weitere Informationen

Neurologische Sprechstunde
Haus 3, Untergeschoss
Telefon: (0 34 45) 72 15 68

Ambulanz für Dystonien/Bewegungsstörungen

  • donnerstags von 10.00 bis 13.30 Uhr mit Terminvereinbarung
  • Überweisungsschein vom Facharzt bzw. ab zweiter Konsultation vom Hausarzt, Orthopäden, Augenarzt notwendig

Ambulanz für spezielle Therapieformen bei Multipler Sklerose und autoimmunvermittelten Polyneuropathien

  • mittwochs und individuell nach Vereinbarung, 08.00 bis 10.00 Uhr
  • Überweisung vom Neurologen notwendig

Ambulanz für neurologische Funktionsdiagnostik

  • montags von 10.00 bis 13.00 Uhr mit Terminvereinbarung
  • Durchführung von ENG/EMG, evozierten Potentialuntersuchungen, EEG-Ableitungen, autonome Funktionsdiagnostik auf Überweisung von niedergelassenen Fachärzten (Neurologen, Nervenärzten, Psychiatern/Psychotherapeuten)

Bevor Sie Ihren Termin in unserer neurologischen Sprechstunde wahrnehmen, bitten wir Sie um Anmeldung im Erdgeschoss bei unserer Zentralen Patientenanmeldung!

Ansprechpartner unter (0 34 45) 72 15 68 sind unsere MTA’s Schwester Ina Klamm, Frau Andrea Schröder und Frau Claudia Schumer.

wichtige Informationen bezüglich Ihres Aufenthaltes

- zur vorstationären Untersuchung
Notwendigkeit eines Einweisungsscheines vom Hausarzt
erfolgt nach vorheriger tel. Terminabsprache, ggf. durch den Einweiser,
in der Funktionsabteilung der Klinik für Neurologie (UG)

- zum Aufnahmetag der stationären Aufnahme
Notwendigkeit eines Einweisungsscheines vom Hausarzt
Bitte bis 09:00 Uhr, nicht nüchtern, möglichst mit allen Vorbefunden (Arztbriefen, Datenträgern – MRT/CT) nach zentraler Anmeldung im Erdgeschoss auf der Station N1 melden.

- zu Medikamenteneinnahme
bitte alle Medikamente wie bisher weiter einnehmen, einschließlich am Morgen der Aufnahme,
falls nicht anders vereinbart

- zur Weiterbehandlung
diese wird in den meisten Fällen durch den Hausarzt oder zuständigen Facharzt im
niedergelassenen Bereich erfolgen, nur bei speziellen Krankheitsbildern, für die in o. g. Ambulanzen eine Ermächtigung besteht, besteht die Möglichkeit am Krankenhaus ambulant zu behandeln

Erläuterung der elektrophysiologischen Untersuchungen

SEP (somatosensibel evozierte Potentiale) – Untersuchung und Zuordnung von Gefühlsstörungen durch Erkrankungen der sogenannten somatosensiblen Leitungsbahnen des peripheren Nervensystems, des Rückenmarks und der sensiblen Hirnrinde.

MEP (motorisch evozierte Potentiale) – Untersuchung der peripheren und zentralen motorischen Nervenbahnen mittels Magnetstimulation. Motorische Bahnen sind Nervenfaserpopulationen, welche die Kraftentfaltung vermitteln. Diese Untersuchung kann z. B. bei MS, Myelopathien, ALS, spinalen Tumoren etc. angewendet werden. Der Vorteil ist, dass die Ableitung absolut schmerzfrei und daher auch bei Kindern gut anwendbar ist. Kontraindiziert ist die Untersuchung bei Epilepsie in der Vorgeschichte und bei Herzschrittmacherträgern.

VEP (visuell evozierte Potentiale = Untersuchung der Sehbahnen) – Durch alternierende Schachbrettstimulation vermittelte Stimulation der Sehbahn. Wird in der Neurologie bei MS und anderen entzündlichen Erkrankungen des ZNS eingesetzt. Diese Untersuchung verlangt die Mitarbeit (Fixationsbereitschaft) des Patienten.

FAEP (akustisch evozierte Potentiale – Untersuchung der Hörbahn) – Fernpotentiale der Hörbahn in ihrem peripheren und zentralen Verlauf. Eingesetzt bei Verdacht auf Hirnstammläsionen oder Erkrankung der Cochlea und des Hörnerven. Weitere Anwendung findet sie zur Überwachung von Patienten mit erhöhtem Hirndruck bei drohender Einklemmung.
Kann auch beim bewusstlosen Patienten durchgeführt werden.

OOR (Blinkreflex) – Elektrophysiologisches Korrelat eines physiologischen Schutzreflexes,
welcher über den N. trigeminus stimuliert, im Hirnstamm umgeschaltet und
über den N. facialis durch eine Muskelkontraktion beantwortet wird.
Erfasst Läsionen/Störungen im Trigeminus-Facialis-Reflexsystem und im Bereich des Pons und der Medulla oblongata.

Masseterreflex – Ebenfalls ein Schutzreflex der über den N. trigeminus stimuliert
und beantwortet wird. Es können Läsionen im oberen Pons und Mesencephalon nachgewiesen werden.

ENG (Elektroneurografie) – Hier werden mit geringfügigen, nicht gesundheitsschädlichen
Stromimpulsen Ableitungen mittels Oberflächenelektroden Nervenleitgeschwindigkeiten
als Maß für die Leitfähigkeit und damit Intaktheit von peripheren motorischen und sensiblen Nerven bestimmt. Durch verschiedene Stimulationsmethoden lassen sich sowohl körperferne als auch körpernahe Nervenabschnitte und sogar Störungen im Bereich der motorischen Nervenendigungen beurteilen. Diese wird vor allem in der Untersuchung von Polyneuropathien (Schädigung vieler peripherer Nerven), Radikulopathien (Nervenwurzelschädigungen), Plexusläsionen (Armgeflecht- oder Beingeflechtuntersuchungen) und der Myasthenie (Erkrankung an der Übertragungsstelle zwischen Nerv und Muskel) eingesetzt. Warme und saubere Extremitäten (Füße) erleichtern wesentlich die Untersuchung und lassen objektive Aussagen zu.

EMG (Elektromyografie) – Ist die Untersuchung mittels dünner Nadelelektroden zur Erfassung nervbedingter oder muskelbedingter Erkrankungen. Ähnlich wie bei der ENG besteht ein breites Indikationsfeld z. B. zum Nachweis von axonalen Polyneuropathien, Radikulopathien, Motoneuronerkrankung und vor allem Myopathien, Myositiden und Muskeldystrophien. Sie ist sehr zeitaufwendig und bei fehlender Entspannung zuweilen ein leicht schmerzhaftes Verfahren, jedoch mit sehr hohem diagnostischen Aussagewert. Ein kooperativer Patient ist Vorraussetzung. Bei laufender Antikoagulation ist die Untersuchung nur eingeschränkt mit der Angabe des aktuellen Quickwertes möglich.

EMG/Tremoranalyse
– Sie dient der Aufzeichnung von Tremorpotentialen
und dystoner Entladungen mit dem Ziel, eine Zuordnung und Ableitung eines entsprechenden Therapieschemas zu ermöglichen.

Autonome Funktionsuntersuchungen sind z. B.

  • SSR – Sympathische Hautantwort (sympathic skin response)
  • Hf-Varianzanalyse – Verhalten der Herzfrequenz in verschiedenen Situationen.
  • Schellong-Test – zur Hypotoniediagnostik
  • NHST – Ninhydrin-Schweißtest
  • Minor'scher Schweißtest – Nachweis einer autonomen Neuropathie

Orientierende Hirnleistungstests

  • Mini-Mental-State
  • DemTect
  • SKT
  • sowie mehrere spezielle Untersuchungen für MS-Erkrankte

Diese erlauben die Erfassung hirnorganischer Beeinträchtigungen

Ultraschallverfahren

Duplex – Dies ist eine Kombination von Farb-Doppler- und Ultraschall-Bild-Verfahren
zur genauen Quantifizierung und qualitativen Beschreibung von Verengungen hirnversorgender
Gefäße außerhalb des Schädels, einschließlich der Beurteilung der Oberflächenbeschaffenheit der Gefäßinnenwand.

CW-Doppler – Verfahren zum Nachweis von Einengungen oder Verschlüssen hirnversorgender Gefäße innerhalb des Schädels durch Aufzeichnung akustischer Dopplersignale und Darstellung der Flussprofile mittels verschiedener Ultraschallsonden. Erfassung von indirekten Hinweisen auf intracranielle Gefäßstenosen durch Darstellung von Kollateralkreisläufen.

TCD – Verfahren zur Untersuchung von Gefäßveränderungen innerhalb der Schädelkalotte (Stenosen, Verschlüsse, Gefäßspasmen).

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