Informationen für Einweiser

Nach Aufnahmeuntersuchung, Stellung der OP-Indikation und OP-Aufklärung durch den Operateur wird der Patient in unserer Anästhesiesprechstunde vorgestellt.

Im Rahmen des Prämedikationsgespräches erfolgen eine Risikoeinschätzung anhand der vorliegenden Befunde, die Festlegung des Anästhesieverfahrens und der perioperativen Medikation sowie die ausführliche Erläuterung der geplanten Anästhesie.

Am OP-Tag übernehmen die Mitarbeiter der Klinik für Anästhesie und Intensivtherapie die Betreuung des Patienten von der Übernahme in den OP bis zur Entlassung aus dem Aufwachraum. Am Abend des OP-Tages erfolgt zusätzlich eine Visite am Krankenbett durch den diensthabenden Anästhesisten.

Ambulante Vorbereitung bei geplanter Anästhesie

Um das Anästhesierisiko so gering wie möglich zu halten, sind genaue Informationen über alle bekannten Erkrankungen des Patienten, vorliegende Befunde und über die aktuelle medikamentöse Therapie hilfreich.

Nur wenige Medikamente müssen vor geplanten Anästhesien ab- oder umgesetzt werden.
Zu diesen gehören:

  • Metformin
    Aufgrund der Gefahr von schweren Laktazidosen soll Metformin 48 Stunden vor einer geplanten Anästhesie abgesetzt werden.
  • Antidepessive Behandlung mit trizyklischen Antidepressiva und irreversiblen MAO-A-Hemmern
    Die Medikation in therapeutischer Dosierung mit den genannten Antidepressiva kann zu Interaktionen mit Opiaten und Katecholaminen führen. Trizyklische Antidepressiva sollten daher 3 Tage, irreversible MAO-A-Hemmer 3 Wochen vor einer geplanten Anästhesie abgesetzt werden. Da häufig ein abruptes Absetzen der antidepressiven Medikation nicht möglich ist, muss gegebenenfalls in Absprache mit dem behandelnden Facharzt für Psychiatrie eine Umsetzung der Medikation erfolgen.
  • Thromboseprophylaxe
    Ein Absetzen der Dauermedikation mit ASS 100mg ist aus anästhesiologischer Sicht nicht erforderlich. Die Dosierung anderer Medikamente zur Thromboseprophylaxe bzw. Antikoagulation sollte in enger Absprache mit dem Operateur unter Berücksichtigung von Eingriff, Indikation der Medikation und Risiken angepasst werden.

Zu Fragen zur ambulanten Vorbereitung steht Ihnen der diensthabende Anästhesist unter der Telefonnummer
(0 34 45) 72 16 10 gerne zu Verfügung.

Besonderheiten bei ambulanten Anästhesien

Das Klinikum Burgenlandkreis verfügt über einen separaten ambulanten OP-Bereich mit eigenem Aufwachraum. Die Betreuung der ambulanten Patienten erfolgt in Zusammenarbeit von den Kollegen des MVZs und der Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin.

Für ambulante Anästhesien sind Patienten der Risikogruppen ASA 1 und ASA 2 geeignet. Diese Patienten benötigen in der Regel keine weiteren präoperativen Befunde.

Die Patienten erhalten durch den Operateur einen Termin zur Vorstellung in der Anästhesie­sprechstunde. Hier erfolgt die Prämedikation und Aufklärung zur geplanten Anästhesie.

Nach der Entlassungsvisite durch den Anästhesisten können die Patienten vom Krankenhaus abgeholt werden. Wichtig ist die Gewährleistung einer 24-stündigen postoperativen Betreuung des Patienten durch Angehörige oder Bekannte zu Hause. Sollte dies nicht möglich sein, besteht die Möglichkeit für die Patienten, im Klinikum zu übernachten.

Für Rückfragen steht Ihnen das Anästhesie-Team des ambulanten OPs unter der Telefonnummer (0 34 45) 72 11 79 gerne zur Verfügung.

Top