Leistungen

Gesamtes Spektrum der Röntgendiagnostik

Ablauf der Röntgenuntersuchung

Röntgenuntersuchungen werden im Stehen, Sitzen oder Liegen durchgeführt.
Die zu untersuchende Körperregion wird von der Röntgenassistentin gelagert und positioniert.
Die Röntgenstrahlen werden anschließend über Blendensysteme auf die zu untersuchende Körperregion eingegrenzt, so dass die übrigen Körperteile nicht dem Strahlenfeld ausgesetzt sind.
Zusätzlich werden die Keimdrüsen (Eierstöcke und Hoden) durch Bleischürzen abgedeckt, sofern dies möglich ist. Nach Eindringen der Strahlen in den Körper werden sie durch die verschiedenen Dichten des Gewebes mehr oder weniger stark abgeschwächt. Kompaktes Gewebe wie Knochen oder Fremdmaterialien wie Prothesen absorbieren einen hohen Strahlenanteil, während beispielsweise Lungengewebe nur eine geringe Absorption zeigt. Auf der gegenüberliegenden Seite verlassen die Strahlen den Körper und werden unterschiedlich abgeschwächt von einem Detektor erfasst. Die entstehenden Bilder mit bester Auflösung sind digital gespeichert und können in allen Abteilungen eingesehen werden.
Unter Verwendung von Röntgenkontrastmitteln sind auch Darstellungen von Hohlräumen (Darmstrukturen und Gefäße) möglich.

Knochenröntgen

Darstellung von Skelettteilen des menschlichen Körpers zum Ausschluss von Knochenbrüchen oder Abnutzungserscheinungen im Bereich der Knochen.

Lungenaufnahmen (Thorax Röntgen)

Darstellung der Lunge und des Herzens und krankhafte Veränderungen in diesem Bereich.

Abdomenübersicht

Darstellung von freier intraperitonealer Luft. Ebenso können hierdurch sehr gut Gallen- oder Nierensteine identifiziert werden. Gelegentlich gelingt der Nachweis eines Darmverschlusses.

Ausscheidungsurogramm

Beurteilung der Nieren und der Harnausscheidung bis zur Blase unter Kontrastmittelgabe.

Mammographie

Darstellung der weiblichen Brustdrüse mittels Röntgenstrahlen in 2 Ebenen je Seite. Mit Mammographie gelingt die Darstellung krankhafter Veränderungen der Brustdrüse. Letztendlich dient die Mammographie zum Ausschluss einer Brustkrebserkrankung. Zusätzlich können durch Mammographie sehr feine Verkalkungen erkannt werden, wobei diese Veränderungen nicht immer tastbar sein müssen und somit erst sehr viel später erkannt werden könnten.

Magenröntgen

Darstellung des Magens nach oraler Gabe einer nicht resorbierbaren Kontrastmittelflüssigkeit (Bariumsulfat). Dabei wird der Magenhohlraum vom Kontrastmittel benetzt und ist somit dann auf dem Röntgenbild darstellbar. Zur besseren Detailbeurteilbarkeit kann zusätzlich die Gabe gasbildender Substanzen notwendig sein (Doppelkontrasttechnik). Hierbei können Veränderungen wie Magengeschwüre oder auch Tumore im Magenwandbereich dargestellt werden.

Ösophagusbreischluckuntersuchung

Auch zur Ösophagusbreischluckuntersuchung muss der Patient barium- oder jodhaltiges Kontrastmittel trinken. Hierbei wird die Speiseröhre in kompletter Länge untersucht. Dabei lassen sich Aussagen über die Beweglichkeit der Speiseröhre treffen. Außerdem gelingt die Darstellung entzündlicher Veränderungen sowie anderer krankhafter Veränderungen im Bereich der Speiseröhre.

Magendarmpassage

Hierbei wird unter Durchleuchtung nach Kontrastmittelgabe (oral bzw. über Dünndarmsonde) verfolgt, in welchem Zeitraum das Kontrastmittel den Darm passiert. Dabei sind Aussagen möglich, ob es zu einer Ausscheidungsverzögerung oder -beschleunigung kommt. Die entsprechenden Ursachen können unter Umständen hierdurch ebenfalls dargestellt werden. Ursächlich können dafür kleine Tumore sein, die das Darmlumen verlegen und somit zu einer Passagebehinderung führen.

Fisteldarstellung

Nach Operationen kommt es oftmals im Narbenbereich zur Fistelbildung, über die sich dann Flüssigkeiten entleeren. Zur Ausbreitungsdiagnostik einer Fistel, die oftmals sehr weit in die Tiefe der Körperregionen reicht, muss Kontrastmittel in die Fistelöffnung gespritzt werden. Danach werden Röntgenaufnahmen angefertigt, um das Gangsystem darzustellen. Danach kann der Chirurg unter Kenntnis der Ausbreitung des Fistelgangs eine entsprechende operative Versorgung durchführen.

Kolonkontrasteinlauf

Beim Kolonkontrasteinlauf wird der gesamte Dickdarm (sog. Colonrahmen) durch Kontrastmittelgabe über den After dargestellt. In einem zweiten Untersuchungsschritt wird der Darm mittels Luft aufgefüllt. Hierbei lassen sich dann feine Veränderungen an der Darmwand darstellen. Zusätzlich gelingt die Darstellung von Tumoren, die oftmals mit Einengungen des Darms einhergehen. Es sind auch sehr gute Aussagen über entzündliche Darmwanderkrankungen möglich.

Veno-/Phlebographie der Arme und der Beine

Nach Gabe eines jodhaltigen Kontrastmittels in die entsprechenden Venen der zu untersuchenden Körperregion werden die Gefäße bedingt durch die Kontrastmittelgabe auf dem Film darstellbar. Dabei sind Aussagen über Gefäßeinengungen oder Verschlüsse möglich. Zusätzlich kommen auch die so genannten Krampfadern zur Darstellung und können dann einer operativen Versorgung zugeführt werden.

Ultraschalldiagnostik (Sonographie)

Beim Ultraschall wird keine Röntgenstrahlung angewendet. Die verwendeten Schallwellen sind völlig ungefährlich. Insofern ist der Ultraschall eine sehr schonende Untersuchungsmethode, die auch bei Kindern und Schwangeren bedenkenlos zum Einsatz kommen kann.
Mit dem Ultraschall können zweidimensionale Bilder aus dem Körper gewonnen werden. Dabei werden von den Organen die Ultraschallwellen unterschiedlich absorbiert und mit Laufzeitunterschieden zum Ultraschallsender und Empfänger zurückgeführt, so dass dann entsprechend der zeitversetzten Schallwellen über einen Computer wieder Bilder berechnet werden können.
Durch Ultraschall gewinnt der Arzt Bilder von Organen, hierbei kann er Rückschlüsse über Größe, Form und Struktur des zu untersuchenden Organs gewinnen.

Hervorragend beurteilbar sind durch Ultraschall im Oberbauchbereich die Leber, die Milz und die Gallenblase. Gallensteine sind sehr gut nachzuweisen oder auszuschließen.

Die Schilddrüse lässt sich sonographisch ebenfalls relativ gut beurteilen. Hierbei sind oftmals Schilddrüsenvergrößerungen oder Knoten darzustellen.

In der Brust dient der Ultraschall in Ergänzung zu einer Röntgenmammographie der Einordnung von mammographisch gesichteten Läsionen, wobei durch Ultraschall eine sichere Differenzierung zwischen zystischen oder soliden Tumoren gelingt.

Computertomographie (CT) inclusive CT-Interventionen

Die Computertomographie basiert auf dem Prinzip einer um den Patienten kreisenden Röntgenröhre, während sich der Untersuchungstisch langsam weiterbewegt.

Von Detektoren auf der Gegenseite werden die vom Gewebe des Patienten mehr oder weniger abgeschwächten Röntgenstrahlen erfasst und an einen Computer zur weiteren Bearbeitung weitergeleitet. Moderne Geräte können gleichzeitig mehrere Schichten erfassen, was den Ablauf der Untersuchung erheblich beschleunigt.
Aus den Bilddaten können zusätzlich zu den Querschnittsbildern z. B. auch Aufsichtsbilder und 3-D-Bilder rekonstruiert werden.
Oft ist es notwendig, 50 bis 150 ml Kontrastmittel über eine Vene in das Blutgefäßsystem zu spritzen, um deutlichere Bilder zu erhalten oder um Blutgefäße, Entzündungen oder Tumore abgrenzen zu können. Einige Untersuchungen setzen die Gabe von Kontrastmittel voraus.

Jede Körperregion kann mit der Computertomographie untersucht werden.
Häufige Indikationen für eine Computertomographie sind:

• Kopf: Diagnostik von Hirnblutungen und Schlaganfällen, Schädel-Hirn-Traumata, Hirntumore, degenerativen Veränderungen der Hirnsubstanz, Erkrankungen der Nasen-Nebenhöhlen und des Mittel- und Innenohres

• Hals: Lokalisation und Ausdehnung von Tumoren, Traumata oder degenerative Veränderungen der Halswirbelsäule, Darstellung von Gefäßen (z. B. Halsschlagader)

• Brustkorb: Lokalisation und Ausdehnung von Lungentumoren, Darstellung der Lungenarterien (Lungenembolie), akute und chronische Entzündungen, Entfaltung der Lunge, Emphysem, Lungenfibrose, Darstellung der Hauptschlagader (Aorta), Traumata des Brustkorbs, Traumata oder degenerative Veränderungen der Brustwirbelsäule

• Bauch: Erkrankungen der Oberbauchorgane, insbesondere von Leber, Bauchspeicheldrüse und Gallenwegen (z. B. Entzündungen, Tumore), Organverletzungen, Diagnostik des Magen-Darm-Trakts, Darstellung der großen Bauchgefäße, Verletzungen oder degenerative Veränderungen der Lendenwirbelsäule und des Beckens

• Skelett: Verletzungen und degenerative Veränderungen des Skeletts
Spinalraum mit Rückenmark und der Weichteile

Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT)

Die MRT ist im Zusammenhang mit anderen bildgebenden Verfahren bzw. Schnittbilduntersuchungen (Ultraschall, CT) eine wichtige weiterführende bzw. ergänzende Methode. Für einige Fragestellungen ist die MRT bereits als Erstuntersuchung wegweisend.

Im Gegensatz zum konventionellen Röntgen und zur Computertomographie werden die MRT-Bilder nicht durch Anwendung von Röntgenstrahlen sondern durch ein Magnetfeld in Kombination mit Radiowellen gewonnen.

Das Grundelement eines Kernspintomographen ist ein großer, in Röhrenform konfigurierter, supraleitender Magnet, der mit flüssigem Helium gekühlt wird. In der Innenwand des Kernspintomographen befinden sich so genannte Sende- und Empfangsantennen, die die Radiowellensignale, die bei der Untersuchung entstehen, aufnehmen und in einen leistungsfähigen Rechner leiten.

Durch die Kernspintomographie werden große Mengen an Schichtaufnahmen aus allen Körperregionen in allen Raumebenen gewonnen.

 

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