen getroffen.

Die häufigste Komplikation ist ein Bluterguss an der Einstichstelle in die Arterie. Meist bildet dieser sich bald von alleine zurück. In seltenen schweren Fällen kann er sich aber auch entzünden oder so groß werden, dass eine Operation der Einstichstelle notwendig wird. Nervenverletzungen an der Einstichstelle sind ebenfalls sehr selten. Weitere die Risiken sind mit der Kontrastmittelgabe verbunden. Das Kontrastmittel ist das Gleiche, das bei der Computertomographie verwendet wird.

Die Risiken einer Nierenschädigung, einer Schilddrüsenüberfunktion und einer Allergie sind auf der Seite zur Computertomographie vermerkt. Bei Interventionen ergeben sich weitere Risiken, die im Aufklärungsgespräch ausführlich mit Ihnen besprochen werden. Um die Entscheidung zur Einwilligung ausreichend überdenken zu können, findet die Aufklärung in der Regel am Vortag oder bei der vorstationären Vorstellung statt.


Hinweise zur MRT (Kernspin, Magnetresonanztomographie)

In einem Aufklärungsgespräch wird Ihnen die Untersuchung geschildert. Vor allem muss abgeklärt werden, welche Metalle Sie am oder im Körper tragen. Magnetisches Material wie z. B. ein Metallsplitter kann sich im Magnetfeld verlagern oder erhitzen und so schwere Schäden verursachen.

Verboten sind:

  • fast alle Herzschrittmacher und Defibrillatoren
  • Insulinpumpen
  • Cochlearimplantate
  • lose Zahnprothesen
  • Medikamentenpflaster
  • Metallsplitter (kleine und vom untersuchten Körperteil weit entfernte sind unter Umständen möglich)
  • Glasaugen mit Magnet
  • Blasen-Dauerkatheter mit Temperatursonde
  • Penisimplantate/Penisprothesen
  • Fixateur externe

Auch nicht in den MRT-Raum gelangen dürfen natürlich Betten, Feuerlöschgeräte, Rollstühle, Werkzeug, Schlüssel, Geld, Handys, Haarspangen, normale Monitore und Beatmungsgeräte.

Potentiell gefährlich, aber nach entsprechender Aufklärung über Wärmeentwicklung mit Abbruch der Untersuchung erlaubt sind:

  • sehr alte orthopädische Implantate
  • große Tätowierungen
  • Permanent-Make-up
  • Mamma-Expander
  • Piercings mit unreinem Metall

Unterschiedlich im Verhalten und daher im Einzelfall zu recherchieren sind:

  • alte Aneurysma-Clips intracerebral
  • manche Herzklappen
  • manche Stapesplastiken
  • manche Ventrikulo-peritonealen Shunts (nachher Rö-Kontrolle und ggf. wieder einstellen lassen vom Neurochirurgen)
  • Diaphragma

Erlaubt sind:

  • Alle orthopädischen und fast alle neurochirurgischen Implantate (künstliche Hüften, Bandscheiben-OP), Gefäßclips, Hautklammern, Stents
  • Flexülen, normale Blasenkatheter
  • Ports
  • feste Zahnimplantate
  • reiner nicht magnetischer Edelstahl
  • Brustimplantate
  • Intrauterinpessar
  • Tympanoplastik
  • Event-Rekorder (z.B. Reveal DX Medtronic)
  • fast alle Herzklappen
  • Eine Schwangerschaft ist keine Kontraindikation. Komplikationen wurden bislang nicht beschrieben. Aus prinzipiellen Gründen soll die Untersuchung im ersten Schwangerschaftsdrittel besonders gut begründet sein.

Die Röhre ist eng. Wenn Sie unter „Platzangst“ leiden, teilen Sie dies bitte im Vorfeld mit, damit Sie sich den Raum erstmal probeweise ansehen und im Bedarfsfall beruhigende Medikamente erhalten können. Während der Untersuchung halten Sie eine Klingel in der Hand. Diese können Sie drücken, wenn Se die Untersuchung abbrechen wollen.

In der Kabine legen Sie alle Metallteile ab. Bei Bedarf erhalten Sie ein Krankenhaushemd von uns.

Sie werden auf der Untersuchungsliege gelagert, wobei häufig Empfängerspulen nahe am Körper angebracht werden. Bei Kopf- und Halsdarstellungen liegt der Kopf in einer Art Helm. Mit Hilfe eines Spiegels können Sie aber nach draußen schauen. Wichtig ist, dass Sie ruhig und stabil liegen können.

Für die Untersuchungsplanung müssen wir Ihr Gewicht eintragen.

Die Untersuchung ist sehr laut. Wir bieten Ihnen Ohrstöpsel an oder Kopfhörer.

Nach der Lagerung sind Sie allein im Raum, werden aber durch eine Glasscheibe beobachtet. Die Untersuchung dauert etwa 15 – 60 Minuten, je nach Fragestellung. Es wechseln sich laute Abschnitte mit ruhigeren Abschnitten ab. Bei manchen Untersuchungen bewegt sich auch die Liege längs durch das Gerät oder Sie erhalten Atemkommandos.

Die Magnetfelder sind energiereich. Besonders bei Wirbelsäulenuntersuchungen empfinden viele ein Wärmegefühl.

Bei einigen Fragestellungen erhalten Sie auch ein spezielles Kontrastmittel in eine Vene.


Häufig gestellte Fragen

Mit „Röntgen“ bezeichnet man gemeinhin den Einsatz von ionisierenden Strahlen für die Diagnosefindung in der Medizin. Dazu wird von einer Strahlenquelle aus (in der Regel ist das die Röntgenröhre) unter bestimmten Bedingungen eine kurze, momentane Strahlung ausgesendet, die im Bereich von Millisekunden liegt. Die Strahlen treten durch den Körper hindurch, treten auf der Gegenseite des Objektes aus und führen zu einer Abbildung des Objektes auf einem Film. Nach der ursprünglichen Methode wird der Film durch die auftreffenden Röntgenstrahlen in seinen chemischen Eigenschaften so verändert, dass nach einer speziellen Entwicklung des belichteten Röntgenfilmes ein Bild entsteht, ein „Röntgenbild“. Heute wird die vom Körper abgeschwächte Strahlung mit digitalen Folien oder direkt digital erfasst und zu Bildern weiterverarbeitet, die als Datensatz gespeichert werden können.

Falls Sie allergisch auf Kontrastmittel reagieren, kann es zu Reaktionen kommen. Zu nennen sind unter anderem: Brechreiz, Juckreiz, Hautausschlag und ähnliche leichte Reaktionen. Sie klingen in den meisten Fällen von selbst ab und bedürfen keiner weiteren Behandlung.
Extrem selten sind schwere allergische Schockreaktionen. Sie erfordern eine Behandlung im Krankenhaus und können zu bleibenden Schäden (z. B. Nierenversagen, Nervenlähmung) führen. Teilen Sie vor der Untersuchung bitte unbedingt mit, wenn bei Ihnen Kontrastmittel-Unverträglichkeiten, Asthma oder Heuschnupfen bekannt sind. Durch geeignete Medikamente kann einer allergischen Reaktion vorgebeugt werden.
Melden Sie bitte, wenn Sie während der Untersuchung etwas Außergewöhnliches an sich bemerken wie z. B. einen plötzlichen Niesreiz, Schwindel, Kopfschmerzen oder Übelkeit. Ein plötzliches Wärmegefühl und ein merkwürdiger Geschmack auf der Zunge sind normal und nicht als Allergie zu werten.

Das Kontrastmittel wird über die Nieren ausgeschieden und kann die Funktion vorgeschädigter Nieren vor allem bei Diabetespatienten weiter verschlechtern, im Extremfall bis zum vollständigen Ausfall der Nierenfunktion. Daher wird im Vorfeld die Nierenfunktion durch einen Blutwert (Kreatinin) abgeschätzt. Gegebenenfalls muss vor der Untersuchung die Nierenfunktion mittels Infusionen und Medikamenten verbessert werden, um der Gefahr einer bleibenden Schädigung entgegenzuwirken. Auch ein Verzicht auf die Kontrastmittelgabe kann notwendig sein.

Vor und nach einer Untersuchung mit Kontrastmittel ist es ratsam, viel zu trinken. Dadurch wird die Ausscheidung des Kontrastmittels beschleunigt. Ältere Patienten und solche mit Herz- und Kreislauferkrankungen sollten dies aber nur zurückhaltend betreiben und gegebenenfalls den Arzt fragen.

Das Kontrastmittel, das in Naumburg und Zeitz im MRT eingesetzt wird, ist auch bei schwer eingeschränkter Nierenfunktion und in jedem Alter zugelassen. Wie auf jedes Medikament kann man allergisch reagieren, dies ist aber extrem selten. In der Schwangerschaft ist es in Ausnahmefällen zugelassen. In der Stillzeit soll sicherheitshalber 2 Tage abgepumpt werden, da keine ausreichenden Erfahrungen vorliegen.

Röntgenstrahlen werden nicht gespeichert. Sie treten durch ein Objekt hindurch und werden von ihm abgelenkt oder geschwächt, sie verbleiben jedoch nicht in dem entsprechenden Objekt. Der Körper wird durch eine Röntgenaufnahme auch nicht selbst radioaktiv. Es entstehen keine schädigenden Wirkungen auf Kontaktpersonen.

Alle diagnostischen konventionellen Röntgenuntersuchungen liegen unabhängig von der Körperregion in einem unbedenklichen Dosisbereich. Auch mehrfache Untersuchungen über das Jahr verteilt gelten als unbedenklich. Bei starker Häufung (z. B. über Jahre hinweg mehrere Male pro Monat) muss das Risiko meist individuell eingeschätzt werden. Es ist abhängig von der untersuchten Region und der medizinischen Notwendigkeit.

Körperliche Schäden durch ionisierende Strahlung können auf zweierlei Art und Weise entstehen. Die sogenannte „deterministische Strahlenwirkung“ führt zum Absterben und Inaktivieren von Zellen. Sie entstehen nur bei einer sehr hohen Strahlendosis. Solche hohen Dosiswerte kommen in der Medizin nur bei einer Strahlentherapie von Tumoren zustande und sind dort beabsichtigt. In der Röntgendiagnostik werden solche Werte bei Weitem nicht erreicht. Sie liegen weit darunter und meistens sogar niedriger, als die Werte für die jährliche natürliche Strahlenexposition durch Strahlung von der Erde oder aus dem All. Eine Aufnahme der Arme oder Beine entspricht etwa der natürlichen Strahlenbelastung von 1,5 Tagen und eine Aufnahme der Lunge 3 Tagen „an der frischen Luft“. Eine Computertomographie kann aber – je nach Untersuchungsumfang –der natürlichen Belastung von Monaten bis 5 Jahren entsprechen.

Die „stochastische Strahlenwirkung“ besteht darin, dass ionisierende Strahlen zu einer Veränderung im Erbgut führen können. Der Körper kann solche Veränderungen im Erbgut zum Teil beheben und reparieren. Diese stochastischen Schäden sind jedoch nicht von einer bestimmten Dosis abhängig und können nicht vermieden werden. Sie können bei jeder Form von ionisierender Strahlung entstehen, auch durch die natürliche Strahlenexposition durch Erdstrahlung (sog. terrestrische Strahlung) oder kosmische Strahlung.

In unserem Körper gibt es Organe und Gewebe, die besonders strahlenempfindlich sind. Das sind vor allem solche Organe, die eine hohe Zellteilungsrate haben. Dazu gehören das blutbildende Knochenmark, die Keimdrüsen (Eierstock und Hoden), die Schilddrüse, die Brustdrüse und die Augenlinse. Vor allem die Keimdrüsen müssen nach Möglichkeit bei jeder konventionellen Röntgenaufnahme geschützt werden. Dazu wird vor der Röntgenaufnahme ein Bleiumhang als Schutz angelegt. Man kann sagen, dass die Strahlenbelastung durch eine konventionelle Röntgenuntersuchung abhängig von der Körperregion in den meisten Fällen vernachlässigbar gering ist.

Bei einer bestehenden Schwangerschaft sollte man grundsätzlich überdenken, ob eine Röntgenaufnahme notwendig ist. Die Entscheidung trifft der Arzt zusammen mit der Patientin, die nach einer ausführlichen Information und Aufklärung auch mit einer Unterschrift zustimmen soll. Für die Entscheidung ist vor allem der Zeitpunkt der Schwangerschaft und die Art der Röntgenuntersuchung (also welche Körperregion untersucht werden soll) ausschlaggebend. Vor allem in der 2. bis 15. Schwangerschaftswoche, in der Organe und das zentrale Nervensystem geformt werden, ist der Embryo besonders verletzlich. Zu einem späteren Zeitpunkt sind Schädigungen unwahrscheinlich. Missbildungen sind durch Röntgenuntersuchungen nicht hervorzurufen, wohl aber ein erhöhtes Leukämierisiko für das ungeborene Kind bei hoher Strahlenbelastung. Grundsätzlich wird – wie immer bei Röntgenaufnahmen – ein besonderer Bleischutz um Bauch und Becken der Patientin angelegt. Bei Aufnahmen der Hand, der Arme, des Fußes, der Sprunggelenke oder des Knies ist die Strahlenbelastung besonders gering, da auch das Körperteil in der Regel relativ schlank ist. Hier kann eine Aufnahme trotz bestehender Schwangerschaft unter Berücksichtigung des Obengenannten als unbedenklich gelten. Bei Aufnahmen der Brust, des Bauches oder der Wirbelsäule (vor allem der Lendenwirbelsäule) und des Beckens kommt es auf die Art der Erkrankung der Patientin an, um zu entscheiden, ob eine Röntgenuntersuchung notwendig ist oder eine alternative Methode zur Diagnosefindung zur Verfügung steht.

Die Strahlenbelastung der Computertomographie liegt allgemein deutlich überderjenigen der Röntgenaufnahmen. Besonders Untersuchungen des Bauches und der Lendenwirbelsäule sollten daher in der Schwangerschaft nur im Notfall durchgeführt werden. Die Strahlenbelastung des Kindes bei einer Schädeluntersuchung im CTist sehr gering. Dennoch muss hier im Fall einer Schwangerschaft die Notwendigkeit der Untersuchung besonders gut begründet sein.

Manchmal kann die notwendige Diagnose auch mit Untersuchungsverfahren, die keine Röntgenstrahlen anwenden, geklärt werden wie zum Beispiel mit Ultraschall oder der Kernspintomographie (= Magnetresonanztomographie oder MRT). Besteht eine besondere Gefahr für Leib und Leben der Mutter, so sind Röntgenaufnahmen zur schnellen Sicherung einer Diagnose immer gerechtfertigt, um schnell eine geeignete Therapie einleiten zu können.

Das individuelle Risiko muss jeweils der Arzt in der speziellen Situation abschätzen. Ein Schwangerschaftsabbruch nach einer Röntgenuntersuchung ist nicht gerechtfertigt.

WEITERE INFORMATIONEN

Die Untersuchungen der Klinik für Radiologie erfolgen für alle stationären Fachabteilungen, die Krankenhausambulanzen und ambulante Selbstzahler sowie Privatversicherte.

Ambulante Arbeitsunfälle können auch nach Anweisung durch die behandelnden Fachkollegen ein CT oder MRT erhalten. Ambulante MRT-Untersuchungen für gesetzlich Krankenversicherte sind nicht möglich. Wenden Sie sich hierfür bitte an die Kollegen der Radiologischen Gemeinschaftspraxis oder andere niedergelassene Radiologen.

Die Ärzte des MVZ nutzen als Teilradiologen die Röntgentechnik der Abteilung.

Wir helfen!

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Saale-Unstrut Klinikum Naumburg

Humboldtstraße 31
06618 Naumburg
Telefon: (0 34 45) 72 – 0

Georgius-Agricola Klinikum Zeitz

Lindenallee 1
06712 Zeitz
Telefon: (0 34 41) 7 40 – 0

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Telefax: (0 34 45) 72 11 65

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Notaufnahme | Zeitz

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Telefax: (0 34 41) 74 04 98

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Wir sind für Sie da!

Vielen Dank für Ihr Vertrauen in unser Krankenhaus!
Unsere Notaufnahme ist sieben Tage in der Woche 24 Stunden lang für medizinische Notfälle geöffnet. Grundsätzlich weisen wir niemanden ab. Wir versuchen unser Möglichstes, um Sie in angemessener Zeit zu untersuchen und, falls notwendig, zu behandeln.

Wonach richtet sich die Wartezeit?
Jeder, der in unsere Notaufnahme kommt, wird möglichst umgehend erstuntersucht, um herauszufinden, wie dringlich der Versorgungsbedarf ist. Medizinische Notfälle werden als erste versorgt. Bei weniger starken Beschwerden und Schmerzen müssen Sie mit Wartezeiten rechnen. Diese können wir nicht beeinflussen, da wir neu eintreffende schwerwiegendere Notfälle vorziehen müssen.

Was ist ein Notfall?
Ein medizinischer Notfall besteht immer, wenn eine umgehende Behandlung erforderlich ist – etwa bei starker Atemnot, Bewusstlosigkeit, stark blutenden Wunden, Herzbeschwerden, Verdacht auf Schlaganfall, Lähmungserscheinungen, Schwangerschaftskomplikationen, Vergiftungen und starken Schmerzen.

Was passiert, wenn kein Notfall vorliegt?
Ergibt die Erstuntersuchung, dass kein akuter Notfall vorliegt, müssen wir Sie an einen Haus- oder Facharzt weiterverweisen. Die Behandlung ist nicht zeitkritisch und daher von niedergelassenen Ärzten in der Praxis zu erbringen. Der Gesetzgeber hat festgelegt, dass die Behandlung bei niedergelassenen Ärzten zu erfolgen hat und Krankenhäuser dafür nicht zuständig sind.

Was ist, wenn die Arztpraxen keine Sprechstunde haben?
In den sprechstundenfreien Zeiten, z.B. nachts sowie an Wochenenden und Feiertagen, steht der Notfalldienst der Kassenärztlichen Vereinigung unter Telefon 116 117 zur Verfügung.

Bitte gehen Sie mit Beschwerden, die keine umgehende Behandlung benötigen, während der regulären Sprechstundenzeiten zum Haus- oder Facharzt oder wenden Sie sich in den sprechstundenfreien Zeiten an den Notfalldienst der Kassenärztlichen Vereinigung unter 116 117!

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