weitere Informationen

Einweisersprechstunde Hausteil 200, Erdgeschoss
Dienstag zwischen 10.00 und 14.00 Uhr

Die Patienten werden vom Chefarzt persönlich über die Behandlungsmöglichkeiten und das geplante operative Vorgehen informiert.
Eine Überweisung und Anmeldung ist nicht erforderlich.

Privatsprechsprechstunde Chefarzt Dr. Bolle
nach telefonischer Vereinbarung im Kliniksekretariat bei Frau Heyna
Telefon: (0 34 41) 74 03 01

Terminvereinbarung zur Operation

  • Die Terminvereinbarung zur Operation und stationären Aufnahme erfolgt in der Regel in der Einweisersprechsunde
  • Bei Direkteinweisung durch den Hausarzt vereinbaren Sie bitte einen Operationstermin im Chefarztsekretariat 
    Telefon: (0 34 41) 74 03 01

Wichtige Informationen bezüglich Ihres Aufenthaltes erhalten Sie ebenfalls in der Einweisersprechstunde.

Zur vorstationären Untersuchung

Sie werden einer eingehenden körperlichen Untersuchung unterzogen, Laborwerte werden abgenommen, Röntgenuntersuchungen, EKG, ggf. Sonographie werden durchgeführt. Das wird einige Zeit in Anspruch nehmen, um Sie sorgfältig auf die OP vorzubereiten. Hilfreich ist, dass Sie Ihre Medikamente zur Ansicht bzw., die aktuelle Medikamentenverordnung mitbringen und aktuelle Befunde der Voruntersuchungen (Herzbefunde, von Koloskopie, Gastroskopie usw.) mitbringen. Diese Voruntersuchung erfolgt in der Regel einen Werktag vor dem geplanten OP-Tag außer Samstag. Sie erscheinen bitte gegen 10.00 Uhr auf der Station AC und sollten nicht nüchtern sein, dürfen also frühstücken. Im Anschluss werden Sie dem Anästhesisten vorgestellt und dürfen danach wieder nach Hause gehen.

Zum Aufnahmetag

Sie kommen bitte um 7.00 Uhr nüchtern am OP-Tag auf die Station AC zur Aufnahme und OP-Vorbereitung. Dann erfolgt die OP je nach OP-Plan.

Die stationären Patienten, die erst an einem späteren Tag operiert werden sollen, kommen am Aufnahmetag nicht nüchtern gegen 10.00 Uhr zur OP-Vorbereitung und werden in der Regel am nächsten Tag operiert.

Zur Medikamenteneinnahme

In der Einweisersprechstunde erhalten Sie Informationen über Medikamente, die vor Operationen abgesetzt werden müssen. Das sind Blutgerinnungshemmer (ASS, Plavix Falithrom) und einige Diabetesmedikamente (wie z.B. Metformin)

Spezielle Behandlungsmöglichkeiten bei Tumorerkrankungen:

Spezielle Tumorchirurgie des Enddarms (TEM, TME)
Mit Hilfe der transanalen endoskopischen Mikrochirurgie (TEM) sind wir in der Lage, größere gutartige Geschwülste des Enddarms, aber auch bösartige Tumoren im Frühstadium schonend zu entfernen. Diese sehr hochentwickelte Technik erlaubt es, die Tumoren ohne Eröffnung des Bauchraumes und ohne Anlage eines künstlichen Darmausganges zu entfernen. Wir verwenden dazu ein Gerät, das durch den Anus (normaler Darmausgang) eingeführt wird. Durch diesen Operationskanal wird der Tumor dargestellt und abgetragen. Je nach Notwendigkeit werden ein Darmwandsegment vollständig oder nur bestimmte Schichten der Darmwand entfernt. Die Ränder werden mit kleinsten Instrumenten wieder dicht vernäht. Durch ein besonderes Lupensystem ist es möglich, die Operation unter starker Vergrößerung durchzuführen. Die Patienten können nach wenigen Tagen aus der stationären Behandlung entlassen werden.

Bei bösartigen Tumoren des Mastdarms, bei denen die TEM nicht mehr möglich ist, erfolgt die Entfernung des betroffenen Mastdarmabschnittes unter Mitnahme des Lymphgewebes, der Lymphknoten und des umgebenden Gewebes unter spezieller Schonung der Nervenfasern, die für die Funktion der Harnblase und der Geschlechtsfunktion notwendig sind.

Tumorchirurgie der Speiseröhre
Bei Patienten mit Speiseröhrenkrebs führen wir eine vollständige Entfernung der Speiseröhre, einschließlich der umliegenden Lymphknoten, des Lymphstranges und einer Vene durch.
Aus dem verbleibenden Magen bilden wir einen Schlauch, der die fehlende Speiseröhre vom Hals bis in den Bauchraum überbrückt. Dazu werden der Brustkorb, der Bauchraum und der Hals eröffnet. Wir legen sehr großen Wert auf die genaue Entfernung der Lymphknoten und des Umgebungsgewebes, weil davon die Langzeitprognose des Patienten im entscheidenden Maße abhängt.

Pankreaschirurgie
Bei Patienten mit Tumoren der Bauchspeicheldrüse, aber auch bei entzündlichen Veränderungen die häufig mit chronischen Schmerzen einhergehen, führen wir Resektionen und Drainageoperationen oder beides in Kombination durch. Bei Karzinomen des Pankreaskopfes wenden wir die kephale partielle Duodenopankreatektomie nach Kausch-Whipple an oder führen die Pankreaskopfresektion in ihrer pyloruserhaltenden Version als Technik nach Traverso-Longmire aus. Auch bei organüberschreitendem Wachstum z.B. mit Infiltration in die Pfortader nehmen wir eine Erweiterung der Operation nach Fortner unter Mitentfernung von Pfortadersegmenten vor. Bei benignen Prozessen des Pankreaskopfes ist uns die duodenumerhaltende Pankreaskopfresektion in der Technik nach Beger oft möglich. Bei chronisch entzündlichen Prozessen wenden wir die Verfahren nach Partington-Rochelle, eine laterale Drainageoperation, das Verfahren nach Itzbicki, eine laterale Drainageoperation mit zusätzlicher V-förmiger Parenchymresektion, oder die Technik nach Frey, eine Kombination von duodenumerhaltender Pankreaskopfresektion und lateraler Drainageoperation an.

 

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