Leistungen

Mit der Bezeichnung „Klinik für psychische Erkrankungen“ wollen wir deutlich machen, dass in unserem Hause unter einem Dach die beiden Fachgebiete „Psychiatrie und Psychotherapie“ sowie „Psychosomatische Medizin“ vertreten sind. Dadurch können bei uns alle psychischen Störungen nach dem aktuellen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnis behandelt werden. An der Konzeptentwicklung, Behandlungsplanung und Supervision sind Fachärzte beider Gebiete beteiligt.

In unserer Klinik werden volljährige Männer und Frauen aus allen Altersgruppen aufgenommen und behandelt.

Welche Krankheitsbilder werden behandelt?

Organische psychische Störungen

  • Demenz bei Alzheimer-Krankheit
  • Vaskuläre Demenz (bei Störungen der Blutversorgung des Gehirns)
  • Verwirrtheitszustände
  • Psychische Störungen als Folge einer Schädigung des Gehirns

Störungen durch psychotrope Substanzen (Suchterkrankungen)

  • Alkohol, Medikamente, Drogen
  • Schädlicher Gebrauch, Abhängigkeit
  • Rauschzustände, Entzugssyndrome, Delir
  • psychotische Störung, amnestisches Syndrom, hirnorganisches Psychosyndrom

 

Schizophrenien und wahnhafte Störungen

  • Alle Verlaufsformen der Schizophrenien
  • Anhaltende wahnhafte Störungen
  • Akute vorübergehende psychotische Störungen
  • Schizoaffektive Störungen

 

Affektive Störungen

  • Hypomanische und manische Episoden
  • Bipolare affektive Störungen (manisch-depressive Erkrankung)
  • Depressive Episoden und wiederkehrende depressive Störungen
  • Anhaltende affektive Störungen

Neurotische Störungen, Belastungsstörungen und somatoforme Störungen

  • Phobien: Agoraphobie, soziale Phobie, spezifische Phobien
  • Panikstörung, generalisierte Angststörung
  • Zwangsstörung (mit Zwangsgedanken oder Zwangshandlungen)
  • Reaktionen auf schwere Belastungen 
    (akute Belastungsreaktion und posttraumatische Belastungsstörung)
  • Konfliktreaktionen und Anpassungsstörungen
  • Dissoziative Störungen und psychogene Körperstörungen
  • Somatoforme Störungen

Essstörungen

  • Anorexie (Magersucht)
  • Bulimie (Ess-Brech-Sucht)

Persönlichkeitsstörungen

  • Verschiedene Prägnanztypen, darunter die emotional instabile 
    Persönlichkeitsstörung vom Borderline-Typ

 

Psychische Störungen bei Intelligenzminderung


Wie wird die Behandlung organisiert?

Psychische Störungen werden bei uns je nach Schweregrad stationär, teilstationär oder ambulant behandelt. Deshalb verfügt die Klinik nicht nur über 95 stationäre Behandlungsplätze auf fünf Bettenstationen, sondern auch über 40 Tagesklinik-Plätze an zwei Standorten, Konsiliardienst und Institutsambulanz.

Behandlungsformen

  • Vollstationäre Behandlung
  • Teilstationäre (tagesklinische oder nachtklinische) Behandlung
  • Vorstationäre Diagnostik (nach § 115 SGB V)
  • Nachstationäre Behandlung (nach § 115 SGB V)
  • Ambulante Behandlung im Rahmen der psychiatrisch-psychotherapeutischen Institutsambulanz (§ 118 Abs. 2 SGB V)
  • Ambulante Behandlung von Notfällen
  • Ambulante Behandlung von Selbstzahlern (Sprechstunde des Chefarztes)
  • Konsiliarische Mitbetreuung von Patienten der anderen Fachabteilungen des Krankenhauses

Durch die wohnortnahe Behandlung kann eine schrittweise Wiedereingliederung in das soziale Umfeld und eine Vernetzung mit ambulanten und komplementären Diensten ermöglicht werden. Unser Ziel ist die Wiedereingliederung in den Alltag und die Teilhabe am sozialen Leben. Dies erreichen wir durch medizinische Behandlung, psychologische Hilfen und soziale Unterstützung. Dabei stehen drei Herangehensweisen gleichberechtigt nebeneinander:

  • Medizinische Methoden oder Somatotherapie
  • Psychologische Verfahren oder Psychotherapie
  • Soziale Interventionen oder Soziotherapie

 

Welche Behandlungsmethoden werden eingesetzt?

Jede psychische Erkrankung erfordert eine an das Krankheitsbild angepasste, individuelle, spezialisierte Behandlung, an der verschiedene Berufsgruppen beteiligt sind:

  • Ärzte
  • Krankenpflege- und Altenpflegekräfte
  • Diplom-Psychologen und Psychologische Psychotherapeuten
  • Diplom-Sozialpädagoginnen
  • Beschäftigungs- und Arbeitstherapeuten (Ergotherapeuten)
  • Musiktherapeutin, Kunsttherapeutin
  • Sportlehrerinnen und Bewegungstherapeuten
  • Fachpflegekräfte für Psychiatrie

Für die Behandlung der meisten psychischen Störungen hat sich die Kombination von mehreren Methoden als besonders wirksam erwiesen. Damit jeder Patient die für sein Krankheitsbild beste Kombination von Therapiebausteinen erhalten kann, fassen wir die Patienten in stationsübergreifend organisierten störungsspezifischen Gruppen zusammen. So werden Basisgruppen, Intensivgruppen, Suchtgruppen und Seniorengruppen angeboten. Die Teilnahme im Rahmen des Behandlungsplans verordnet der Bezugstherapeut in Absprache mit dem Patienten.

 

Behandlungsmethoden:

Psychopharmakotherapie

  • Akutbehandlung, Langzeitbehandlung, Rezidivprophylaxe
  • oral, Infusionsbehandlung, Depot-Präparate
  • Einsatz von Neuroleptika, Antidepressiva, Tranquilizern, Lithium und stimmungsstabilisierenden Medikamenten, Antidementiva und anderen je nach Indikation
  • ... ergänzt durch eine störungsbezogene Vermittlung wichtiger Informationen zur Therapie

 

Partieller Schlafentzug

Neuroelektrische Therapie (EKT) in Narkose

 

Psychotherapie

  • Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie, Verhaltenstherapie, Systemische Paar- und Familientherapie
  • ... im Rahmen eines Gesamtbehandlungsplans vorwiegend als Gruppentherapie
  • ... ggf. unter Einbeziehung wichtiger Bezugspersonen

Entspannungsverfahren

  • Autogenes Training
  • Progressive Muskelentspannung

Erlebensaktivierende Methoden

  • Sozialtherapeutisches Rollenspiel
  • Maltherapie, Musiktherapie, Kunsttherapie

Ergotherapie

  • Tagesstrukturierende Beschäftigung
  • Kreatives Gestalten
  • Arbeitstherapie

Bewegungstherapie

  • Leistungsgerechte Aktivierung vorwiegend in Gruppen
  • Rückenschule, Bewegungsbad, Konditionierung
  • Therapeutisches Klettern
  • Einzelbehandlung mit allen Methoden der Physiotherapie je nach Indikation

Soziotherapie

  • Soziale Beratung
  • Ermittlung des spezifischen Hilfebedarfs
  • Hausbesuche
  • Vermitteln und Anbahnen weiterführender Hilfen
  • Unterstützung bei Leistungsanträgen

 

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