Leistungen

Röntgendiagnostik

Die Haupteinsatzgebiete der konventionellen Radiographie liegen heute in der Diagnostik von krankhaften Veränderungen in der Lunge (z. B. Lungenentzündungen), der Beurteilung einer Herzinsuffizienz sowie in der Erkennung von Erkrankungen des Skelettsystems (z. B. Knochenbrüche).

Röntgenbilder eignen sich weiterhin zur Diagnostik des Magen-Darm-Traktes, des Gallenwegssystems und der Venen (Phlebographie).

Die entstehenden Bilder mit bester Auflösung sind digital gespeichert und können in allen Abteilungen eingesehen werden.

In der Rubrik Informationen ist der Untersuchungsablauf ausführlich dargestellt.

Computertomographie

Die Computertomographie basiert auf dem Prinzip einer um den Patienten kreisenden Röntgenröhre, während sich der Untersuchungstisch langsam weiterbewegt.

Von Detektoren auf der Gegenseite werden die vom Gewebe des Patienten mehr oder weniger abgeschwächten Röntgenstrahlen erfasst und an einen Computer zur weiteren Bearbeitung weitergeleitet. Moderne Geräte können gleichzeitig mehrere Schichten erfassen, was den Ablauf der Untersuchung erheblich beschleunigt.

Aus den Bilddaten können zusätzlich zu den Querschnittsbildern z. B. auch Aufsichtsbilder und 3-D-Bilder rekonstruiert werden.

Oft ist es notwendig, 50 bis 150 ml Kontrastmittel über eine Vene in das Blutgefäßsystem zu spritzen, um deutlichere Bilder zu erhalten oder um Blutgefäße, Entzündungen oder Tumore abgrenzen zu können. Einige Untersuchungen setzen die Gabe von Kontrastmittel voraus.

Jede Körperregion kann mit der Computertomographie untersucht werden.

Häufige Indikationen für eine Computertomographie sind:

  • Kopf: Diagnostik von Hirnblutungen und Schlaganfällen, Schädel-Hirn-Traumata, Hirntumore, degenerativen Veränderungen der Hirnsubstanz
  • Hals: Lokalisation und Ausdehnung von Tumoren, Traumata oder degenerative Veränderungen der Halswirbelsäule, Darstellung von Gefäßen (z. B. Halsschlagader)
  • Brustkorb: Lokalisation und Ausdehnung von Lungentumoren, Darstellung der Lungenarterien (Lungenembolie), akute und chronische Entzündungen, Entfaltung der Lunge, Emphysem, Lungenfibrose, Darstellung der Hauptschlagader (Aorta), Traumata des Brustkorbs, Traumata oder degenerative Veränderungen der Brustwirbelsäule
  • Bauch: Erkrankungen der Oberbauchorgane, insbesondere von Leber, Bauchspeicheldrüse und Gallenwegen (z. B. Entzündungen, Tumore), Verletzungen der abdominellen Organe, Diagnostik des Magen-Darm-Trakts, Darstellung der großen Bauchgefäße, Verletzungen oder degenerative Veränderungen der Lendenwirbelsäule und des Beckens
  • Skelett: Verletzungen und degenerative Veränderungen des Skeletts
  • Spinalraum mit Rückenmark und der Weichteile

In der Rubrik Informationen ist der Untersuchungsablauf ausführlich dargestellt.

Gefäßdiagnostik

Für die Gefäßdiagnostik sind wir ein bedeutender Partner innerhalb des zertifizierten interdisziplinären Gefäßzentrums.

Es werden vor allem die Arterien des Bauches, der Beine und die Halsschlagadern sowie die Arterien der Arme und Dialyseshunts dargestellt.

In Zusammenschau mit der Gesamtsituation und den Beschwerden wird die bestmögliche Behandlungsstrategie festgelegt. Die enge Zusammenarbeit zwischen der Radiologie, der gefäßchirurgischen, inneren und neurologischen Abteilung gibt diagnostische Sicherheit.

In der DSA-Angiographie können durch Injektion von jodhaltigem Kontrastmittel die Gefäße des Körpers dargestellt werden.

Mit einer Röntgenröhre, die mehrere Bilder pro Sekunde aufnehmen kann, werden jeweils vor und während der Kontrastmittelgabe Aufnahmen angefertigt. Dabei werden die Bildinformationen in einem Computer abgespeichert und verarbeitet. Diese Bilder werden von einander abgezogen, so dass ein Subtraktionsbild entsteht, in dem die Gefäße ohne störenden Hintergrund abgrenzbar sind. Diese Technik heißt Digitale Substraktions Angiographie.

Aus dem Erscheinen des Kontrastmittels sowie der Art der Gefäßanfärbung lassen sich Stenosen (Einengungen) und Verschlüsse, krankhafte Gefäßerweiterungen sowie Thrombosen und austretendes Blut diagnostizieren.

Viele Gefäßerkrankungen können in Kathetertechnik durch Ballondehnung (PTA) und Gefäßstützen (Stents) mit gutem Erfolg therapiert werden.

Zum Behandlungsspektrum in diesem Spezialbereich zählen ebenso Thrombolysen (Auflösung von Gefäßverschlüssen) in verschlossenen Arterien und Bypässen.

Auch die Versorgung von aneurysmatisch erweiterten Schlagadern mit ummantelten Stents (EVAR) gehört zum Behandlungsspektrum unseres Teams.

In der Rubrik Informationen ist der Untersuchungsablauf ausführlich dargestellt.

Interventionelle Radiologie

In der Radiologie werden auch Eingriffe und Behandlungen unter Röntgenkontrolle durchgeführt. Der Schwerpunkt liegt hier bei der Gefäßdiagnostik mit den Möglichkeiten der Ballondehnung (PTA), Stents, Thrombolysen von Gefäßverschlüssen und der Versorgung von Erweiterungen der Bauchschlagader (EVAR).

Weitere interventionsradiologische Eingriffe erfolgen CT-gesteuert, z. B.:

  • Peri-radikuläre Therapie PRT (gezielte Injektion direkt an die Nervenwurzeln zur Behandlung von Beschwerden der Lendenwirbelsäule)
  • Herdbiopsien (Entnahme von Gewebeproben) in verschiedenen Organbereichen
  • Chemische Sympathikolysen und Ganglienblockaden bei schweren Durchblutungsstörungen der Beine
  • Abszessdrainagen und Fistelsondierungen
  • Präoperative Herdmarkierungen

Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT)

Die Magnetresonanztomographie (MRT) – auch Kernspintomographie genannt – ist eine Untersuchungsmethode, die eine sehr genaue und differenzierte Darstellung aller Körperorgane und -gewebe liefert. Schon geringfügige Veränderungen im Körper, beispielsweise kleine Entzündungen, können auf diese Weise entdeckt werden.

Im Gegensatz zum Röntgenprinzip arbeitet die MRT nicht mit Röntgenstrahlen, sondern mit Magnetfeldern und Radiowellen. Die Elektromagneten werden in flüssigem Helium auf -270 Grad gekühlt für Stromfluss ohne Widerstand. Der Stromfluss in diesem „Supraleiter“ erzeugt Magnetfelder.

Starke wechselnde Magnetfelder richten Atomteilchen im Körper aus. Beim Zurückgleiten in den „freiwilligen“ Zustand senden die Teilchen Radiowellen, die mit Empfängerspulen gemessen werden.

Daraus berechnet ein Computer zahlreiche Schnittbilder durch den Körper des Patienten.

 

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