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Gefäßchirurgie / Gefäßzentrum 2018-04-19T16:37:24+00:00

Gefäßchirurgie/Gefäßzentrum

Das Zentrum für Gefäßmedizin am Klinikum Burgenlandkreis wurde als eines der ersten in Sachsen-Anhalt von der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie (DGG) zertifiziert. Die Erstzertifizierung erfolgte im Jahr 2004.

Unter Leitung des Gefäßchirurgen Dr. med. Bernd Lobenstein entstand somit in enger Zusammenarbeit mit den angrenzenden Fachabteilungen der Radiologie, Inneren Medizin und Neurologie (Stroke Unit) sowie mehreren ambulanten Dialysezentren ein 39 Betten umfassendes interdisziplinäres Gefäßzentrum sowie ein Kompetenzzentrum für Shuntchirurgie im Raum Sachsen-Anhalt-Süd, welches die Therapie komplexer Gefäßerkrankungen ermöglicht.

Die Gefäßchirurgie umfasst  die operative, konservative und interventionelle Behandlung von Erkrankungen und Fehlbildungen der Blutgefäße. Darüber hinaus ermöglicht sie Dialysepatienten einen optimalen und bedarfsadaptierten Zugang zur Hämodialyse. Somit ist die Gefäßchirurgie die tragende Säule des Gefäßzentrums Naumburg.

Täglich und rund um die Uhr stehen alle erforderlichen Spezialisten des interdisziplinären Zentrums zur Verfügung, um Gefäßerkrankungen zu erkennen und einer individuellen, optimalen Behandlung zuzuführen.

Da im Gefäßteam alle Disziplinen präsent sind, die sich mit Gefäßerkrankungen befassen, ist gewährleistet, dass für jeden Patienten die für ihn optimale Therapievariante (Medikamente, Ballondehnung von Gefäßen, Operation) gewählt wird.

Dabei orientieren sich alle zum Einsatz kommenden Diagnostik- und Behandlungskonzepte an den aktuellen Empfehlungen und Leitlinien der verantwortlichen Fachgesellschaften.

Neben einer ständigen internen Qualitätskontrolle unterziehen wir uns seit Jahren freiwillig einer externen unabhängigen Überprüfung unserer Behandlungsergebnisse durch die Landesärztekammer sowie durch Qualitätsmanagementprojekte der Fachgesellschaften.

Weiterhin wird im Rahmen der integrierten Versorgung über das Gefäßzentrum eine ambulante Wundsprechstunde angeboten.

Ein für die Patienten nahtloser Übergang von der stationären Behandlung in eine ambulante Nachbetreuung wird über unsere gefäßchirurgische Sprechstunde in Kooperation mit den Hausärzten und niedergelassenen Fachärzten gewährleistet. Über unsere Sprechstunde garantieren wir eine permanente und langfristige Kontrolle, um frühzeitig Verschlechterungen des Krankheitsbildes zu erkennen.

Ein individuell patientenorientiertes  Entlassmanagement gewährleistet einen nahtlosen Übergang unserer Patienten von der stationären Behandlung in eine ambulante Nachbetreuung in enger Kooperation mit den Hausärzten, Fachärzten, Pflegediensten und Wundschwestern. Eine möglichst unkomplizierte und rasche Überleitung in die ambulante Nachsorge oder in eine Anschlussheilbehandlung wird organisiert.

Sowohl in Vorbereitung eines operativen Eingriffes als auch im Rahmen der anschließenden Nachbehandlung nutzen wir die Möglichkeiten unserer Physiotherapeutischen Abteilung.

Eine enge Zusammenarbeit mit Orthopädietechnikern und Orthopädieschuhmachern garantiert im Bedarfsfall eine zeitnahe Versorgung mit Orthesen, Prothesen oder orthopädischem Schuhwerk.

Regelmäßig stattfindende Informationsveranstaltungen für Interessierte und Betroffene wie z.B. Screeningtag Bauchaortenaneurysma, der Treffpunkt Gesundheit sowie der Gefäßtag runden das Angebot des Gefäßzentrums ab.

Mehr über unser Spektrum erfahren Sie unter Leistungen.

Chefarzt
Dr. med. Bernd Lobenstein
Facharzt für Chirurgie/Gefäßchirurgie

Sekretariat
Chefarztsekretärin: Tina Wolf
Sekretariat: Kathy Köhler
Telefon: (0 34 45) 72 11 03 oder 72 11 18
Telefax: (0 34 45) 72 11 04
Email:

Ltd. Oberarzt
Dr. med. Ingo Fiedler
Facharzt für Chirurgie/Gefäßchirurgie

Oberärztin
Dr. med. Wiltrud Spring
Fachärztin für Chirurgie/Gefäßchirurgie
Zusatzbezeichnung Chirurgische Intensivmedizin

Oberärztin
Dr. med. Claudia Hammerschmidt
Fachärztin für Chirurgie/Gefäßchirurgie
Zusatzbezeichnung Phlebologie/Endovasculäre Chirurgie

Stationsärztin
Dr. med. Eileen Koch
Fachärztin für Chirurgie/Gefäßchirurgie
Zusatzbezeichnung Hygienebeauftragter Arzt

Pavlo Akymenko
Ausbildungsassistent Gefäßchirurgie

Alexandra Angel Santamaria
Ausbildungsassistentin Gefäßchiurgie

Gefäßassistent
Steven Erdmann

Pflegerische Leitung
Beate Rothe

Station C4
Haus 2, 3. Obergeschoss
Telefon: (0 34 45) 72 11 40

Gefäßsprechstunde
Haus 3, EG

LEISTUNGEN

Arterielle Gefäßerweiterungen (Aneurysmen) bleiben meist trotz allmählich zunehmender Größe über lange Zeit symptomfrei. Die Hauptgefahr besteht darin, dass ein Aneurysma platzen kann (Ruptur), was im Falle der Körperhauptschlagader (Aorta) in vielen Fällen  zum Tod durch innere Verblutung führt. Es besteht allerdings auch die Gefahr, dass durch die Aneurysmen die Nachbarstrukturen (z. B. Nerven) geschädigt werden, oder dass Blutgerinnsel, die sich häufig  im Inneren eines solchen Aneurysmas befinden, mit dem Blutstrom weggespült werden und in verschiedenen Körperregionen wichtige Blutgefäße verstopfen.

Aus zahlreichen Studien weiß man, dass die Rupturgefahr eines Aneurysmas der Körperhauptschlagader (Aorta) bei einem Maximaldurchmesser unter 4 cm sehr gering ist, weshalb in solchen Fällen in der Regel die Erkrankung nur fachärztlich langfristig beobachtet wird.

Da ab einem Durchmesser von 5 cm bei Männern und 4,5 cm bei Frauen die Rupturgefahr deutlich ansteigt, sollte man ab diesem Zeitpunkt das Aneurysma der Bauchschlagader behandeln.

Ob auch Aneurysmen unterhalb dieser Grenzwerte operiert werden oder nicht, wird stets im Konsens mit dem Patienten unter Beachtung vieler Begleitumstände entschieden. Für die Behandlung eines Aortenaneurysmas stehen prinzipiell zwei OP-Verfahren zur Verfügung:

  • die konventionelle offene Operation oder
  • die interventionelle Implantation einer Stentprothese.

Bei der offenen Operation wird über einen Bauchschnitt das Aneurysma ausgeschaltet und durch eine Gefäßprothese aus Kunststoff (Y- oder Rohrprothese) ersetzt.

Bei der interventionellen Operation wird über zwei kleine Leistenschnitte eine Y-förmige Stentprothese über die Beckengefäße in der Aorta platziert und das Aneurysma somit vom Blutstrom ausgeschlossen.

Welches der beiden Verfahren zur Anwendung kommt, hängt von vielen Rahmenbedingungen wie z.B. Patientenalter, Begleiterkrankungen, individuelle Gefäßanatomie, eventuelle Voroperationen im Bauchraum, Wunsch des Patienten etc. ab.

Die Klinik für Gefäßchirurgie nimmt von Beginn an freiwillig am Qualitätssicherungsprojekt „Qualitätsmanagement Aortenaneurysma“ der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie im Rahmen der Qualitätskontrolle teil.

Durchblutungsstörungen der Beine werden in vier verschiedene Stadien unterteilt:

  • Stadium I der Beschwerdefreiheit
  • Stadium II mit Schmerzen beim Laufen, die beim Stehen nachlassen(sog. Schaufensterkrankheit)
  • Stadium III mit Ruheschmerzen im betroffenen Bein sowie
  • Stadium IV mit Nekrosen, Ulzerationen oder Geschwüren am betroffenen Bein

Die Therapie richtet sich immer nach dem Ausmaß der Durchblutungsstörungen.

Im Vordergrund steht natürlich auch die Behandlung der Risikofaktoren Rauchen, Fettstoffwechselstörungen, Diabetes und Bluthochdruck.

Im Stadium der Schaufensterkrankheit sollte stets mit Gehtraining, ggf. ergänzt durch Medikamente behandelt werden. Bei schmerzfreien Gehstrecken unter 200 m und bei hohem Leidensdruck des Patienten können Eingriffe am Gefäßsystem (Bypass, Ballonaufdehnung, Stentimplantation etc.) zur Anwendung kommen.

Im Stadium des Ruheschmerzes muss zur Vermeidung des Absterbens von Gewebe unbedingt versucht werden, durch einen Eingriff am Gefäßsystem die Durchblutung zu verbessern.

Im Stadium IV muss der gefäßrekonstruktive Eingriff durch die Entfernung des abgestorbenen Gewebes in Form einer sparsamen Amputation oder Wundsäuberung ergänzt werden.

  • Auflösung von Gerinnseln (Lysetherapie) in Zusammenarbeit mit der Klinik für Radiologie.
  • Wiederherstellen der Strombahn durch das Aufdehnen von Gefäßen mittels Ballonkathetern (PTA), ggf. ergänzt durch die zusätzliche Implantation von Metallgittern im Gefäß (Stent). Auch hier arbeiten wir eng mit der Klinik für Radiologie zusammen.
  • Gezielte Ausschaltung von Nerven, die zu einer Gefäßverengung beitragen (Sympaticolyse, perinervale Katheter).
  • Wiederherstellen der Strombahn durch einen operativen Eingriff (Ausschälplastik), bei dem das betroffene Gefäß eröffnet und der für den Verschluss verantwortliche Kalkplaque entfernt wird. Die anschließende Gefäßnaht erfolgt selten direkt, meist wird zur zusätzlichen Gefäßerweiterung ein ovalärer „Flicken“ (Patch) aus Kunststoff oder körpereigener Vene eingenäht. Im Anschluss an die Operation fließt das Blut somit wieder durch das ursprüngliche Gefäß.
  • Bypassverfahren sind in der Regel bei längeren Verschlussstrecken erforderlich. Voraussetzung hierfür ist einerseits ein qualitativ gutes Gefäßsegment oberhalb der Verschlussstrecke, von dem das Blut „abgezapft“ werden kann, andererseits aber auch ein ausreichend gutes Gefäß unterhalb der Verschlussstrecke, in welches das Bypassblut abgeleitet werden kann. Nach einer Bypassoperation fließt das Blut somit vom noch offenen Gefäß kurz vor dem Verschluss in den Bypass (Englisch: Bypass = Umleitung), um unterhalb der Verschlussstrecke wieder in das offene Beingefäß geleitet zu werden. Als Bypassmaterialien kommen sowohl körpereigene Venen als auch Ersatzgefäße aus Kunststoff routinemäßig zur Anwendung. Entscheidungskriterien hierfür sind zum einen die betroffene Gefäßregion, aber auch die vorgefundenen individuellen Gefäßverhältnisse.

Die operative Ausschälplastik mit zusätzlicher Gefäßerweiterung durch eine Patch gilt als Standard-Methode mit guten Behandlungsergebnissen und ausgezeichneten Langzeitresultaten. Über einen Schnitt an der betreffenden Halsseite wird  die Operation am verengten Gefäß durchgeführt. Der Eingriff ist nur wenig belastend und gewährleistet in der Regel eine sehr rasche Genesung.

In seltenen Fällen, die sich stets im Ergebnis der interdisziplinären Diskussion im Rahmen unseres Gefäßzentrums herauskristallisieren, bietet die Katheterbehandlung (Ballondehnung, Stentimplantation) Vorteile, weshalb auch diese Methode in unserem Zentrum zur Anwendung kommt.

Bei beiden Behandlungsmethoden kann es sehr selten zu Schlaganfällen im Rahmen des Eingriffs als Komplikation kommen. Die Gefahr eines Schlaganfalls bei Verengungen der Halsschlagader über ein kritisches Maß hinaus ist ohne Operation allerdings wesentlich höher!

Von Beginn an unterzieht sich die Klinik für Gefäßchirurgie einer freiwilligen Qualitätskontrolle bezüglich der Carotiseingriffe bei der Deutschen Gesellschaft für Gefäß­chirurgie bzw. der Landesärztekammer Sachsen-Anhalt.

  • Kompressionsbehandlung mit medizinischen Kompressionsstrümpfen unter Beachtung entsprechender Verhaltensregeln.
  • Verödungsbehandlung (Sklerosierung), d. h. Verschluss der betroffenen Venen durch ein in das Gefäß eingespritztes Medikament.
  • Operation der Krampfadern durch selektive Entfernung einzelner Seitenäste über winzige Hautschnitte mit gleichzeitiger gezielter Unterbindung defekter Venenklappen.
  • Operation der Krampfadern durch Venenstripping im Falle erkrankter Stammvenen.
  • Operation der Krampfadern durch Radiofrequenztherapie(VNUS), als minimalinvasive Behandlungsalternative bei oberflächlichem venösem Rückfluss. Hierbei wird durch den Einsatz radiofrequenter Energie Hitze erzeugt, die die erkrankte Stammvene verschließt und somit die Ursache bestehender Krampfadern behandelt.
  • Eingriffe bei Beingeschwüren („offenes Bein“): Nach Sicherung einer venösen Ursache der Erkrankung und erfolgloser Kompressions- und Wundbehandlung muss eine operative Sanierung der zugrunde liegenden Varikosis sowie eine Längsspaltung der bindegewebigen Muskelhülle des Unterschenkels in Erwägung gezogen werden.

Ergänzt wird dieser Eingriff in der Regel durch eine radikale Entfernung allen kranken Gewebes im Geschwür mit anschließender Deckung des Defektes durch eine Hautverpflanzung.

Die Kompressions- und Verödungsbehandlung wird stets im Rahmen der Gefäßsprechstunde ambulant durchgeführt. Die operativen Eingriffe mit Ausnahme der Behandlung der Unterschenkelgeschwüre können ebenfalls in der Regel ambulant erfolgen. Hierfür steht ein eigens für ambulante Operationen vorhandener OP- und Aufwachbereich zur Verfügung.
Im Anschluss an die Operationen muss für sechs Wochen ein Kompressionsstrumpf getragen werden (in der ersten Woche Tag und Nacht, weitere fünf Wochen nur tagsüber).

Bei Versagen beider Nieren ist eine künstliche Blutwäsche (Dialyse) für den betroffenen Patienten lebensnotwendig. Dabei muss über eine relativ großkalibrige Kanüle aus einer Vene Blut entnommen werden, welches dann in ein entsprechendes Gerät („künstliche Niere“) geleitet wird. Das dort gereinigte Blut wird dem venösen System anschließend über eine zweite Kanüle wieder zugeführt.

Um einerseits einen ausreichenden Blutfluss und damit eine effektive und schnelle Dialyse zu ermöglichen, andererseits die sehr empfindlichen Venen möglichst über Jahre punktierbar zu erhalten, wird operativ eine Kurzschlussverbindung zwischen einer Arterie und einer Vene angelegt.

Hierfür gibt es zwar eine Reihe von Standardoperationen, die bei den meisten Patienten auch Anwendung finden können. Bei schwierigen Gefäßsituationen sowie bei Patienten mit bereits zahlreichen entsprechenden Voroperationen werden an den Operateur allerdings hinsichtlich seiner Improvisationsfähigkeiten und Erfahrung hohe Anforderungen gestellt. In besonderen Fällen müssen auch Kunststoffersatzgefäße Anwendung finden und gelegentlich vorübergehend oder permanent erforderliche Dialysekatheter im Schulter- oder Halsbereich implantiert werden.

Da unsere Klinik für Gefäßchirurgie auf Grund sehr breiter, langjähriger Erfahrungen diesem hohen Maß an Anforderungen in vollstem Umfang gerecht wird, versorgen wir routinemäßig seit vielen Jahren mehrere Dialysezentren in Sachsen-Anhalt mit den erforderlichen Fistel- bzw. Shuntoperationen. Darüber hinaus sind wir auf diesem Spezialgebiet aber auch häufig Ansprechpartner für zahlreiche weitere Dialyseeinrichtungen im Falle spezieller Probleme bzw. Operationen.

Weitere Informationen erhalten Sie weiter unten.

Bei ausgeprägten Lymphödemen und/oder Lipödemen, die ambulant nicht beherrschbar sind, wird im Rahmen eines stationären Aufenthaltes eine komplexe Entstauungstherapie angeboten. Diese beinhaltet eine mehrfach täglich durchgeführte manuelle und maschinelle Lymphdrainage, eine individuell angepasste Kompressions- und Physiotherapie sowie eine professionelle Diätberatung.
Eine begleitende Ursachendiagnostik ist selbstverständlich. Natürlich erfolgt auch über die Gefäßsprechstunde eine ambulante Therapie und regelmäßige Kontrolle bei Patienten mit Lymphöden/Lipödemen.

WEITERE INFORMATIONEN

Das im Juni 2011 auf Empfehlung der niedergelassenen Nephrologen/Dialyseärzte des Landes Sachsen-Anhalt gegründete Kompetenzzentrum für Dialyseshuntchirurgie Sachsen-Anhalt-Süd ist eine interdisziplinäre Struktur innerhalb des Gefäßzentrums. In enger Zusammenarbeit der Kliniken für Gefäßchirurgie und Radiologie sowie mehreren Dialysezentren ist es das  Ziel des Shunt-Kompetenzzentrums, die Shuntversorgung in der Region zu verbessern. Im Shuntzentrum stehen alle modernen Diagnose- und Therapieverfahren zur Versorgung des nierenkranken Patienten mit einem guten Dialysezugang zur Verfügung. Für Notfälle und geplante Vorstellungen werden verbindliche Strukturen angeboten, die jeder zuweisende Arzt nach seinem Bedarf in Anspruch nehmen kann.

siehe auch Leistungen – Anlage von Dialysezugängen

Haus 3, Erdgeschoss

Im Rahmen dieser Ermächtigungssprechstunde untersucht und behandelt der Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie, Dr. med. B. Lobenstein Patienten mit Gefäßerkrankungen, bei denen keine stationäre Behandlung erforderlich ist. Es werden die einzelnen Krankheitsbilder  detailliert besprochen und die bestmöglichen Untersuchungs- und Behandlungsverfahren im Konsens mit dem Patienten ausgewählt.

Sie können sich unter der Telefon-Nummer (0 34 45) 72 20 00 bzw. 72 11 72 anmelden.

Sie benötigen einen fachärztlichen Überweisungsschein eines niedergelassenen Internisten, Chirurgen oder Hautarztes.

Bitte vergessen Sie nicht, eventuell vorhandene Vorbefunde sowie eine Auflistung Ihrer derzeitigen Medikamente mitzubringen.

Sprechzeiten

Montag 13.30 – 19.30 Uhr
Mittwoch 07.30 – 13.30 Uhr
Donnerstag 13.30 – 19.30 Uhr

Haus 2, 3. Etage, Klinik für Gefäßchirurgie, Untersuchungsraum

Für eine optimale Behandlung chronischer Wunden z. B. bei Ulcus cruris, Druckgeschwüren oder diabetischen Fußsyndromen wird im Rahmen der integrierten Versorgung eine ambulante Wundsprechstunde angeboten. Dabei wird für Patienten, die die entsprechenden Vorraussetzungen erfüllen, nach entsprechender Ursachendiagnostik ein optimaler Therapieplan für eine moderne Wundbehandlung erstellt, die dann unter häuslichen Bedingungen durch qualifizierte Partner im Sinne eines modernen Wundmanagements realisiert wird.  Gegenwärtig kann unsere Wundsprechstunde leider nur von Patienten in Anspruch genommen werden, die bei der AOK Sachsen-Anhalt versichert sind. Gemeinsam mit der Geschäftsleitung unseres Klinikums sind wir jedoch bemüht, auch anderweitig Versicherten den Zugang zur Wundsprechstunde zu ermöglichen.

Die Wundsprechstunde wird von Oberarzt Dr. med. I. Fiedler geleitet, eine Terminvereinbarung erfolgt unter der Telefonnummer (0 34 45) 72 11 03.

Sprechzeiten nach Vereinbarung

Wir helfen!

Sie haben weitere Fragen?

Saale-Unstrut Klinikum Naumburg

Humboldtstraße 31
06618 Naumburg
Telefon: (0 34 45) 72 – 0

Georgius-Agricola Klinikum Zeitz

Lindenallee 1
06712 Zeitz
Telefon: (0 34 41) 7 40 – 0

Wir helfen!

Sie haben weitere Fragen?

Was ist ein Notfall?

+ Schwere & lebensbedrohliche Erkrankungen

+ Bei Verdacht auf Schlaganfall, Herzinfarkt:
Rettungsdienst unter Tel. 112 kontaktieren!

+ Beispiele: Unfall-, Brandverletzung / Trauma, Knochenbrüche / Hoher Blutverlust / Kopfverletzung / Vergiftung, Sepsis / Herzinfarkt, Hirninfarkt

Notaufnahme | Naumburg

Notaufnahme (Akutversorgung)
Haus 3, Erdgeschoss
Telefon: (0 34 45) 72 11 60
Telefax: (0 34 45) 72 11 65

Aufnahmestation (10 Betten)
Haus 2, Erdgeschoss
Telefon: (0 34 45) 72 20 20

Notaufnahme | Zeitz

Notaufnahme (Akutversorgung)
Hausteil 200, Erdgeschoss
Telefon: (0 34 41) 74 04 41
Telefax: (0 34 41) 74 04 98

Aufnahmestation (10 Betten)
Haus 2, Erdgeschoss
Telefon: (0 34 45) 72 20 20

Wir sind für Sie da!

Vielen Dank für Ihr Vertrauen in unser Krankenhaus!
Unsere Notaufnahme ist sieben Tage in der Woche 24 Stunden lang für medizinische Notfälle geöffnet. Grundsätzlich weisen wir niemanden ab. Wir versuchen unser Möglichstes, um Sie in angemessener Zeit zu untersuchen und, falls notwendig, zu behandeln.

Wonach richtet sich die Wartezeit?
Jeder, der in unsere Notaufnahme kommt, wird möglichst umgehend erstuntersucht, um herauszufinden, wie dringlich der Versorgungsbedarf ist. Medizinische Notfälle werden als erste versorgt. Bei weniger starken Beschwerden und Schmerzen müssen Sie mit Wartezeiten rechnen. Diese können wir nicht beeinflussen, da wir neu eintreffende schwerwiegendere Notfälle vorziehen müssen.

Was ist ein Notfall?
Ein medizinischer Notfall besteht immer, wenn eine umgehende Behandlung erforderlich ist – etwa bei starker Atemnot, Bewusstlosigkeit, stark blutenden Wunden, Herzbeschwerden, Verdacht auf Schlaganfall, Lähmungserscheinungen, Schwangerschaftskomplikationen, Vergiftungen und starken Schmerzen.

Was passiert, wenn kein Notfall vorliegt?
Ergibt die Erstuntersuchung, dass kein akuter Notfall vorliegt, müssen wir Sie an einen Haus- oder Facharzt weiterverweisen. Die Behandlung ist nicht zeitkritisch und daher von niedergelassenen Ärzten in der Praxis zu erbringen. Der Gesetzgeber hat festgelegt, dass die Behandlung bei niedergelassenen Ärzten zu erfolgen hat und Krankenhäuser dafür nicht zuständig sind.

Was ist, wenn die Arztpraxen keine Sprechstunde haben?
In den sprechstundenfreien Zeiten, z.B. nachts sowie an Wochenenden und Feiertagen, steht der Notfalldienst der Kassenärztlichen Vereinigung unter Telefon 116 117 zur Verfügung.

Bitte gehen Sie mit Beschwerden, die keine umgehende Behandlung benötigen, während der regulären Sprechstundenzeiten zum Haus- oder Facharzt oder wenden Sie sich in den sprechstundenfreien Zeiten an den Notfalldienst der Kassenärztlichen Vereinigung unter 116 117!

Sie helfen uns damit, dass sich unser Notaufnahmepersonal um akute Notfälle kümmern kann und dass unnötige Wartezeiten vermieden werden.

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