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Die Untersuchungen der Abteilung Radiologie Naumburg erfolgen für alle stationären Fachabteilungen, die Krankenhausambulanzen und ambulante Selbstzahler.

Phlebographien können auf Überweisungsschein im Rahmen des „Ambulanten Operierens“ nach telefonischer Terminvereinbarung kurzfristig durchgeführt werden. Telefon der Anmeldung Radiologie: (0 34 45) 72 17 10

Die Ärzte des MVZ nutzen als Teilradiologen die Röntgentechnik der Abteilung. Ambulante BG-Fälle können auch durch die Radiologen ein CT erhalten.

Ambulante MRT-Untersuchungen für BG-Fälle und gesetzlich Krankenversicherte sind nicht möglich. Hier wenden Sie sich bitte an die Kollegen der Radiologischen Gemeinschaftspraxis oder andere niedergelassene Radiologen.

Hinweise zur Röntgenuntersuchung

Was ist vor der Untersuchung zu beachten?

Eine spezielle Vorbereitung der Untersuchung ist in der Regel nicht notwendig.
Vor der Untersuchung wird das zu untersuchende Körperteil entkleidet und es werden alle äußerlichen Gegenstände entfernt (z. B. BH-Bügel, Schmuckstücke usw.), um eine Überlagerung zu vermeiden. Hierbei helfen Ihnen gerne unsere Röntgenassistentinnen.

Wie läuft die Untersuchung ab?

Die Untersuchungen werden im Stehen, Sitzen oder Liegen durchgeführt.
Die zu untersuchende Körperregion wird von der Röntgenassistentin gelagert und positioniert.
Mittels einer Röntgenröhre werden Röntgenstrahlen erzeugt. Diese werden anschließend über Blendensysteme auf die zu untersuchende Körperregion eingegrenzt, so dass die übrigen Körperteile nicht dem Strahlenfeld ausgesetzt sind.
Zusätzlich werden die Eierstöcke und Hoden durch Bleischürzen abgedeckt, sofern dies möglich ist. Nach Eindringen der Strahlen in den Körper werden sie durch die verschiedenen Dichten des Gewebes mehr oder weniger stark abgeschwächt. Kompaktes Gewebe wie Knochen oder Fremdmaterialien wie Prothesen weisen eine sehr hohe Dichte auf und absorbieren einen hohen Strahlenanteil, während beispielsweise Lungengewebe auf Grund seines hohen Luftanteils nur eine geringe Absorption zeigt. Auf der gegenüberliegenden Seite verlassen die Strahlen den Körper und werden unterschiedlich abgeschwächt von einem Detektor erfasst, der die früher üblichen Filme ersetzt.  Es ist häufig nötig, weitere Aufnahmen in einer oder mehreren anderen Ebenen zu erstellen. So können Strukturen räumlich zugeordnet werden.

Röntgendurchleuchtung

Bei der Röntgendurchleuchtung sind die Bewegungen im Röntgen wie in einem Film
sichtbar, und es werden mehrere Momentaufnahmen zur Dokumentation der Befunde
angefertigt.
Typische Untersuchungen sind Phlebographien zur Darstellung der Beinvenen.
Aber auch der Magen-Darm-Trakt, die Gallenwege und Fisteln werden typischerweise in der
Durchleuchtung abgebildet.

 

Hinweise zur Computertomographie

Was ist vor der Untersuchung zu beachten?

Bei vielen Computertomographien kommt jodhaltiges Kontrastmittel zum Einsatz,
welches über eine Vene eingebracht wird. Im Vorfeld und im Aufklärungsgespräch
sollen bei solchen Untersuchungen vor allem folgende Fragen geklärt werden:

• Liegt eine normale Nierenfunktion vor?
Da der größte Teil des Kontrastmittels über die Nieren ausgeschieden wird, sollte ein aktueller Blutwert (Kreatininwert) vorliegen. Gegebenenfalls muss vor der Untersuchung die Nierenfunktion mittels Infusionen und Medikamenten verbessert werden, um der Gefahr einer bleibenden Schädigung entgegenzuwirken.
Auch ein Verzicht auf die Kontrastmittelgabe kann notwendig sein.

• Liegt eine Schilddrüsenüberfunktion vor?
Da das Kontrastmittel jodhaltig ist, könnte die Schilddrüsenüberfunktion verschlechtert werden. Bei bekannter Funktionsstörung der Schilddrüse sollten im Vorfeld aktuelle Schilddrüsenparameter bestimmt worden sein.
Gegebenenfalls ist ein Verzicht auf das Kontrastmittel oder eine Blockung der Schilddrüsenfunktion erforderlich.

• Besteht eine bekannte Allergie gegen jodhaltiges Kontrastmittel?
Bei bekannten allergischen Reaktionen auf Kontrastmittel muss ebenfalls im Vorfeld eine gründliche Risikoabschätzung erfolgen. Gelegentlich ist eine Gabe von antiallergischen Medikamenten notwendig, oder es muss auf das Kontrastmittel verzichtet werden.

• Bei Kindern:
Existiert eine Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten?

• Bei Frauen:
Besteht eine Schwangerschaft?
Eine Untersuchung ist auch dann bei dringlicher Fragestellung möglich. Auf eine Minimierung der Belastung des ungeborenen Kindes wird geachtet. Im Fall einer Kontrastmittelgabe muss aber nach der Geburt die kindliche Schilddrüsenfuntkion kontrolliert werden.

• Bei Diabetikern:
Nehmen Sie Zuckertabletten mit Metformin ein?
Wenn die Nierenfunktion normal ist, gibt es keine Einschränkungen. Ist die Nierenfunktion reduziert, muss das Metformin 2 Tage vor bis 2 Tage nach der Unterschung pausiert werden und eine Laborkontrolle erfolgen.

Sie sollten daher unbedingt vor der Untersuchung Ihrem behandelten Arzt oder dem aufklärenden Radiologen bekannte Vorerkrankungen mitteilen, um gegebenenfalls entsprechende Maßnahmen einzuleiten.

Wie sollte ich mich auf die Untersuchung vorbereiten?

Untersuchungen des Kopfes, der Bandscheiben und Skelettanteile bedürfen keiner besonderen Vorbereitung.

Bei vielen Untersuchungen des Magen-Darm-Traktes ist es notwendig, vor der Untersuchung über 1 bis 2 Stunden verteilt 1 bis 1,5 Liter Flüssigkeit mit Kontrastmittel zu trinken, um die Strukturen des Magen-Darm-Traktes darzustellen. Der Geschmack wird gelegentlich als unangenehm empfunden. Sie dürfen aber auch zusätzlich andere Getränke zu sich nehmen.
Außer für spezielle Magenuntersuchungen brauchen Sie nicht nüchtern zu kommen.
Eine leichte Kost ist sogar empfehlenswert.

Wie läuft die Untersuchung ab?

Während der Untersuchung liegen Sie meist in Rückenlage, seltener in Bauchlage
auf einer schmalen Liege, die sich langsam in die ringförmige Öffnung (Gantry) des Gerätes hineinbewegt. Die Gantry ist mit ca. 70 cm relativ weit und ringförmig (keine „Röhre“), weshalb Sie sich nicht eingeengt fühlen und keine Platzangst haben müssen. Während der Untersuchung können Sie über eine Wechselsprechanlage jederzeit mit dem Arzt bzw. der Röntgenassistentin sprechen, falls Probleme auftreten.

Die Untersuchung selbst ist völlig schmerzfrei und dauert je nach Aufwand 2 bis 10 Minuten. Sie sollten während der Untersuchung so entspannt und ruhig wie möglich liegen. Möglicherweise wird Ihnen eine automatische Stimme genaue Anweisungen für die Atmung geben. Bitte halten Sie sich daran, denn bei jeder Atmung können sich die inneren Organe anders darstellen. Insbesondere bei Untersuchungen des Halses sollte das Schlucken während der Aufnahme unterbleiben. Während einer Kontrastmittelinjektion verspüren viele Patienten ein innerliches
Wärmegefühl und es kann ein seltsamer metallischer Geschmack im Mund auftreten.
Beides ist völlig harmlos und klingt nach kurzer Zeit wieder ab.

 

Hinweise zur Gefäßdiagnostik (Angiographie)

Wie wird die Untersuchung durchgeführt?

Sie werden auf Station in der Leiste rasiert, bekommen ein Krankenhausnachthemd und werden im Bett in die Radiologie gebracht. In eine Arm- oder Handvene wird eine Verweilkanüle gelegt, um notfalls Infusionen oder Medikamente einbringen zu können. Die Leisten werden rund um die Einstichstelle desinfiziert. Dann werden Sie mit sterilen Tüchern abgedeckt. Nach örtlicher Betäubung wird die Leistenarterie (A. femoralis) mit einer dünnen Nadel punktiert. Es kann aber auch eine Arterie am Arm punktiert werden. Über diese Nadel werden im nächsten Schritt ein Führungsdraht sowie nach Entfernung der Nadel über den Draht eine dünne Einführschleuse eingeführt. Über diese werden dann innerhalb der Gefäße Drähte und Katheter bis in die Höhe des zu untersuchenden Gefäßes vorgeschoben. Dieses Vorschieben ist nicht schmerzhaft, da Blutgefäße in ihrem Inneren keine Schmerzempfindungszellen haben. Nach Entfernen des Führungsdrahtes kann dann durch schnelle Injektion eines jodhaltigen Kontrastmittels durch den Katheter das gewünschte Gefäßsystem dargestellt werden. Während der Aufnahme verspüren Sie ein kurzzeitiges Wärmegefühl. Sie sollten trotzdem absolut ruhig liegen bleiben und auf Aufforderung kurzzeitig die Luft anhalten. Nach der Untersuchung wird die Einstichstelle erst vom Arzt komprimiert, dann wird ein Druckverband angelegt, der 4 bis 8 Stunden belassen wird. Sie werden im Bett auf die Station transportiert und sollten nach Punktionen in der Leiste für 24 Stunden Bettruhe einhalten.

Was ist eine therapeutische Intervention?

Im Rahmen einer Angiographie können aber auch Eingriffe – Interventionen – durchgeführt werden, um die Durchblutungssituation zu verbessern. Engstellen oder kurze Verschlüsse können mit Ballons geweitet werden. Dies heißt PTA (percutane transluminale Angioplastie). Es werden oft Stents eingebracht, die als festes oder flexibles Gittergeflecht das Gefäß weiten. Sie bleiben dauerhaft im Körper. Voraussetzung ist jeweils, dass es gelingt, mit einem Draht als Führungsschiene den erkrankten Gefäßabschnitt zu passieren.
Die Festlegung, bei welcher Gefäßsituation das jeweilige Verfahren zur Anwendung kommt, richtet sich nach den aktuellen Empfehlungen der Fachgesellschaften und wird gemeinsam mit den Gefäßchirurgen getroffen.

Welche Risiken bestehen für mich?

Die häufigste Komplikation ist ein Bluterguss an der Einstichstelle in die Arterie. Meist bildet dieser sich bald von alleine zurück. In seltenen schweren Fällen kann er sich aber auch entzünden oder so groß werden, dass eine Operation der Einstichstelle notwendig wird. Nervenverletzungen an der Einstichstelle sind ebenfalls sehr selten. Bedeutsamer sind die Risiken, die mit der Kontrastmittelgabe verbunden sind. Das Kontrastmittel ist das Gleiche, das bei der Computertomographie verwendet wird.

Die Risiken einer Nierenschädigung, einer Schilddrüsenüberfunktion und einer Allergie
sind auf der Seite zur Computertomographie vermerkt. Bei Interventionen ergeben sich weitere Risiken, die im Aufklärungsgespräch ausführlich mit Ihnen besprochen werden. Um die Entscheidung zur Einwilligung ausreichend überdenken zu können, findet die Aufklärung am Vortag oder bei der vorstationären Vorstellung statt.

 

Hinweise zur MRT (Kernspin, Magnetresonanztomographie)

Was ist vor der Untersuchung zu beachten?

In einem Aufklärungsgespräch wird Ihnen die Untersuchung geschildert. Vor allem muss abgeklärt werden, welche Metalle Sie am oder im Körper tragen. Magnetisches Material wie z. B. Granatsplitter kann sich im Magnetfeld verlagern oder erhitzen und so schwere Schäden verursachen.

Verboten sind:

  • fast alle Herzschrittmacher und Defibrillatoren
  • Insulinpumpen
  • Cochlearimplantate
  • lose Zahnprothesen
  • Medikamentenpflaster
  • Metallsplitter (kleine und vom untersuchten Körperteil weit entfernte sind unter Umständen möglich)
  • Glasaugen mit Magnet
  • Blasen-Dauerkatheter mit Temperatursonde
  • Penisimplantate/Penisprothesen

Auch nicht in den MRT-Raum gelangen dürfen natürlich Betten, Feuerlöschgeräte, Rollstühle, Werkzeug, Schlüssel, Geld, Handys, Haarspangen, normale Monitore und Beatmungsgeräte.

Potentiell gefährlich, aber nach entsprechender Aufklärung über Wärmeentwicklung mit Abbruch der Untersuchung erlaubt sind:

  • Fixateur externe,
  • sehr alte orthopädische Implantate
  • große Tätowierungen
  • Permanent-Make-up
  • Mamma-Expander
  • Piercings mit unreinem Metall

Unterschiedlich im Verhalten und daher im Einzelfall zu recherchieren sind:

  • alte Aneurysma-Clips intracerebral
  • manche Herzklappen
  • manche Stapesplastiken
  • manche Ventrikulo-peritonealen Shunts (nachher Rö-Kontrolle und ggf. wieder einstellen lassen vom Neurochirurgen)
  • Diaphragma

Erlaubt sind:

  • Alle orthopädischen und fast alle neurochirurgischen Implantate (künstliche Hüften, Bandscheiben-OP), Gefäßclips, Hautklammern, Stents
  • Flexülen, normale Blasenkatheter
  • Ports
  • feste Zahnimplantate
  • reiner Edelstahl
  • Brustimplantate
  • Intrauterinpessar
  • Tympanoplastik
  • Event-Rekorder (Reveal DX Medtronic)
  • fast alle Herzklappen
  • Schwangerschaft ab Mitte

Was ist noch zu beachten?

Die Röhre ist eng. Wenn Sie unter „Platzangst“ leiden, teilen Sie dies bitte im Vorfeld mit, damit Sie sich den Raum erstmal probeweise ansehen und im Bedarfsfall beruhigende Medikamente erhalten können. Während der Untersuchung halten Sie eine Klingel in der Hand. Diese können Sie drücken, wenn Se die Untersuchung abbrechen wollen.

In der Kabine legen Sie alle Metallteile ab. Bei Bedarf erhalten Sie ein Krankenhaushemd von uns.

Sie werden auf der Untersuchungsliege gelagert, wobei häufig Spulen nahe am Körper angebracht werden. Bei Kopf- und Halsdarstellungen liegt der Kopf in einer Art Helm. Mit Hilfe eines Spiegels können Sie aber nach draußen schauen. Wichtig ist, dass Sie ruhig und stabil liegen können.

Für die Untersuchungsplanung müssen wir Ihr Gewicht eintragen.

Die Untersuchung ist sehr laut. Wir bieten Ihnen Ohrstöpsel an oder Kopfhörer, über die wir Musik einspielen.

Wie wird die Untersuchung durchgeführt?

Nach der Lagerung sind Sie allein im Raum, werden aber durch eine Glasscheibe beobachtet. Die Untersuchung dauert etwa 15 - 60 Minuten, je nach Fragestellung. Es wechseln sich laute Abschnitte mit ruhigeren Abschnitten ab. Bei manchen Untersuchungen bewegt sich auch die Liege längs durch das Gerät oder Sie erhalten Atemkommandos.

Die Magnetfelder sind energiereich. Besonders bei Wirbelsäulenuntersuchungen empfinden viele ein Wärmegefühl.

Bei einigen Fragestellungen erhalten Sie auch ein spezielles Kontrastmittel in eine Vene.

 

Häufig gestellte Fragen

Was versteht man unter „Röntgen“?

Mit „Röntgen“ bezeichnet man gemeinhin den Einsatz von ionisierenden Strahlen
für die Diagnosefindung in der Medizin.
Dazu wird von einer Strahlenquelle aus (in der Regel ist das die Röntgenröhre) unter bestimmten Bedingungen eine kurze, momentane Strahlung ausgesendet, die im Bereich von Millisekunden liegt. Die Strahlen treten durch den Körper hindurch, treten auf der Gegenseite des Objektes aus und führen zu einer Abbildung des Objektes auf einem Film. Nach der ursprünglichen Methode wird der Film durch die auftreffenden Röntgenstrahlen in seinen chemischen Eigenschaften so verändert, dass nach einer speziellen Entwicklung des belichteten Röntgenfilmes ein Bild entsteht, ein „Röntgenbild“. Heute wird die vom Körper abgeschwächte Strahlung mit digitalen Folien oder direkt digital erfasst und zu Bildern weiterverarbeitet, die als Datensatz gespeichert werden können.

Was passiert, wenn ich allergisch auf Kontrastmittel bin?

Falls Sie allergisch auf Kontrastmittel reagieren, kann es zu Reaktionen kommen. Zu nennen sind unter anderem: Brechreiz, Juckreiz, Hautausschlag und ähnliche leichte Reaktionen. Sie klingen in den meisten Fällen von selbst ab und bedürfen keiner weiteren Behandlung.
Extrem selten sind schwere allergische Schockreaktionen. Sie erfordern eine stationäre
Behandlung und können zu bleibenden Schäden (z. B. Nierenversagen, Nervenlähmung) führen. Teilen Sie vor der Untersuchung bitte unbedingt mit, wenn bei Ihnen Kontrastmittel-Unverträglichkeiten, Asthma oder Heuschnupfen bekannt sind. Durch geeignete Medikamente kann einer allergischen Reaktion vorgebeugt werden.
Melden Sie bitte, wenn Sie während der Untersuchung etwas Außergewöhnliches an sich bemerken wie z. B. einen plötzlichen Niesreiz, Schwindel, Kopfschmerzen oder Übelkeit.

Was bewirkt das jodhaltige Kontrastmittel an den Nieren?

Das Kontrastmittel wird über die Nieren ausgeschieden und kann die Funktion vorgeschädigter Nieren vor allem bei Diabetespatienten weiter verschlechtern, im Extremfall bis zum vollständigen Ausfall der Nierenfunktion. Daher wird im Vorfeld die Nierenfunktion durch einen Blutwert (Kreatinin) abgeschätzt. Gegebenenfalls muss vor der Untersuchung die Nierenfunktion mittels Infusionen und Medikamenten verbessert werden, um der Gefahr einer bleibenden Schädigung entgegenzuwirken.
Auch ein Verzicht auf die Kontrastmittelgabe kann notwendig sein.
Vor und nach einer Untersuchung mit Kontrastmittel ist es ratsam, viel zu trinken. Dadurch wird die Ausscheidung des Kontrastmittels beschleunigt. Ältere Patienten und solche mit Herz- und Kreislauferkrankungen sollten dies aber nur zurückhaltend betreiben und gegebenenfalls den Arzt fragen.

Welche Risiken gibt es durch das MRT-Kontrastmittel?

Das Kontrastmittel, das in Naumburg im MRT eingesetzt wird, ist auch bei schwer eingeschränkter Nierenfunktion zugelassen. Wie auf jedes Medikament kann man allergisch reagieren, dies ist aber extrem selten. In der Schwangerschaft ist es in Ausnahmefällen zugelassen. In der Stillzeit soll sicherheitshalber 2 Tage abgepumpt werden, da keine ausreichenden Erfahrungen vorliegen.

Werden die Röntgenstrahlen im Körper gespeichert?

Röntgenstrahlen werden nicht gespeichert. Sie treten durch ein Objekt hindurch und werden von ihm abgelenkt oder geschwächt, sie verbleiben jedoch nicht in dem entsprechenden Objekt. Der Körper wird durch eine Röntgenaufnahme auch nicht selbst radioaktiv. Es entstehen keine schädigenden Wirkungen auf Kontaktpersonen.

Wie schädlich ist eine Röntgenaufnahme?

Alle diagnostischen konventionellen Röntgenuntersuchungen liegen unabhängig von der Körperregion in einem unbedenklichen Dosisbereich. Auch mehrfache Untersuchungen über das Jahr verteilt gelten als unbedenklich. Bei starker Häufung (z. B. über Jahre hinweg mehrere Male pro Monat) muss das Risiko meist individuell eingeschätzt werden. Es ist abhängig von der untersuchten Region und der medizinischen Notwendigkeit.

Wie entsteht ein Schaden durch Röntgenstrahlen im Körper?

Körperliche Schäden durch ionisierende Strahlung können auf zweierlei Art und Weise entstehen. Die sogenannte „deterministische Strahlenwirkung“ führt zum Absterben und Inaktivieren von Zellen. Sie entstehen nur bei einer sehr hohen Strahlendosis. Solche hohen Dosiswerte kommen in der Medizin nur bei einer Strahlentherapie von Tumoren zustande und sind dort beabsichtigt. In der Röntgendiagnostik werden solche Werte bei Weitem nicht erreicht. Sie liegen weit darunter und meistens sogar niedriger, als die Werte für die jährliche natürliche Strahlenexposition durch Strahlung von der Erde oder aus dem All. Eine Aufnahme der Arme oder Beine entspricht etwa der natürlichen Strahlenbelastung von 1,5 Tagen und eine Aufnahme der Lunge 3 Tagen „an der frischen Luft“. Eine Computertomographie kann aber – je nach Untersuchungsumfang – der natürlichen Belastung von Monaten bis 5 Jahren entsprechen.

Die „stochastische Strahlenwirkung“ besteht darin, dass ionisierende Strahlen zu einer Veränderung im Erbgut führen können. Der Körper kann solche Veränderungen im Erbgut zum Teil beheben und reparieren. Diese stochastischen Schäden sind jedoch nicht von einer bestimmten Dosis abhängig und können nicht vermieden werden. Sie können bei jeder Form von ionisierender Strahlung entstehen, auch durch die natürliche Strahlenexposition durch Erdstrahlung (sog. terrestrische Strahlung) oder kosmische Strahlung.

Welche Organe sind besonders gefährdet durch Röntgenstrahlen?

In unserem Körper gibt es Organe und Gewebe, die besonders strahlenempfindlich sind. Das sind vor allem solche Organe, die eine hohe Zellteilungsrate haben. Dazu gehören das blutbildende Knochenmark, die Keimdrüsen (Eierstock und Hoden), die Schilddrüse, die Brustdrüse und die Augenlinse. Vor allem die Keimdrüsen müssen nach Möglichkeit bei jeder konventionellen Röntgenaufnahme geschützt werden. Dazu wird vor der Röntgenaufnahme ein Bleiumhang als Schutz angelegt. Man kann sagen, dass die Strahlenbelastung durch eine konventionelle Röntgenuntersuchung abhängig von der Körperregion in den meisten Fällen vernachlässigbar gering ist.

Welche Gefahr besteht in der Schwangerschaft?

Bei einer bestehenden Schwangerschaft sollte man grundsätzlich überdenken, ob eine Röntgenaufnahme notwendig ist. Die Entscheidung trifft der Arzt zusammen mit der Patientin, die nach einer ausführlichen Information und Aufklärung auch mit einer Unterschrift zustimmen soll. Für die Entscheidung ist vor allem der Zeitpunkt der Schwangerschaft und die Art der Röntgenuntersuchung (also welche Körperregion untersucht werden soll) ausschlaggebend. Vor allem in der 2. bis 15. Schwangerschaftswoche, in der Organe und das zentrale Nervensystem geformt werden, ist der Embryo besonders verletzlich. Zu einem späteren Zeitpunkt sind Schädigungen unwahrscheinlich. Missbildungen sind durch Röntgenuntersuchungen nicht hervorzurufen, wohl aber ein erhöhtes Leukämierisiko für das ungeborene Kind bei hoher Strahlenbelastung. Grundsätzlich wird – wie immer bei Röntgenaufnahmen – ein besonderer Bleischutz um Bauch und Becken der Patientin angelegt. Bei Aufnahmen der Hand, der Arme, des Fußes, der Sprunggelenke oder des Knies ist die Strahlenbelastung besonders gering, da auch das Körperteil in der Regel relativ schlank ist. Hier kann in den meisten Fällen eine Aufnahme trotz bestehender Schwangerschaft unter Berücksichtigung des Obengenannten als unbedenklich gelten. Bei Aufnahmen der Brust, des Bauches oder der Wirbelsäule (vor allem der Lendenwirbelsäule) und des Beckens kommt es auf die Art der Erkrankung der Patientin an, um zu entscheiden, ob eine Röntgenuntersuchung notwendig ist, oder eine alternative Methode zur Diagnosefindung zur Verfügung steht. Die Strahlenbelastung der Computertomographie liegt allgemein deutlich über derjenigen der Röntgenaufnahmen. Besonders Untersuchungen des Bauches und der Lendenwirbelsäule sollten daher in der Schwangerschaft nur im Notfall durchgeführt werden. Die Strahlenbelastung des Kindes bei einer Schädeluntersuchung im CT ist sehr gering. Dennoch muss hier im Fall einer Schwangerschaft die Notwendigkeit der Untersuchung besonders gut begründet sein.

Gibt es Alternativen zur Röntgenaufnahme bei Schwangerschaft?

Manchmal kann die notwendige Diagnose auch mit Untersuchungsverfahren, die keine Röntgenstrahlen anwenden, geklärt werden wie zum Beispiel mit Ultraschall oder der Kernspintomographie (= Magnetresonanztomographie oder MRT). Besteht eine besondere Gefahr für Leib und Leben der Mutter, so sind Röntgenaufnahmen zur schnellen Sicherung einer Diagnose gerechtfertigt, um schnell eine geeignete Therapie einleiten zu können.

Ich bin unwissentlich während einer Schwangerschaft geröntgt worden. Was nun?

Das individuelle Risiko muss jeweils der Arzt in der speziellen Situation abschätzen. Ein Schwangerschaftsabbruch nach einer Röntgenuntersuchung ist nicht gerechtfertigt

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