Leistungen

In unserer Praxis wird das gesamte Spektrum der kardiopulmonalen Leistungsdiagnostik angeboten. Dadurch ist eine Zuordnung der Symptome (Luftnot, Husten, Brustschmerzen, Abgeschlagenheit, Tagesmüdigkeit) zur zugrundeliegenden Lungen- oder Herzerkrankung in den meisten Fällen möglich. Dies geschieht in der Zusammenschau der erhobenen Befunde mit der Anamnese und der organbezogenen körperlichen Untersuchung. Falls erforderlich, erfolgt eine ergänzende Labordiagnostik bzw. eine bildgebende Diagnostik (Röntgen-Thorax, Computertomographie).

Im Einzelnen bieten wir folgende Leistungen an:

  • Lungenfunktionsdiagnostik (Bodyplethysmographie, Bronchospasmolyse, Messung der inspiratorischen Atemmuskelkraft, Diffusionsanalyse)
  • Blutgasanalyse inklusive Säuren-Basen-Status (In Ruhe und unter Belastung)
  • Allergiediagnostik bei Heuschnupfen und Asthma bronchiale (Pricktest, ggf. Bluttest)
  • Transthorakale Echokardiographie
  • Duplexsonographie der extrakraniellen hirnversorgenden Gefäße
  • Abdomensonographie
  • Schilddrüsensonographie
  • Langzeit-EKG (24-h-EKG)
  • Ambulante Blutdruckmessung (24-h-RR)
  • DMP Asthma/COPD und KHK
  • Patientenschulung Asthma bronchiale und COPD im Rahmen des DMP (NASA, COBRA)
  • FeNO-Messung (als Selbstzahlerleistung)

Unspezifische bronchiale Provokationstestung mit Metacholin oder Carbachol

Besteht der Verdacht auf ein Asthma bronchiale oder leidet der Patient unter einem länger bestehendem Reizhusten erfolgt eine unspezifische bronchiale Provokation. Hiermit wird eine bronchiale Hyperreagibilität nachgewiesen, die in der Zusammenschau mit der Anamnese und Klinik die Diagnosestellung eines Asthma bronchiale erleichtert. Im Routineeinsatz wird ein modifizierter 2-Stufentest mit Carbachol durchgeführt. Bei unklaren Fällen oder bei versicherungsrechtlichen Aspekten kommt der aufwendigere 5-Stufentest mit Metacholin zur Anwendung. In steigenden Konzentrationsstufen wird das Agens vernebelt und anschließend jeweils eine Bodyplethysmographie (FEV1, RAWtot) durchgeführt.

Kardiorespiratorische Polygraphie (Screening auf schlafbezogene Atemstörung)

Besteht aufgrund der Symptome (Schnarchen, nächtliche Atemaussetzer, vermehrte Tagesmüdigkeit, Einschlafneigung) oder bei entsprechender Befundkonstellation (neu entdeckte arterielle Hypertonie, adipöser Habitus, Zyanose, nächtlich erhöhte Blutdruckwerte, nächtliches Schwitzen, schwer einstellbare arterielle Hypertonie) der Verdacht auf eine schlafbezogene Atemstörung (SBAS) dient die kardiorespiratorische Polygraphie als zuverlässiger und kostengünstiger Screeningtest. Mittels 8-Kanalsystem werden folgende Parameter aufgezeichnet: Luftfluss, Schnarchen, SpO2, Puls, Thoraxbewegung, Abdomenbewegung, Körperlage und Beatmungsdruck. Nach Anleitung in der Praxis erhält der Patient die Messmaterialien in einem handlichen Koffer zur abendlichen Anlage zu Hause ausgehändigt, und bringt diese am folgenden Morgen zurück. Sollte sich eine behandlungsbedürftige SBAS zeigen, so wird eine Polysomnographie im Schlaflabor veranlasst.

Diagnostische Bronchoskopie inklusive bronchoalveoläre Lavage (BAL)

Eine Inspektion der Atemwege ist bei einigen Fragestellungen oder Beschwerden hilfreich oder sogar notwendig zur weiteren Behandlungsplanung. Wichtige Indikationen sind unklare Hämoptysen, mehr als 8 Wochen anhaltender therapierefraktärer Husten, Tumorverdacht, interstitielle Lungenerkrankungen und Tumornachsorge.

Neben der visuellen Inspektion mit Fotodokumentation erfolgt in einigen Fällen eine Absaugung zur Mikrobiologie oder eine bronchoalveoläre Lavage (BAL). Dabei werden ca. 100 ml physiologische Kochsalzlösung sukzessive in ein Bronchialsegment gespült und die anschließend abgesaugte Spülflüssigkeit inklusive der gewonnenen alveolären Zellen zur zytologischen Untersuchung eingesandt.

Die Untersuchung findet unter Lokalanästhesie und unter leichter Sedierung (Midazolam) statt. Anschließend erfolgt die Befundbesprechung und ggf. weitere Therapieplanung. Der Eingriff ist ambulant und dauert ca. 5-10 Minuten. Inklusive Vor- und Nachsorge ist ein Zeitbedarf von 2-3 Stunden einzuplanen. Bei Sedierung ist keine Fahrtauglichkeit gegeben.

Hyposensibilisierung (Tabletten- und Spritzentherapie bei Allergien)

Bei allergischer Rhinokonjuktivitis und allergischem Asthma bronchiale haben klinische Studien gezeigt, dass bei Korrelation der nachgewiesenen Sensibilisierung gegen ein bestimmtes Allergen mit dem Auftreten saisonaler Beschwerden sich eine signifikante Reduktion der Symptome erzielen lässt. Zugleich ist das allergische Asthma bronchiale leichter zu kontrollieren und oftmals ist eine Reduktion der Asthmamedikation möglich. Auch lässt sich möglicherweise ein Etagenwechsel von Heuschnupfen hin zum Asthma bronchiale verhindern. Für bestimmte Allergene besteht die Möglichkeit einer oralen Therapie mittels Sublingualtablette oder Tropfen (SLIT). Die klassische Hypo- oder Desensibilisierung findet in regelmäßigen subkutanen Injektionen statt (SCIT). Saisonale Allergene (z.B. Frühblüher) werden dabei meist präsaisonal, perenniale Allergene (z.B. Hausstaubmilben) dagegen durchgehend behandelt. Die durchschnittliche Behandlungsdauer beträgt 3 Jahre.

Anti-IgE-Therapie bei schwerem allergischen Asthma bronchiale

Im Rahmen der Stufentherapie des allergischen Asthma bronchiale besteht bei schwerem allergischen Asthma bronchiale unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit, mit einer zielgerichteten Antikörpertherapie gegen IgE sowohl die klinische Asthma-Kontrolle, als auch die eingeschränkte Lungenfunktion zu verbessern. Der Wirkstoff Omalizumab (Handelsname Xolairâ) wird dabei in Abhängigkeit von der Höhe des initialen Gesamt-IgE-Spiegels und des Körpergewichtes in 2- oder 4-wöchigem Abstand subkutan injiziert. Da es sich um eine sehr teure Therapie handelt, sind vom Gemeinsamen Bundesausschuss strenge Voraussetzungen zur Wirtschaftlichkeit der Verordnung erstellt worden.

Spiroergometrie (Fahrradbelastungstest inklusive Atemgas- und Blutgasanalyse)

Bei unklaren Fällen von Luftnot oder zur objektiven Einschätzung der tatsächlichen kardiopulmonalen Leistungsfähigkeit kommt die Spiroergometrie zur Anwendung. Sie stellt einen Globaltest dar, der das Zusammenspiel aus Atmung, Kreislauf und Muskeltätigkeit abbildet. Neben der persönlichen maximalen Leistungsfähigkeit (VO2peak = maximal erreichte Sauerstoffaufnahme) können auch Aussagen zur Herz- und Atemleistung gemacht werden, da sich manche Störungen erst unter Belastung zeigen. Zusätzlich zur Ergometrie werden bei der Spiroergometrie kontinuierlich die Atemgase und intermittierend die Lungenfunktion sowie die Blutgase und der Säuren-Basen-Status bestimmt.

Schutzimpfungen (Influenza/Grippe, Pneumokokken, Pertussis/Keuchhusten)

Folgende bei pneumologischen Erkrankungen relevante Schutzimpfungen nach Empfehlungen der STIKO (Stand 2010) werden durchgeführt:

  • Grippeschutzimpfung:

Standardimpfung bei allen Personen, die älter als 60 Jahre sind. Indikationsimpfung bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit folgenden ausgewählten Erkrankungen: chronische Erkrankungen der Atemwegen (inklusive Asthma und COPD), chronische Herz-Kreislauf-, Leber und Nierenkrankheiten, Diabetes mellitus, Immundefekte (inklusive HIV). Indikationsimpfung bei Bewohnern von Alters- und Pflegeheimen. Indikationsimpfung bei erhöhtem beruflichem Risiko (z.B. medizinisches Personal, Personen in Einrichtungen mit umfangreichem Publikumsverkehr). Sämtlich genannte Leistungen werden von der GKV erstattet. Die Impfung findet jährlich im Herbst mit einem von der WHO empfohlenen Impfstoff statt. In der Saison 2011/2012 sind dies der adjuvantierte Impfstoff Fluad® sowie der nicht-adjuvantierte Impfstoff Begripal®. Zusätzliche Indikationen und Empfehlungen sind der Website des Robert-Koch-Institutes zu entnehmen.

  • Pneumokokkenimpfung:

Einmalige Standardimpfung bei allen Personen, die älter als 60 Jahre alt sind. Wiederholungsimpfung nach 5 Jahren nur bei Immundefekten und chronischen Nierenkrankheiten (nephrotisches Syndrom). Indikationsimpfung bei Personen, die jünger als 60 Jahre sind nur bei Vorliegen folgender Erkrankungen: chronische Erkrankungen der Atemwegen (inklusive Asthma und COPD), chronische Herz-Kreislauf- und Nierenkrankheiten, Diabetes mellitus und bestimmte neurologische Erkrankungen. Die Impfung erfolgt mit einem Polysaccharidimpfstoff (Pneumovax 23®). Gefährdete Kinder erhalten eine Impfung mit Konjugat-Impfstoff (Prevenar 13®). Sämtlich genannte Leistungen werden von der GKV erstattet. Zusätzliche Indikationen und Empfehlungen sind der Website des Robert-Koch-Institutes zu entnehmen.

  • Pertussis-Impfung:

Einmalige Standardimpfung bei Erwachsenen im Rahmen der nächsten fälligen Td-Impfung, z.B. als 3-fach Kombination (Diphterie-Pertussis-Tetanus , Boostrix®) oder als 4-fach Kombination (Diphterie-Pertussis-Tetanus mit Polyomyelitis, Repevax®). Zusätzliche Indikationen und Empfehlungen sind der Website des Robert-Koch-Institutes zu entnehmen.

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