Leistungen

Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes und der mit ihm in Verbindung stehenden Organe

Die Gastroenterologie befasst sich mit der Diagnostik und der Therapie von Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes und der mit ihm in Verbindung stehenden Organe Leber, Gallenblase und Bauchspeicheldrüse. Patienten mit diesen Erkrankungen liegen vorzugsweise auf der Station M3.

Es erfolgen diagnostische Ultraschalluntersuchungen und endoskopische Untersuchungen:

  • Magen- und Darmspiegelungen (Gastro- und Koloskopien)
  • Spiegelung des Gallenganges und Bauchspeicheldrüsenganges
  • Ultraschalluntersuchungen der Bauchorgane
  • Punktionen der Leber, der Bauchspeicheldrüse und von Tumoren

Zu den therapeutischen Maßnahmen, die während einer Spiegelung erfolgen, gehören die Abtragung von Polypen in Magen und Darm (Ausstülpungen der Magen- bzw. Darmschleimhaut), die Entfernung
von Gallengangsteinen sowie die Verödung und das Abbinden von Krampfadern im Bereich des Verdauungstraktes.

Um eine Verengung in der Speiseröhre oder im Gallengang zu verhindern kann die Einlage eines Stent (medizinisches Implantat in Form eines Röhrchens) erfolgen.

Ist der Patient nicht in der Lage selbst genügend Nahrung und Flüssigkeit aufzunehmen, ist das Legen einer Ernährungssonde erforderlich.

Einige Untersuchungen werden auch ambulant durchgeführt.

Herz- Kreislauf- und Gefäßerkrankungen

Die Kardiologie umfasst die Diagnostik und Behandlung von akuten und chronischen Erkrankungen des Herzens und des Kreislaufs. Dies beinhaltet u. a. auch Bluthochdruck (Hypertonie), Herzrhythmusstörungen und die akute und chronische Herzschwäche.

Die Diagnostik und Behandlung von venösen und arteriellen Gefäßerkrankungen bezeichnet man als Angiologie.

Patienten mit Herzinfarkt, Schlaganfall, Rhythmusstörungen und Herzschwäche werden nach der Erstversorgung und Akutphase auf der Intensivstation oder Intermediate Care vorzugsweise auf Station M2 weiterbehandelt.

Folgende Untersuchungsverfahren stehen zur Verfügung:

  • EKG, Langzeit- und Belastungs-EKG sowie EKG über die Speiseröhre
  • EEG (Messung der Hirnströme)
  • verschiedene Formen der Herzultraschalluntersuchungen einschließlich Schluckecho (TEE) und Stress-Echokardiographie
  • Kipptisch-Untersuchungen um die Anpassung des Blutdrucks an passive Lageänderungen des Patienten zu beurteilen
  • Langzeit-Blutdruck-Messungen
  • elektrophysiologische Untersuchungen
  • Einsatz von speziellen Ultraschallgeräten zur Untersuchung von Blutgefäßen bei Durchblutungsstörungen und Thrombosen

Die Akutbehandlung von Herzinfarkten und Lungenembolien erfolgt durch die Auflösung von Blutgerinnseln (Thrombolyse). Bei Bedarf werden die Patienten im Herzzentrum Leipzig mitbehandelt.

Die Wiederherstellung des normalen Herzrhythmus durch elektrische und medikamentöse Reize (Kardioversion) erfolgt in unserem Klinikum.

Krebserkrankungen (Onkologie) und Hämatologie

Die Hämatologie befasst sich mit Erkrankungen des Blutes und der blutbildenden Organe.
Dazu gehören bösartige Erkrankungen des Blutes, Blutbildungsstörungen des Knochenmarks,
Blutveränderungen durch immunologische Prozesse und Störungen der Gerinnbarkeit des Blutes.

Patienten mit onkologischen (Krebs-) und hämatologischen Erkrankungen werden auf der internistischen Station M3 behandelt.

Als diagnostisches Verfahren werden Knochenmarkpunktionen und Stanzbiopsien (Entnahme einer Gewebeprobe zur feingeweblichen Untersuchung) mit entsprechender Auswertung durchgeführt.
Desweiteren werden die Nebenwirkungen einer Chemotherapie medikamentös behandelt.

Die Chemotherapie, einschließlich der Gabe von Antikörpern, kann ambulant auf der Station M3 erfolgen. Auch notwendige Übertragungen von roten Blutkörperchen und Blutplättchen können bei hämatologischen Patienten ambulant durchgeführt werden.

Im Rahmen der Onkologie finden Sprechstunden statt. Eine psychologische Betreuung wird durch das Pflegepersonal ermöglicht.
Als ermächtigte Ärztin ist Frau DM Schwarzbach für die ambulante Onkologie zuständig.

Palliativmedizin

Die Palliativmedizin ist auf der Station M3 integriert und bezeichnet die ganzheitliche Behandlung von Patienten mit einer weit fortgeschrittenen Erkrankung und einer begrenzten Lebenserwartung.

Im Palliativbereich soll schwerkranken Menschen durch spezielle medizinische Maßnahmen, die medikamentöse Schmerztherapie und eine besondere pflegerische Betreuung, ein möglichst beschwerdefreies Leben ermöglicht werden. Im Vordergrund der Behandlung stehen dabei die Lebensqualität und das Befinden des Patienten.

„Nicht dem Leben mehr Tage, sondern den Tagen mehr Leben geben“ ist das Leitbild des multidisziplinären Teams des Palliativbereiches. Es besteht aus speziell ausgebildeten Ärzten und Pflegekräften, Psychologen, Physiotherapeuten, Seelsorgern und dem Sozialdienst. Durch dieses Team erhalten die Patienten optimale medizinische, therapeutische und psychosoziale Zuwendung. Die meisten Patienten können durch die professionelle Behandlung stabilisiert und nach Hause entlassen werden.

Erkrankungen der Niere (Nephrologie)

Die Nephrologie umfasst die Diagnostik und nicht chirurgische Therapie von Erkrankungen der Niere.
Die Funktionsfähigkeit der Niere soll stabilisiert werden, um eine Nierenersatztherapie zu verhindern bzw. hinauszuzögern.

Schwere Funktionsstörungen der Nieren machen die Blutwäsche (Dialyse) mit der künstlichen Niere als einen lebensnotwendigen Vorgang erforderlich.
Der Körper ist dann nicht mehr in der Lage, Schadstoffe, die sich im Blut anreichern, selbstständig auszuscheiden. Die Blutwäsche – dreimal wöchentlich für jeweils vier Stunden – entfernt die Schadstoffe und überschüssiges Wasser aus dem Körper.

Im Klinikum Zeitz werden alle gängigen Dialyseverfahren (außer Peritonealdialyse) stationär an sieben Dialyseplätzen zur Therapie des akuten und chronischen Nierenversagens angewandt.
Die Möglichkeit der Blutwäsche besteht auch für Hepatitis-positive Patienten.
Durchgeführt werden auch Dialysen von Patienten, die bereits im ambulanten Bereich dialysiert werden und wegen anderer Erkrankungen stationär im Klinikum aufgenommen worden sind. Es besteht auf der Intensivstation (ITS) die Möglichkeit der kontinuierlichen Dialyse mit einer speziellen Dialysemaschine.
Zur operativen Anlage von Gefäßanschlüssen für die Blutwäsche arbeiten wir eng mit der Gefäßchirurgie des Klinikums Naumburg zusammen.

Diabetologie (Zuckerkrankheit)

Die wichtigste Stoffwechselstörung ist der Diabetes mellitus. Sie nimmt rasant zu und verursacht vorwiegend Herzkreislauferkrankungen, aber auch Nierenversagen, Sehverschlechterung und Durchblutungsstörungen bis zur Amputation.

Akute Diabetes-Entgleisungen wie Über- und Unterzuckerung führen ebenso wie unbefriedigende Stoffwechseleinstellung zur stationären Aufnahme.
Während Notfälle einer intensivmedizinischen Versorgung bedürfen, erfolgt die Weiterbehandlung auf Station M4.

Neben der Behandlung des Diabetes mellitus mit Tabletten und Insulin liegt der Schwerpunkt auf der Wissensvermittlung über die Diabetes-Erkrankung und die Notwendigkeit einer Lebensstiländerung.
Das Diabetes-Team führt zertifizierte Schulungen zu vielen Themen rund um das Krankheitsbild Diabetes einschließlich solcher Fragen wie Vorbeugen von Folgeschäden, Arbeitsfähigkeit und Fahrtauglichkeit durch. Praktische Anleitungen in der Schulungsküche und Empfehlungen in Bezug auf Ernährung fördern ebenfalls die Selbstständigkeit der Patienten in der Behandlungsgestaltung.
Nachuntersuchungen werden zur Beurteilung des Therapieerfolges herangezogen.

Bei Notwendigkeit werden andere Fachabteilungen in die Behandlung einbezogen; so die chirurgische Klinik und die Wund-Schwester für die Versorgung des diabetischen Fußsyndroms, die nephrologische Abteilung, das Gefäßzentrum Naumburg sowie Augenarzt, Ergotherapeuten, Logopäden und Neurologen.

Die Patienten verlassen die Station mit konkreten Therapieempfehlungen und ggfs. einem Insulin-Anpassungsschema mit der Möglichkeit, die Dosierung ihren Alltagsbedürfnissen anzupassen.

Erkrankungen der Atemwege (Pneumologie)

  • Diagnostik und Therapie von broncho-pulmonalen Erkrankungen
  • Diagnostik und Therapie von Tumoren im Bereich des Brustkorbes
  • Spiegelung der Bronchien (Bronchoskopie)
  • Lungenfunktionsdiagnostik

Intensivtherapie

Bei schwer erkrankten Patienten, die einer höheren Versorgungsintensität bedürfen, erfolgt eine kontinuierliche Überwachung der Herzkreislauffunktion in den sogenannten Intermediate Care-Bereich auf der Station M1 oder auf der Intensivstation des Klinikums (ITS).

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