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Allgemein- und Viszeralchirurgie 2018-06-25T13:46:42+00:00

Allgemein- und Viszeralchirurgie

Neben der Vielzahl allgemeinchirurgischer Eingriffe umfasst das Spektrum der Fachabteilung vorrangig die Operationen an den inneren Organen. Viszeralchirurgie ist die Chirurgie an den Eingeweiden. Wir bieten Ihnen die Möglichkeit, nahezu alle Eingriffe, einschließlich onkologischer Operationen (Tumoroperationen), bei uns durchführen zu lassen.

Bei unserer Arbeit orientieren wir uns an aktuellsten medizinischen Standards. Unsere OP-Säle, Behandlungsräume und Stationen sind hochmodern ausgestattet. Sowohl für die Diagnostik, als auch für die operativen Eingriffe, stehen moderne Instrumentarien  zur Verfügung. Beispielhaft sind hier Ultraschallskalpell, Messgerät für Nervenimpulse (Neuromonitoring), minimal-invasive Instrumente, Video-Fernsehkette und modernste Geräte zur Gewebeversiegelung zu nennen.

Minimal-invasive Operationstechniken (Schlüssellochchirurgie) sind schonend durchführbar und in der Regel schmerzarm. Deshalb werden diese Methoden so häufig wie möglich praktiziert. Der Anteil dieser sogenannten laparoskopischen Operationen steigt stetig. Bei der Entfernung der Gallenblase, des Blinddarmes sowie bei Bruchoperationen sind sie Routine, aber auch bei verschiedenen Eingriffen am Magen und Darm wird diese Methode angewendet.

Weitere Schwerpunkte unserer Tätigkeit sind Operationen an der Schilddrüse, die Hernienchirurgie (Bruchoperationen aller Art) sowie hochqualifizierte Krebsoperationen. Nicht zuletzt sei auf die Behandlungsmöglichkeiten proktologischer Erkrankungen hingewiesen (Erkrankungen des Enddarmes und der Afterregion). In diesen Fällen lassen sich die für den Patienten in der Regel sehr unangenehmen Beschwerden nur durch eine Operation beseitigen oder zumindest lindern.

Nicht immer ist eine Operation mit einem stationären Aufenthalt verbunden. Bei geeigneten Patienten können verschiedenste Eingriffe ambulant durchgeführt werden. In unseren Indikationssprechstunden beraten wir Sie diesbezüglich.

Bei der Behandlung chirurgisch erkrankter Kinder wird eine enge Zusammenarbeit mit den Kinderärzten unseres Hauses gepflegt. Somit ist auch für eine kindgerechte Unterbringung unserer „kleinen Patienten“ in der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin gesorgt.

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Chefarzt
Dr. med. Thomas Bolle
Facharzt für Chirurgie/Viszeralchirurgie – Spezielle Viszeralchirurgie

Oberarzt
MU Dr. Daniel Bago
Facharzt für Allgemein- und Viszeralchirurgie

Oberarzt
Michele Fiordaliso
Facharzt für Allgemeinchirurgie

Sekretariat
Marlies Heyna
Telefon:      (0 34 41) 74 03 01
Telefax:      (0 34 41) 74 04 95
Email:         allgemeinchirurgie@klinikum-zeitz.de

Station AC 
Hausteil 400, 1.Obergeschoss
Telefon: (0 34 41) 74 03 05

Pflegerische Leitung
Kathleen Grosse

Stomaschwester
Sibylle Grigore
betreut Patienten mit einem künstlichen Darmausgang
Beauftragte für Wundmanagement

LEISTUNGEN

Unter dem Begriff „Minimal-invasive Chirurgie“ versteht man Operationstechniken, die über eine Bauchspiegelung (Laparoskopie) durchgeführt werden. Über kleine Hautschnitte bringt man eine Optik, die über eine Kamera mit einem Bildschirm verbunden ist, und spezielle Instrumente in die Bauchhöhle ein. Damit genügend Raum für die Operation besteht, wird die Bauchhöhle mit Kohlendioxid gefüllt und damit aufgedehnt. Die Vorteile der minimal-invasiven Chirugie im Vergleich zur konventionellen Methode mit Bauchschnitten sind kleine, kaum sichtbare Narben, weniger Schmerzen, ein kürzerer Krankenhausaufenthalt und eine schnellere Erholung.

Folgende Operationen sind für diese Technik besonders gut geeignet:

  • Entfernung der Gallenblase beim Gallensteinleiden
  • Versorgung von Leistenbrüchen und Narbenbrüchen
  • Blinddarmentfernung auch bei der akuten Entzündung
  • Antirefluxchirurgie am Magen (verhindert das Zurückfließen von Magensäure in die Speiseröhre)
  • Entfernung von Dickdarmabschnitten
  • Entfernung von Verwachsungen
  • Unterbindung von Krampfadern des Venengeflechts um den Samenstrang zum Hoden

Durch die Ausstattung mit modernen Elektrochirurgiegeräten und Ultraschallmessern ist es möglich, sehr blutsparend Gewebe und Organe zu durchtrennen und wieder zu verschweißen.
Blutsparende Operationsmethoden sind in vielerlei Hinsicht von großer Bedeutung für den Patienten. Auch Operationen, die die Eröffnung beider Körperhöhlen (Bauchraum und Brustraum) erforderlich machen, nehmen wir vor.

Im Mittelpunkt steht hier die Behandlung bösartiger Tumorerkrankungen:

  • des Magens
  • des Darms
  • der Gallenblase und der Gallenwege
  • der Leber
  • der Bauchspeicheldrüse
  • der Speiseröhre

Einen besonderen Schwerpunkt stellt die Chirurgie der endokrinen Organe dar, speziell der Schilddrüse, der Nebenschilddrüse und der Nebenniere.
Bei der Versorgung gutartiger und bösartiger Erkrankungen der Schilddrüse kommt zur Darstellung der Stimmbandnerven routinemäßig das sogenannte Neuromonitoring zum Einsatz. Die sichere Identifizierung des Stimmbandnervs mit diesem elektronischen Gerät minimiert das Risiko einer Nervenverletzung erheblich. Die Operation führen wir mit Lupenbrille in mikrochirurgischer Technik bluttrocken aus.
Bei Dialysepatienten kann sich ein sogenannter sekundärer Hyperparathyreoidismus entwickeln. Dabei kommt es zur Vergrößerung aller Nebenschilddrüsen. In diesen Fällen kann man dem Patienten durch Entfernung der Nebenschilddrüsen und Replantation eines Restes helfen. Diese Operation führen wir unter intraoperativer Kontrolle des Parathormonspiegels durch.
Auch beim primären Hyperparathyreoidismus helfen wir dem Patienten durch Entfernung des Nebenschilddrüsentumors.

Bei Erkrankungen der Lunge, speziell bei Lungenverletzung, wird thorakoskopisch, d. h. ohne Schnitteröffnung des Brustkorbs, die Behandlung minimalinvasiv durchgeführt.

In vielen Fällen lassen sich die für den Patienten in der Regel sehr unangenehmen Beschwerden nur durch eine Operation beseitigen oder zumindest lindern. Wir führen Eingriffe am After bei Hämorrhoiden, Fisteln, Fissuren, Abszessen, Thrombosen und Vorfällen des Darmes durch.

  • Bei Infektionen der Haut und der Weichteile insbesondere bei der Ausbildung von Eiteransammlungen ist neben einer medikamentösen chirurgischen Therapie auch ein operativesVorgehen erforderlich.
  • Haut und Weichteiltumoren, auch bösartige, werden bei uns operativ behandelt, z.T. auch unter Einsatz der sentinel-node Detektion, wobei schonend sogenannte Wächterlymphknoten nach entsprechender Markierung entfernt werden.
  • Störende Narbenzüge können im Rahmen der plastischen Chirurgie korrigiert werden.
  • Im Rahmen der Handchirurgie versorgen wir die Dupuytrensche Kontraktur, Nervenkompressionssyndrome und den schnellenden Finger.
  • Kleine Patienten versorgen wir im Rahmen der Kinderchirurgie bei Vorhautverengung, Hodenhochstand, Leistenbrüchen und Blinddarmentzündungen. Die Kinder werden auf der Kinderstation untergebracht und zusätzlich von Fachärzten für Kinderheilkunde und ausgebildeten Kinderkrankenschwestern versorgt.

Viele Operationen können auch ambulant durchgeführt werden, wenn der Gesundheitszustand des Patienten das zulässt, z.B. wenn keine Nebenerkrankungen des Herz-Kreislaufsystems bestehen und wenn eine zuverlässige häusliche Versorgung garantiert ist:

  • Eingriffe am After (Hämorrhoiden, Fisteln, Fissuren)
  • Nabelbrüche, Leistenbrüche, Wasserbrüche, kleinere Bauchwandbrüche
  • Handchirurgische Operationen
  • Operationen an Haut/Körperoberfläche
WEITERE INFORMATIONEN

Einweisersprechstunde Hausteil 200, Erdgeschoss
Dienstag zwischen 10.00 und 14.00 Uhr

Die Patienten werden vom Chefarzt persönlich über die Behandlungsmöglichkeiten und das geplante operative Vorgehen informiert.
Eine Überweisung und Anmeldung ist nicht erforderlich.

Privatsprechsprechstunde Chefarzt Dr. Bolle
nach telefonischer Vereinbarung im Kliniksekretariat bei Frau Heyna
Telefon: (0 34 41) 74 03 01

Terminvereinbarung zur Operation

  • Die Terminvereinbarung zur Operation und stationären Aufnahme erfolgt in der Regel in der Einweisersprechsunde
  • Bei Direkteinweisung durch den Hausarzt vereinbaren Sie bitte einen Operationstermin im Chefarztsekretariat
    Telefon: (0 34 41) 74 03 01

Wichtige Informationen bezüglich Ihres Aufenthaltes erhalten Sie ebenfalls in der Einweisersprechstunde.

Sie werden einer eingehenden körperlichen Untersuchung unterzogen, Laborwerte werden abgenommen, Röntgenuntersuchungen, EKG, ggf. Sonographie werden durchgeführt. Das wird einige Zeit in Anspruch nehmen, um Sie sorgfältig auf die OP vorzubereiten. Hilfreich ist, dass Sie Ihre Medikamente zur Ansicht bzw., die aktuelle Medikamentenverordnung mitbringen und aktuelle Befunde der Voruntersuchungen (Herzbefunde, von Koloskopie, Gastroskopie usw.) mitbringen. Diese Voruntersuchung erfolgt in der Regel einen Werktag vor dem geplanten OP-Tag außer Samstag. Sie erscheinen bitte gegen 10.00 Uhr auf der Station AC und sollten nicht nüchtern sein, dürfen also frühstücken. Im Anschluss werden Sie dem Anästhesisten vorgestellt und dürfen danach wieder nach Hause gehen.

Sie kommen bitte um 7.00 Uhr nüchtern am OP-Tag auf die Station AC zur Aufnahme und OP-Vorbereitung. Dann erfolgt die OP je nach OP-Plan.

Die stationären Patienten, die erst an einem späteren Tag operiert werden sollen, kommen am Aufnahmetag nicht nüchtern gegen 10.00 Uhr zur OP-Vorbereitung und werden in der Regel am nächsten Tag operiert.

In der Einweisersprechstunde erhalten Sie Informationen über Medikamente, die vor Operationen abgesetzt werden müssen. Das sind Blutgerinnungshemmer (ASS, Plavix Falithrom) und einige Diabetesmedikamente (wie z.B. Metformin)

Spezielle Tumorchirurgie des Enddarms (TEM, TME)
Mit Hilfe der transanalen endoskopischen Mikrochirurgie (TEM) sind wir in der Lage, größere gutartige Geschwülste des Enddarms, aber auch bösartige Tumoren im Frühstadium schonend zu entfernen. Diese sehr hochentwickelte Technik erlaubt es, die Tumoren ohne Eröffnung des Bauchraumes und ohne Anlage eines künstlichen Darmausganges zu entfernen. Wir verwenden dazu ein Gerät, das durch den Anus (normaler Darmausgang) eingeführt wird. Durch diesen Operationskanal wird der Tumor dargestellt und abgetragen. Je nach Notwendigkeit werden ein Darmwandsegment vollständig oder nur bestimmte Schichten der Darmwand entfernt. Die Ränder werden mit kleinsten Instrumenten wieder dicht vernäht. Durch ein besonderes Lupensystem ist es möglich, die Operation unter starker Vergrößerung durchzuführen. Die Patienten können nach wenigen Tagen aus der stationären Behandlung entlassen werden.

Bei bösartigen Tumoren des Mastdarms, bei denen die TEM nicht mehr möglich ist, erfolgt die Entfernung des betroffenen Mastdarmabschnittes unter Mitnahme des Lymphgewebes, der Lymphknoten und des umgebenden Gewebes unter spezieller Schonung der Nervenfasern, die für die Funktion der Harnblase und der Geschlechtsfunktion notwendig sind.

Tumorchirurgie der Speiseröhre
Bei Patienten mit Speiseröhrenkrebs führen wir eine vollständige Entfernung der Speiseröhre, einschließlich der umliegenden Lymphknoten, des Lymphstranges und einer Vene durch.
Aus dem verbleibenden Magen bilden wir einen Schlauch, der die fehlende Speiseröhre vom Hals bis in den Bauchraum überbrückt. Dazu werden der Brustkorb, der Bauchraum und der Hals eröffnet. Wir legen sehr großen Wert auf die genaue Entfernung der Lymphknoten und des Umgebungsgewebes, weil davon die Langzeitprognose des Patienten im entscheidenden Maße abhängt.

Pankreaschirurgie
Bei Patienten mit Tumoren der Bauchspeicheldrüse, aber auch bei entzündlichen Veränderungen die häufig mit chronischen Schmerzen einhergehen, führen wir Resektionen und Drainageoperationen oder beides in Kombination durch. Bei Karzinomen des Pankreaskopfes wenden wir die kephale partielle Duodenopankreatektomie nach Kausch-Whipple an oder führen die Pankreaskopfresektion in ihrer pyloruserhaltenden Version als Technik nach Traverso-Longmire aus. Auch bei organüberschreitendem Wachstum z.B. mit Infiltration in die Pfortader nehmen wir eine Erweiterung der Operation nach Fortner unter Mitentfernung von Pfortadersegmenten vor. Bei benignen Prozessen des Pankreaskopfes ist uns die duodenumerhaltende Pankreaskopfresektion in der Technik nach Beger oft möglich. Bei chronisch entzündlichen Prozessen wenden wir die Verfahren nach Partington-Rochelle, eine laterale Drainageoperation, das Verfahren nach Itzbicki, eine laterale Drainageoperation mit zusätzlicher V-förmiger Parenchymresektion, oder die Technik nach Frey, eine Kombination von duodenumerhaltender Pankreaskopfresektion und lateraler Drainageoperation an.

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Chefarzt
Dr. med. Albrecht Brunk
Facharzt für Chirurgie mit der Schwerpunktanerkennung spezielle Viszeralchirurgie
Zusatzbezeichnung Phlebologe

Sekretariat
Anne-Kathrin Zanke
Telefon:  (0 34 45) 72 11 01
Telefax:  (0 34 45) 72 11 05
Email:    allgemeinchirurgie-nmb@klinikum-burgenlandkreis.de

Leitender Oberarzt
Dr. med. Axel Protze
Facharzt für Chirurgie und spezielle Viszeralchirurgie
Zusatzbezeichnung Proktologie

Oberarzt
Albert Wiesner
Facharzt für Chirurgie

Oberarzt
Sinan Dahi
Facharzt für Viszeralchirurgie

Station C1
Haus 2, 3.Obergeschoss
Telefon:  (0 34 45) 72 11 10

Pflegerische Bereichsleitung
C1 – Brigitte Neumann

Pflegerische Leitung
Dagmar Wagner
Zertifizierte Stomaschwester

LEISTUNGEN
  • Operation der Gallenblase und Gallenwege
  • Komplexe Hernienchirurgie
  • Chirurgie der endokrinen Organe, Schilddrüse, Nebenschilddrüse
  • Tumorchirurgie an Magen, Darm, Leber,
  • Entfernung von Haut und Weichteilgeschwulsten
  • Minimal-invasive Chirurgie
  • Antirefluxchirurgie bei Sodbrennen, Zwerchfellbrüchen
  • Transanale endoskopische Mikrochirurgie
  • Operation entzündlicher Darmerkrankungen
  • Diagnostik und Therapie von Erkrankungen der Afterregion (Proktologie)
  • Neuromonitoring
  • Eingriffe am After (Hämorrhoiden, Fisteln, Fissuren)
  • Nabelbrüche, Leistenbrüche, Wasserbrüche, kleinere Bauchwandbrüche
  • Krampfadern

Unter dem Begriff „Minimal-invasive Chirurgie“ werden Operationstechniken bezeichnet, die über eine Bauchspiegelung (Laparoskopie) durchgeführt werden. Damit genügend Raum für die Operation besteht, wird der Bauchraum mit Kohlendioxid gefüllt und damit aufgedehnt. Über kleine Hautschnitte werden eine Kamera, und spezielle Instrumente in die Bauchhöhle  eingeführt. Die Vorteile der minimal-invasiven Chirurgie sind kleine, kaum sichtbare Narben, weniger Schmerzen, kürzerer Krankenhausaufenthalt und schnellere Erholung.

Folgende Operationen werden mit dieser Technik durchgeführt:

  • Entfernung der Gallenblase
  • Verschluss von Leistenbrüchen und Narbenbrüchen
  • Blinddarmentfernung
  • Entfernung von Dickdarmabschnitten
  • Lösen von Verwachsungen
  • Antirefluxchirurgie am Magen (verhindert das Zurückfließen von Magensäure in die Speiseröhre)
  • Beseitigung eines Enddarmvorfalles
  • Versorgung von Krampfadern des Venengeflechts um den Samenstrang zum Hoden

Im Mittelpunkt steht hier die Behandlung bösartiger Tumorerkrankungen des Magens sowie des Dünn- und Dickdarmes. Jeder Patient mit einer bösartigen Erkrankung wird in unserer interdisziplinären Tumorkonferenz vorgestellt. An der Tumorkonferenz nehmen Kollegen der Inneren Medizin (Chemotherapie), der Radiologie (Diagnostik und Strahlentherapie), der Chirurgie und benachbarter operativer Fächer teil. Unter Berücksichtigung neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse und aktueller Leitlinien wird gemeinsam die optimale Therapie für jeden Patienten individuell festgelegt. Im Rahmen der komplexen Tumortherapie arbeiten wir eng mit den Universitätskliniken und ambulant tätigen Tumorspezialisten zusammen.

Es werden gutartige und bösartige Erkrankungen der Schilddrüse versorgt, wobei eine routinemäßige Darstellung der Stimmbandnerven durch Neuromonitoring erfolgt. Die Sichtbarmachung und Identifizierung des Stimmbandnervs minimiert das Risiko einer Nervenverletzung.

In vielen Fällen lassen sich die für den Patienten in der Regel sehr unangenehmen Beschwerden durch einfache Maßnahmen oder Operationen beseitigen oder zumindest lindern. Neben der Diagnostik (Spiegelung von Enddarm und Analkanal, Ultraschall) führen wir Eingriffe am After bei Hämorrhoiden, Fisteln, Fissuren, Abszessen, Thrombosen, Vorfällen und Inkontinenz durch. Insbesondere für die Hämorrhoidenoperation haben wir in unserer Abteilung das sehr schonende und schmerzarme Verfahren mit Unterbindung der Hämorrhoidenarterie (HAL) und Raffnaht der Enddarmschleimhaut (RAR) etabliert.

  • Entfernung von Haut- und Weichteiltumoren
  • plastische Wiederherstellungschirurgie
  • Handchirurgie bei Nerveneinengungen und degenerativen Veränderungen
  • Versorgung chronischer und septischer Wunden

Viele Operationen können auch ambulant durchgeführt werden, wenn keine Nebenerkrankung des Herz-Kreislaufsystems bestehen und eine zuverlässige häusliche Versorgung garantiert ist.

  • Eingriffe am After (Hämorrhoiden, Fisteln, Fissuren)
  • Nabelbrüche, Leistenbrüche, Wasserbrüche, kleinere Bauchwandbrüche
  • Handchirurgische Operationen
  • Operationen an Haut/Körperoberfläche
  • Krampfadern

Mit Hilfe der transanalen endoskopischen Mikrochirurgie (TEM) sind wir in der Lage, größere gutartige Geschwülste des Enddarms, aber auch bösartige Tumoren im Frühstadium schonend zu entfernen. Diese sehr hochentwickelte Technik erlaubt es, die Tumoren ohne Eröffnung des Bauchraumes und ohne Anlage eines künstlichen Darmausganges zu entfernen. Wir verwenden dazu ein Gerät, das durch den Anus (normaler Darmausgang) eingeführt wird. Durch diesen Operationskanal wird der Tumor dargestellt und abgetragen. Je nach Notwendigkeit werden ein Darmwandsegment vollständig oder nur bestimmte Schichten der Darmwand entfernt. Die Ränder werden mit kleinsten Instrumenten wieder dicht vernäht. Durch ein besonderes Lupensystem ist es möglich, die Operation unter starker Vergrößerung durchzuführen. Die Patienten können nach wenigen Tagen aus der stationären Behandlung entlassen werden.

Bei bösartigen Tumoren des Mastdarms, bei denen die TEM nicht mehr möglich ist, erfolgt die Entfernung des betroffenen Mastdarmabschnittes unter Mitnahme des Lymphgewebes, der Lymphknoten und des umgebenden Gewebes unter spezieller Schonung der Nervenfasern, die für die Funktion der Harnblase und der Geschlechtsfunktion notwendig sind.

WEITERE INFORMATIONEN

Wenn eine Operation bei Ihnen vorgesehen ist, kommen Sie bitte in unsere Sprechstunde.

Einweisersprechstunden/Terminvereinbarung zur Operation
Haus 3, Erdgeschoss, Funktionabteilung
Montag bis Freitag 10.00 bis 14.00 Uhr
Sie können sich unter den Telefonnummern (0 34 45) 72-2000 anmelden.

Bitte bringen Sie zur Sprechstunde einen Einweisungsschein von Ihrem Hausarzt mit.

In der Einweisersprechstunde erhalten Sie alle wichtigen Informationen bezüglich Ihres Aufenthaltes sowie des geplanten operativen Vorgehens und der Behandlungsmöglichkeiten.

Visceralchirurgische Sprechstunde
Dienstag und Donnerstag 12.00 – 14.00 Uhr
Telefon: (03445) 72-2000

Privatsprechsprechstunde des Chefarztes
nach telefonischer Vereinbarung im Sekretariat
Telefon: (03445) 72-1101

Proktologische Indikationssprechstunde
Mittwoch von 13.00 bis 17.00 Uhr
Telefonische Anmeldung unter (03445) 72-2000 nötig.

Terminvereinbarung zur Operation
Die Terminvereinbarung zur Operation und stationären Aufnahme erfolgt in der Regel in der Einweisersprechstunde.
Bei Direkteinweisung durch den Hausarzt vereinbaren Sie bitte einen Operationstermin im Chefarztsekretariat.
Telefon: (0 34 45) 72 11 01

Mit der vorstationären Untersuchung sparen wir Ihnen eine Nacht im Krankenhaus. Bei dieser Vorstellung werden die zur Operation notwendigen Voruntersuchungen und Gespräche ambulant im Krankenhaus durchgeführt.   Sie werden einer eingehenden körperlichen Untersuchung unterzogen, Laborwerte werden abgenommen, Röntgenuntersuchungen, EKG, ggf. Sonographie werden durchgeführt. Das wird einige Zeit in Anspruch nehmen, um Sie sorgfältig auf die OP vorzubereiten. Hilfreich ist, dass Sie Ihre Medikamente zur Ansicht bzw., die aktuelle Medikamentenverordnung mitbringen und aktuelle Befunde der Voruntersuchungen (Herzbefunde, von Koloskopie, Gastroskopie usw.) mitbringen. Zudem sollten vorhandene Vorsorgevollmachten und Betreuungsvereinbarungen vorgelegt werden. Diese Voruntersuchung erfolgt in der Regel einen Werktag vor dem geplanten OP-Tag außer Samstag. Sie erscheinen bitte gegen 09.00 Uhr in der Funktionsabteilung. Sie sollten nicht nüchtern sein, dürfen also frühstücken. Im Anschluss können Sie wieder nach Hause gehen.

Patienten die vorstationär untersucht wurden bzw. am gleichen Tag operiert werden, kommen bitte um 7.00 Uhr nüchtern und melden sich in der Patientenaufnahme. Anschließend gehen Sie auf die Station C1 zur OP-Vorbereitung. Dann erfolgt die OP je nach OP-Plan.
Die stationären Patienten, die erst an einem späteren Tag operiert werden, kommen am Aufnahmetag nicht nüchtern gegen 09:00 Uhr und melden sich in der Patientenaufnahme. Die Operation führen wir in der Regel am nächsten Tag durch. Des Weiteren möchten wir Sie bitten, die aktuellsten Festlegungen (Betreuung/Vorsorgevollmacht) zur weiteren Versorgung mitzubringen.

In der Einweisersprechstunde erhalten Sie Informationen über Medikamente, die vor Operationen abgesetzt werden müssen. Das sind Blutgerinnungshemmer (ASS, Plavix Falithrom, Pradaxa, Eliquis u.ä.) und einige Diabetesmedikamente (wie z.B. Metformin)

Wir helfen!

Sie haben weitere Fragen?

Saale-Unstrut Klinikum Naumburg

Humboldtstraße 31
06618 Naumburg
Telefon: (0 34 45) 72 – 0

Georgius-Agricola Klinikum Zeitz

Lindenallee 1
06712 Zeitz
Telefon: (0 34 41) 7 40 – 0

Wir helfen!

Sie haben weitere Fragen?

Was ist ein Notfall?

+ Schwere & lebensbedrohliche Erkrankungen

+ Bei Verdacht auf Schlaganfall, Herzinfarkt:
Rettungsdienst unter Tel. 112 kontaktieren!

+ Beispiele: Unfall-, Brandverletzung / Trauma, Knochenbrüche / Hoher Blutverlust / Kopfverletzung / Vergiftung, Sepsis / Herzinfarkt, Hirninfarkt

Notaufnahme | Naumburg

Notaufnahme (Akutversorgung)
Haus 3, Erdgeschoss
Telefon: (0 34 45) 72 11 60
Telefax: (0 34 45) 72 11 65

Aufnahmestation (10 Betten)
Haus 2, Erdgeschoss
Telefon: (0 34 45) 72 20 20

Notaufnahme | Zeitz

Notaufnahme (Akutversorgung)
Hausteil 200, Erdgeschoss
Telefon: (0 34 41) 74 04 41
Telefax: (0 34 41) 74 04 98

Aufnahmestation (10 Betten)
Haus 2, Erdgeschoss
Telefon: (0 34 45) 72 20 20

Wir sind für Sie da!

Vielen Dank für Ihr Vertrauen in unser Krankenhaus!
Unsere Notaufnahme ist sieben Tage in der Woche 24 Stunden lang für medizinische Notfälle geöffnet. Grundsätzlich weisen wir niemanden ab. Wir versuchen unser Möglichstes, um Sie in angemessener Zeit zu untersuchen und, falls notwendig, zu behandeln.

Wonach richtet sich die Wartezeit?
Jeder, der in unsere Notaufnahme kommt, wird möglichst umgehend erstuntersucht, um herauszufinden, wie dringlich der Versorgungsbedarf ist. Medizinische Notfälle werden als erste versorgt. Bei weniger starken Beschwerden und Schmerzen müssen Sie mit Wartezeiten rechnen. Diese können wir nicht beeinflussen, da wir neu eintreffende schwerwiegendere Notfälle vorziehen müssen.

Was ist ein Notfall?
Ein medizinischer Notfall besteht immer, wenn eine umgehende Behandlung erforderlich ist – etwa bei starker Atemnot, Bewusstlosigkeit, stark blutenden Wunden, Herzbeschwerden, Verdacht auf Schlaganfall, Lähmungserscheinungen, Schwangerschaftskomplikationen, Vergiftungen und starken Schmerzen.

Was passiert, wenn kein Notfall vorliegt?
Ergibt die Erstuntersuchung, dass kein akuter Notfall vorliegt, müssen wir Sie an einen Haus- oder Facharzt weiterverweisen. Die Behandlung ist nicht zeitkritisch und daher von niedergelassenen Ärzten in der Praxis zu erbringen. Der Gesetzgeber hat festgelegt, dass die Behandlung bei niedergelassenen Ärzten zu erfolgen hat und Krankenhäuser dafür nicht zuständig sind.

Was ist, wenn die Arztpraxen keine Sprechstunde haben?
In den sprechstundenfreien Zeiten, z.B. nachts sowie an Wochenenden und Feiertagen, steht der Notfalldienst der Kassenärztlichen Vereinigung unter Telefon 116 117 zur Verfügung.

Bitte gehen Sie mit Beschwerden, die keine umgehende Behandlung benötigen, während der regulären Sprechstundenzeiten zum Haus- oder Facharzt oder wenden Sie sich in den sprechstundenfreien Zeiten an den Notfalldienst der Kassenärztlichen Vereinigung unter 116 117!

Sie helfen uns damit, dass sich unser Notaufnahmepersonal um akute Notfälle kümmern kann und dass unnötige Wartezeiten vermieden werden.

Laden Sie HIER das Infoblatt herunter.