Dafür kooperiert das Haus mit der Intensivstation des SRH Wald-Klinikums in Gera

Das Klinikum Zeitz will sich in der Versorgung von Intensivpatienten breiter aufstellen und kooperiert dafür mit dem SRH Wald-Klinikum in Gera. Die Zusammenarbeit hat ihre Feuerprobe in der Corona-Pandemie bestanden, als schwere Covid-Fälle zur Behandlung auf eine Spezialstation nach Gera verlegt wurden. „Jetzt setzen wir die Kooperation unter neuen Vorzeichen fort“, erklärt Geschäftsführerin Angret Neubauer.  Ab Oktober werden Patienten, die mit schweren oder lebensbedrohlichen Erkrankungen einer spezialisierten Intensivversorgung bedürfen, nach einer stabilisierenden Erstbehandlung in Zeitz auf der Intensivstation (ITS) in Gera weiter versorgt. In der Praxis heißt das: „Jeder Schwerverletzte wird weiterhin zuerst bei uns in Zeitz behandelt. Erfordert die Schwere der Erkrankung eine komplexere Therapie, können Ärzte über eine Verlegung nach Gera entscheiden“, erklärt Frau Neubauer.

Im Gegenzug kann das Klinikum Zeitz die Betreuung von Patienten, die einer Intensivpflege bedürfen, erweitern. Dafür wird die bisherige ITS umstrukturiert. Die vorhandene Ausstattung und die Bettenzahl bleiben dabei unverändert; Intensivbetten für die Erstversorgung werden weiter vorgehalten. Vorrangig aber wird die Station für die Intensivüberwachungspflege (IMC-Station) von Patienten der Inneren Medizin genutzt. Das Klinikum verbessert so nachhaltig die Versorgung von internistischen Patienten, die einen erhöhten Überwachungs- und Pflegeaufwand für ihre Genesung benötigen. Die IMC-Station liegt von ihren Versorgungsaufgaben zwischen ITS und Normalstation. Ziel ist, dass die Erkrankten nach der Phase der Intensivpflege auf Normalstation zurückkehren.

Im bisher als IMC genutzten Bereich des Hauses betreuen Ärzte und Pflegende künftig speziell Patienten nach einer Operation. In der so genannten PACU (PostAnesthesiaCareUnit) stehen fünf Betten bereit, um Patienten vor allem nach größeren chirurgischen Eingriffen bis zum Folgetag engmaschig zu überwachen und OP-Folgen wie Schmerzen, Übelkeit und Erbrechen vorzubeugen