Ärztlicher Dienst

Ärztlicher Dienst

Sehr erfolgreich sind wir in der Umsetzung unseres Personalentwicklungskonzepts: Bei uns sind gegenwärtig 36 Ärzte und Psychologen in der Patientenversorgung tätig.

Wir benötigen zusätzlich Kollegen, die absehbar ausscheiden. Außerdem wollen wir mit neuen Projekten weiter expandieren.

Deshalb sucht die Klinik für psychische Erkrankungen auch weiterhin Ärztinnen und Ärzte zur Weiterbildung in Psychiatrie und Psychotherapie.

Die freiwerdenden Stellen eignen sich in erster Linie für Berufsanfänger, die eine Weiterbildung in einem psychosozialen Fachgebiet anstreben, aber auch für Ärzte, die Facharzt für Allgemeinmedizin, Innere Medizin oder Neurologie werden wollen. Am Beginn der Weiterbildung erfolgt der Einsatz auf allgemeinpsychiatrischen Stationen, die nach Geschlecht, Alter und Diagnosen durchmischt belegt werden, später auch in beiden Tageskliniken, in der Institutsambulanz und im Konsiliardienst. Auch für Kollegen, die bereits Facharzt sind, bestehen interessante Einsatzmöglichkeiten.

Neben einer Vollzeit-Beschäftigung ist bei uns grundsätzlich auch eine im Einzelfall flexibel gestaltete Teilzeit- Beschäftigung beispielsweise mit 24, 30 oder 35 Wochenstunden möglich. Kolleginnen mit Kindern und Quereinsteiger aus anderen Fachgebieten sind bei uns willkommen.

  • Wenn Sie daran interessiert sind, diagnostische und therapeutische Erfahrungen mit einem breiten Spektrum akuter und chronischer psychischer und psychosomatischer Erkrankungen zu sammeln;

  • Wenn Sie auf Betreuungskontinuität im Verlauf Wert legen;

  • Wenn Sie sich eine umfassende, intensive und praxisbezogene Weiterbildung wünschen;

  • Wenn Sie Arbeit im Team schätzen, gern Verantwortung übernehmen und Ihnen ein gutes Arbeitsklima wichtig ist, dann passen Sie zu uns!

Neben der vollen Weiterbildungsbefugnis für „Psychiatrie und Psychotherapie“ (vier Jahre) besteht eine Weiterbildungsbefugnis für Psychosomatische Medizin (ein Jahr) und für Geriatrie (ein Jahr). Die Rotation in die Neurologische Klinik unseres Hauses ist zeitnah möglich. Die Übernahme der Teilnahme-Gebühren für externe Bausteine der Weiterbildung (Balintgruppe, Selbsterfahrung, Supervision) kann vertraglich vereinbart werden. Außerdem besteht die Möglichkeit, die Zusatzbezeichnung „Geriatrie“ zu erwerben, an der Krankenpflegeschule zu unterrichten, wissenschaftlich zu arbeiten oder Erfahrungen mit der Begutachtung psychischer Störungen zu sammeln.

Wir bieten Ihnen:

  • einen vielseitigen, abwechslungsreichen und interessanten Arbeitsplatz in einem guten kollegialen Arbeitsklima
  • den sicheren Weg zum Facharzt mit einer strukturierten Weiterbildung
  • langfristige Zusammenarbeit und die Möglichkeit von Teilzeitbeschäftigung
  • Gestaltung der Dienstpläne nach dem Arbeitszeitgesetz; die Bewirtschaftung der Arbeitszeitkonten der Mitarbeiter mit Gleitzeit-Regelung wird durch elektronische Zeiterfassung unterstützt.
  • ein von den Mitarbeitern selbst entwickeltes Dienstsystem, welches die optimale Verknüpfung von Freizeitausgleich und Präsenz auf der Station ermöglicht
  • Vergütung nach dem Haustarifvertrag für Ärztinnen/Ärzte, der besonders die Vergütung der Ärztinnen/Ärzte in Weiterbildung würdigt
  • Übernahme von Weiterbildungskosten für Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung
  • Übernahme von Weiterbildungskosten für Fachärzte in der Subspezialisierung
  • Weiterbildungsmöglichkeiten im Verbund mit den im Haus etablierten Kliniken
  • Unterstützung bei der  Wohnungssuche und der Suche nach Kinderbetreuung

 

 

 

Entscheidungshilfen für Ihre Bewerbung

 

... warum lohnt eine Weiterbildung in Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik?

  • 40 % aller Menschen machen mindestens einmal im Leben eine behandlungsbedürftige psychische Erkrankung durch.
  • 20 % der Patienten, die ihren Hausarzt aufsuchen, tun dies wegen einer behandlungsbedürftigen psychischen Störung (die allerdings häufig unerkannt und unbehandelt bleibt).
  • Bei 20 % der Patienten auf den somatischen Stationen von Allgemeinkrankenhäusern bestehen psychische Erkrankungen, die Bedeutung für Verlauf und Ausgang der Krankenhausbehandlung haben.
  • Mit dem Konzept der krankheitsbezogenen Belastungen – gemessen als verlorene oder mit Behinderung verbrachte Lebensjahre – hat die WHO einen Weg gefunden, die gesundheitspolitische Bedeutung verschiedener Krankheitsbilder weltweit miteinander zu vergleichen. Unter den „Top Ten“ der Hitliste finden sich fünf psychische Erkrankungen.

Psychische Erkrankungen sind demnach häufige Volkskrankheiten, die in Deutschland infolge des demographischen Wandels noch zunehmen werden; im Rahmen der Psychiatrie-Reform muss das Versorgungssystem weiter ausgebaut werden, um diese Herausforderung bewältigen zu können.

 

... warum lohnt eine Weiterbildung am Saale-Unstrut-Klinikum?

  • Neue Mitarbeiter werden bei uns umfassend und gründlich eingearbeitet (Einarbeitungsplan, Mitarbeitergespräche).
  • Unser Konzept weist Besonderheiten auf, die eine umfassende Weiterbildung vom ersten Arbeitstag an ermöglichen:
    • Wir integrieren unter einem Dach die Fachgebiete „Psychiatrie und Psychotherapie“ und „Psychosomatische Medizin und Psychotherapie“.
    • Aufgrund der durchmischten Belegung der Stationen lernt jeder Arzt in Weiterbildung das ganze breite Spektrum psychischer Störungen kennen.
    • Die Struktur der Klinik ermöglicht die Patientenbetreuung von der Aufnahme bis zur Entlassung in personeller Kontinuität ohne Verlegung – einschließlich der geschlossenen Unterbringung einerseits oder der stationsintegrierten teilstationären tagesklinischen Behandlung andererseits.
  • Die wöchentliche hausinterne Weiterbildung wird berufsgruppenübergreifend interdisziplinär organisiert.
  • In Fallseminaren werden Aspekte der Psychopathologie und Psychodynamik vertieft.
  • Jede Station erhält Teamsupervision durch einen externen Supervisor.
  • Im Rahmen der verfügbaren Mittel (Weiterbildungs-Budget) fördern wir die Teilnahme an externen Weiterbildungsveranstaltungen durch Übernahme der Teilnahmegebühren.
  • Unterschiedliche therapeutische Orientierungen (Verhaltenstherapie, tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie, systemische Paar- und Familientherapie) stehen bei uns nicht in Konkurrenz zueinander, sondern in gegenseitiger respektvoller Anerkennung und einem fruchtbaren Austausch.
  • Den therapeutischen Rahmen bildet ein Gruppentherapiekonzept, an dessen Umsetzung die Ärzte in Weiterbildung zunächst als Co-Therapeuten, später als Gruppenleiter intensiv beteiligt werden.
  • Neben dem gemeinsamen Interesse an Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik repräsentieren die Ärzte der Klinik ein breites Spektrum von Kompetenzen (beispielsweise Allgemeinmedizin, spezielle Schmerztherapie, Palliativmedizin und Psychoonkologie).
  • Der Chefarzt der Klinik ist zum Beispiel in seiner Funktion als Mitglied der Fachkommission „Psychiatrie und Psychotherapie“ der Ärztekammer Sachsen-Anhalt gut vernetzt und aktiv beteiligt an der Weiterentwicklung der Psychiatrie als Fachgebiet der Medizin und als Versorgungssystem.

 

... wie steht es mit den Arbeitsbedingungen?

  • Die Führungskräfte der Klinik eint die Überzeugung, dass nur zufriedene Mitarbeiter Spitzenleistungen erbringen können. Unser Ziel ist es, die Herausforderung der Versorgungsaufgabe durch eine „Mannschaftsleistung“ gemeinsam zu bewältigen.
  • Auf den Stationen arbeiten die Ärzte in Weiterbildung in einem multiprofessionellen Team eng zusammen mit Diplom-Psychologen (Psychologische Psychotherapeuten und Psychotherapeuten in Ausbildung), Sozialpädagogen, Beschäftigungs- und Arbeitstherapeuten und Pflegekräften. Stationsübergreifend stehen weitere nichtärztliche Therapeuten zur Verfügung, darunter zwei Diplom-Sportlehrerinnen für Prävention, Therapie und Rehabilitation, eine Physiotherapeutin, eine Diplom-Musiktherapeutin und eine Kunsttherapeutin.
  • Die Zusammenarbeit innerhalb der Berufsgruppen und zwischen den Berufsgruppen wird von den Mitarbeitern als harmonisch und konfliktfrei eingeschätzt. Die Oberärzte steuern die Belegung ihrer Stationen und achten auf eine ausgewogene Aufgabenverteilung.

Das Dienstsystem verknüpft das Bedürfnis nach Präsenz auf der eigenen Station, Freizeit und zusätzlichem Einkommen:

  • Bei der Aufstellung des Dienstplans werden individuelle Wünsche (Weiterbildung, Urlaub, Ausschlusstage) weitestgehend berücksichtigt.
  • An Wochentagen beginnt ein Dienst um 14:00 Uhr; der freie Vormittag kann also für private Vorhaben genutzt werden. Die Zeit bis 16:00 Uhr ist reserviert für Arbeiten auf der eigenen Station. Die Zeit von 20:00 Uhr bis 08:00 Uhr ist als Bereitschaftsdienst (Stufe II) bewertet. Nach der Morgenkonferenz steht die Zeit bis 10:00 Uhr erneut für Arbeiten auf der eigenen Station zur Verfügung. Der anschließende freie Tag kann wiederum privaten Zwecken dienen.
  • Wochenenden und Feiertage sind geteilt in einen Tagdienst (08:00 Uhr bis 20:00 Uhr) und einen nächtlichen Bereitschaftsdienst (19:30 Uhr bis 08:30 Uhr), die ausbezahlt werden.
  • Die diensthabenden Ärzte im Vordergrunddienst sind nicht auf sich allein gestellt; sie werden unterstützt durch den fachärztlichen (oberärztlichen) Rufbereitschaftsdienst.
  • Die Arbeitszeit wird minutengenau elektronisch erfasst und auf dem Arbeitszeitkonto gutgeschrieben. Außerhalb der Kernzeit von 08:00 Uhr bis 13:00 Uhr kann die Arbeitszeit abhängig vom aktuellen Arbeitsanfall in Absprache mit dem zuständigen Oberarzt flexibel gestaltet werden.
  • Ein großer Teil der Alltagsarbeit – Anmeldung von Untersuchungen, Sichtung von Befunden, Erstellen und Vidieren von Arztbriefen – erfolgt sehr effizient mit Hilfe der elektronischen Krankenakte (Orbis Open Med), in der auch die meisten Vorbefunde der Patienten zur Verfügung stehen.

 

... und warum Naumburg als Ort zum Leben?

  • Naumburg ist wahrscheinlich eine der schönsten Städte in Mitteldeutschland.
  • Attraktiv für Besucher der Stadt sind die Sehenswürdigkeiten: Der Dom mit den Werken des Naumburger Meisters und der Domschatzkammer, der Markt mit dem Stadtmuseum „Hohe Lilie“, die Wenzelskirche mit der Hildebrandtorgel, das Marientor, das Nietzsche-Haus, das „Steinerne Bilderbuch“ im Blütengrund und der Klinger-Weinberg.
  • Wer hier lebt, schätzt die Durchgrünung der Stadt mit ihren Parks und Villenvierteln und die vielfältige Landschaft am Zusammenfluss von Saale und Unstrut.
  • Zum kulturellen Angebot gehören neben dem Theater (Theater Naumburg – Die kleine Bühne für Menschen und Figuren), und einem Kino mit fünf Sälen auch mehrere Konzertreihen („Orgel Punkt Zwölf“, Klangzeit Naumburg, Internationaler Orgelsommer, Neun Naumburger Nächte) und eine Reihe traditioneller und neuer Feste (Weinmeile, Kirschfest, Töpfermarkt).
  • Naumburg ist Kreisstadt des Burgenlandkreises und Sitz einiger Justizbehörden (Amtsgericht, Staatsanwaltschaft, Oberlandesgericht, Generalstaatsanwaltschaft).
  • Wer Naumburg nicht als Tourist besucht, sondern sich entscheidet, hier leben zu wollen, findet preiswerten Wohnraum für jeden Anspruch und Baugrundstücke in der Kernstadt und den Ortsteilen.
  • Als kinder- und familienfreundliche Stadt verfügt Naumburg über ein differenziertes Bildungsangebot:
    • Es gibt ein vielfältiges Angebot an Kindertagesstätten (Kinderkrippen, Kindergärten, Schulhorten) in städtischer, frei-gemeinnütziger und privater Trägerschaft mit flexiblen Öffnungszeiten.
    • Das Angebot der fünf städtischen Grundschulen wird ergänzt durch eine Evangelische Ganztagsschule und eine Montessorischule
    • Neben zwei kommunalen Sekundarschulen gibt es eine freie Sekundarschule in Trägerschaft einer Berufsakademie.
    • In Naumburg führt das Domgymnasium eine alte Tradition fort; in erreichbarer Nähe liegt die Landesschule Pforta (Internat für die Klassenstufen 9 bis 12) und das Christophorus-Gymnasium Droyßig in Trägerschaft des CJD.
  • Naumburg liegt sehr günstig zwischen den Mitteldeutschen Ballungsräumen: Halle, Leipzig, Jena, Weimar und Erfurt sind in weniger als einer Stunde, Berlin in weniger als zwei Stunden, Hamburg und München in vier Stunden zu erreichen.
  • Die Landesausstellung im Jahr 2011 hat das Werk des Naumburger Meisters in einen europäischen Kontext gestellt. 2015 wurde die Anerkennung der hochmittelalterlichen Herrschaftslandschaft an Saale und Unstrut als Weltkulturerbe der UNESCO beantragt.

 

... und nach der Facharzt-Weiterbildung?

Von den Ärzten in Weiterbildung, die in den vergangenen achtzehn Jahren hier am Hause tätig gewesen sind und deren „Katamnese“ wir kennen, sind heute sechs in einer Chefarzt-Position, elf in einer Oberarzt-Position, neun als niedergelassene Psychiater oder Psychotherapeuten und acht als niedergelassene Ärzte in anderen Fachgebieten tätig.

Die Klinik hat das Potential, um Jahr für Jahr zwei bis drei Ärzte in Weiterbildung neu aufzunehmen und zu Fachärzten weiterzubilden, die dann für die klinische, ambulante oder rehabilitative psychiatrisch-psychotherapeutische Versorgung der Bevölkerung zur Verfügung stehen.

Fazit:

Wir bieten Ihnen eine solide Weiterbildung in einem zukunftsträchtigen Fachgebiet bei familienfreundlichen Arbeitsbedingungen in einer modernen Klinik als Mitglied eines jungen dynamischen Teams an einem attraktiven Wohnort zu einer vernünftigen Bezahlung mit interessanten Zukunftsperspektiven ...

... und wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!

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