Leistungen

Vor der Operation 

Bei den vor jeder Operation durchgeführten Narkosevisiten, die für die meisten Patienten einen Tag vor der Operation stattfinden, werden die Patienten über den Ablauf der Narkose, das Narkoseverfahren und mögliche Risiken aufgeklärt.

Das Narkoseverfahren variiert je nach Art und Umfang der Operation sowie der individuellen Risikofaktoren und Begleiterkrankungen.

In Abhängigkeit davon wird das für den Patienten risikoärmste Anästhesieverfahren ausgewählt. Bei der Wahl des Narkoseverfahrens bezieht der Anästhesist die persönlichen Vorstellungen und Wünsche des Patienten in die Entscheidungsfindung mit ein.

Der Anästhesist erläutert die möglichen Alternativen mit den jeweiligen Vorteilen und möglichen Nebenwirkungen. Ebenso werden noch bestehende Fragen beantwortet.
Zusätzlich erhalten die Patienten einen Fragebogen, der mit einem Informationsteil über die wichtigsten Anästhesieverfahren ergänzt ist.
Auf diesem Aufklärungsbogen unterschreiben die Patienten ihr Einverständnis für die Narkose.
Gegebenenfalls müssen ergänzende Voruntersuchungen veranlasst werden, um das Narkose- und Operationsrisiko einzuschränken.

Um den Patienten die Aufregung zu nehmen, erhalten sie in der Regel am Abend vor der Operation eine Schlaftablette und vor der Operation nochmals eine Beruhigungstablette.

Anästhesie 

Der Begriff Anästhesie kommt aus dem Altgriechischen und bedeutet „ohne Empfindung“. Diese Empfindungslosigkeit kann durch eine Allgemeinanästhesie (Vollnarkose) oder durch eine Regionalanästhesie (Teilnarkose) erzielt werden.

Bei einer Allgemeinanästhesie werden Schmerzempfinden, vegetative Reaktionen und Bewusstsein ausgeschaltet, so dass die Patienten tief schlafen.
Bei einer Regionalanästhesie hingegen werden lediglich die Leitungsbahnen der peripheren Nerven oder der Nervenwurzeln im Rückenmark blockiert, so dass man wach bleibt. Hier ist es möglich, dass der Patient während der Operation über Kopfhörer Musik hören oder  durch Verabreichung eines Beruhigungsmittels schlafen kann.

Jeder Patient wird während der gesamten Operation von einem Anästhesieteam betreut. Von diesem Team wird der Patient während der gesamten Operation zur Aufrechterhaltung der Narkose und aller Lebensfunktionen überwacht und behandelt.
Dazu stehen uns modernste Narkosegeräte, Narkosemittel und Überwachungstechnik für alle wichtigen Lebensfunktionen in vier modernen OP-Sälen zur Verfügung.

Nach der Operation erfolgt eine Verlegung in den sogenannten Aufwachraum, der ebenfalls mit kompletter Überwachungstechnik für jeden Patienten ausgestattet ist. Hier werden die Patienten von Anästhesiefachschwestern betreut, bis sie vollständig aus der Narkose erwacht und alle Lebensfunktionen stabil sind.
Gleichzeitig wird mit der Einleitung der Schmerztherapie im Aufwachraum begonnen. Die so begonnene Schmerztherapie wird auf der Station weitergeführt, insbesondere gilt dies für kontinuierliche Regionalanästhesieverfahren mit Kathetertechnik.

Es besteht die Möglichkeit einer Eigenblutspende vor einer Operation in Zusammenarbeit  mit dem uns betreuenden zentralen Blutspendeinstitut. Im Bedarfsfall ist auch die Aufbereitung von Wundblut bei ausgedehnten Operationen möglich.

Intensivtherapie

Bei akut lebensbedrohlichen Erkrankungen, nach schweren Unfällen oder nach großen ausgedehnten Operationen macht sich eine Behandlung auf der Intensivstation erforderlich.

Die Behandlung auf dieser Station erfolgt interdisziplinär durch Fachärzte verschiedener Fachrichtungen. Die kritisch Kranken mit lebensbedrohlichen Störungen vitaler Funktionen werden rund um die Uhr überwacht und behandelt.

An jedem Bettenplatz finden sich Überwachungseinheiten (Monitore), mit deren Hilfe
die Herzfrequenz, arterielle und venöse Blutdrucke, die Sauerstoffsättigung im Blut
und die Temperatur ermittelt werden können. Infusions- und Spritzenpumpen dienen
der kontinuierlichen Gabe von Infusionslösungen und Medikamenten.
Vorübergehend und länger andauernde Ausfälle der Eigenatmung können mit modernsten Beatmungsgeräten an jedem Bettplatz überbrückt werden.
Es kommen differenzierte Beatmungsmuster und kontinuierliche Nierenersatzverfahren zum Einsatz. Weiterhin besteht die Möglichkeit der temporären Schrittmacherimplantation.

Bei all der zur Verfügung stehenden Technik wird der Patient mit seinen Sorgen und Nöten nicht allein gelassen. Ständig wird er von einem hoch motivierten Team gut ausgebildeter Fachschwestern auf das Liebevollste betreut und gepflegt.
Die Patienten können zu den Besuchszeiten Angehörige empfangen. Leider können
auf Grund der Schwere der Erkrankung oder Verletzung der Patienten nicht alle Besucherwünsche berücksichtigt werden.
Wenn es zeitweise zu Wartezeiten kommen sollte, bitten wir um Verständnis, da zu diesem Zeitpunkt pflegerische Maßnahmen an den Patienten durchgeführt werden.
Auf diese Weise ist es bei uns aber gewährleistet, dass die Patienten in Ruhe mit ihren Angehörigen sprechen können.

Schmerztherapie

Die Behandlung postoperativer Schmerzen ist für uns ein besonderes Anliegen.
Hierzu stehen uns verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, so dass im Idealfall nach Operationen keine Schmerzen auftreten.

Nach kleineren Operationen erhalten Sie im Aufwachraum von der Fachschwester starke Schmerzmittel in entsprechender Dosierung nach Ihrem Bedarf verabreicht.
Bei großen schmerzhaften Operationen haben wir die Möglichkeit des Anschlusses einer sogenannten Schmerzpumpe. Hier können Sie die Pumpe selbst durch Knopfdruck bedienen und sich damit ein Schmerzmittel verabreichen. Diese Pumpen werden zuvor nach ihrem Bedarf programmiert.

Weiterhin können wir vor der Operation einen sog. Schmerzkatheter in die Nähe von Nerven oder dem Rückenmark platzieren. Darüber wird ein Betäubungsmittel durch eine kleine programmierbare Pumpe kontinuierlich verabreicht und zusätzlich können Sie durch Knopfdruck nach Ihrem Bedarf weiteres Schmerzmittel einspritzen. Das ist eine besonders effektive Methode.

Notfallmedizin

Die Notfallmedizin gehört ebenfalls in erster Linie zum Aufgabengebiet des Anästhesisten.

So übernehmen wir die Erstbehandlung von Notfallpatienten in der Rettungsstelle – insbesondere von lebensbedrohlich erkrankten und schwer verunfallten Patienten.

Bei den anschließenden Untersuchungen und Operationen stehen wir als Anästhesisten zur Überwachung und Aufrechterhaltung der Vitalparameter sowie zur Narkose bereit.

Akute Notfälle auf den Stationen des Hauses werden vor Ort durch ein Reanimationsteam, das sich aus einem Anästhesisten, einem Facharzt und einer Fachschwester zusammensetzt, versorgt.

Auf jedem Flur einer Stationsebene befindet sich ein einsatzbereiter Defibrillator zu Wiederbelebungsmaßnahmen am Herzen.

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